Muss ein Arbeitgeber bei interner Bewerbung einen Mitarbeiter einladen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Der Betriebsrat musste die Stelle aber wohl dennoch ausschreiben.

Was meinst Du damit? Kein Betriebsrat muss oder kann eine Stelle ausschreiben. Er hat ein Recht auf Unterrichtung und Beratung. Bei der Personalplanung hat er kein Mitbestimmungsrecht. Er hat aber nach § 93 BetrVG ein Initiativrecht. Er kann vom AG eine interne Ausschreibung verlangen.

Das Mitbestimmungsrecht hat er bei der Einstellung, Eingruppierung, Umgruppierung und Versetzung. Dann muss der AG dem BR die erforderlichen Bewerbungsunterlagen geben, ihn über die vorgesehene Eingruppierung unterrrichten usw. Da kann der BR dann unter bestimmten Bedingungen die Zustimmung eines externen Bewerbers verweigern.

Im § 99 BetrVG steht unter Absatz 2 Ziffer 3: "Der BR kann die Zustimmung verweigern, wenn die durch Tatsachen begründete Besorgnis besteht, dass infolge der perrsonellen Maßnahme im Betrieb beschäftigte AN gekündigt werden oder sonstige Nachteile erleiden, ohne dass dies aus betrieblichen oder persönlichen Gründen gerechtfertigt ist."

Ich weiß ja nicht, wo die Stelle überall ausgeschrieben wurde aber drei Wochen sind u.U. noch keine lange Zeit. Meist werden Bewerbungsunterlagen erst einmal gesammelt, gesichtet, eine Vorauswahl getroffen. Dann gibt es Einladungen zu Bewerbungsgesprächen und anschließend müssen sich die Verantwortlichen auf einen Bewerber einigen. Die Zustimmung des BR muss auch noch eingeholt werden. Das alles dauert seine Zeit. Deine Freundin kann sich doch mal beim BR erkundigen ob diesem schon etwas bekannt ist. So erfährt der BR auch, wer sich aus dem Unternehmen beworben hat. Manche AG unterrichten ihren BR nicht immer über alle Bewerbungen und geben ihm nur ihre eigene Auswahl oder gar nur den einen Kandidaten den sie gerne hätten. Der BR hat aber ein Recht auf alle Bewerbungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Svensson1978
13.07.2013, 00:46

hallo,danke für deine Antwort,ich meine natürlich die Abteilung musste die Stelle wohl doch ausschreiben.......

Danke aber für den Tipp ganz unten.

0

Wenn eine Stelle - und dann auch nicht mal auf "unterster Ebene" - besetzt werden soll, dann ist das i.d.R. keine kurzfristige Angelegenheit. Will sagen, 3 Wochen erscheinen Euch als wartende Personen natürlich lange, sind im gesamten Entscheidungsprozess aber nicht viel. Klar, nachfragen und sich über den Stand der Dinge informieren würde ich schon. Aber auf keinen Fall solltet Ihr jetzt schon die Hoffnungen begraben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wieso sollen drei Wochen lang sein? T-Kom braucht über drei Monate um Beschwerden überhaupt zu bearbeiten. Die brauchen auch Wochen um eine einfache Störung zu beheben. Wenn Ihr Schnelligkeit und Solidität wollt, dann darf man nicht in einem der großen Telekommunikationsunternehmen arbeiten. Vodafon ist da auch nur ein anderer Name.

Auf alle Fälle kann man direkt bei der Stelle, die die Bewerbungen sammelt nach dem Stand der BewerberInnen-Auswahl fragen. Drei Wochen ist zwar noch ziemlich früh, aber manchmal hat man schon eine Einschätzung, weil keine weiteren Bewerbungen mehr rein kommen oder weil die Urlaubszeit bestimmtes Vorgehen verlangt.

Viel Erfolg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Arbeitgeber braucht den Bewerber nicht einzuladen. Es ist seine Entscheidungsfreiheit. Vielleicht ist die Stelle ja doch noch nicht besetzt und man ist noch dabei die Bewerber einzuladen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Betriebe müssen nicht einen internen Bewerber nehmen, warum auch? Vielleicht warten sie auch die Stellenausschreibung +Bewerbungsphase ab und laden dann erst ein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?