Muss ein Aquarium wirklich ruhen?

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7 Antworten

Hallo,

du sprichst da von zwei völlig unterschiedlichen Dingen.

Einmal geht es um die Einlaufphase (oder auch Einfahrphase) eines neuen AQ, einmal um das schönende Einsetzen neuer Fische.

Die zwei Wochen (die eher drei oder vier Wochen sind!) gehören bei einem neuen AQ zur Einlaufzeit.

Ein Aquarium ist ein kompliziertes biologisches System - wenn es richtig funktioniert. Nur alles einkaufen, aufbauen, Wasser rein, Deko rein, Pflanzen und Fische rein - das funktioniert leider nicht. Dann hat dein Vater ganz schnell eine grüne übel riechende Brühe mit gammelnden Pflanzen und sterbenden Fischen.

Warum?

Sobald Fische im AQ leben, bilden sich durch Futterreste und Fischkot Giftstoffe. Diese Giftstoffe müssen umgewandelt und abgebaut werden. Das passiert durch wichtige und nützliche Bakterien im Filtermaterial und im Bodengrund.

Die Bakterien brauchen aber eine lange Zeit, um sich zu bilden. Und zuerst müssen sich in einem "frischen Aquarium" diese Giftstoffe mal bilden - das dauert schon mal einige Tage. Man kann es ein wenig beschleunigen, indem man jeden Tag eine Fingerspitze Fischfutter ins Wasser tut. So bildet sich dann das erste Ammonium/Ammoniak. Jetzt erst können sich langsam die Bakterien bilden, die für die Umwandlung des Ammoniums/Ammoniaks in Nitrit zuständig sind (Nitrosomonas). Das dauert und dauert und dauert - mindestens 1 - 2 Wochen. Erst wenn diese Bakterien endlich Nitrit "erschaffen" haben, dann beginnt das Wachstum derjenigen Bakterien, die dafür sorgen, dass dieses Nitrit in Nitrat umgewandelt wird (Nitrobacter). Und wieder dauert dauert dauert das. Und erst dann, nach ca. 3 Wochen, sind alle Bakterien, die benötigt werden, vorhanden - allerdings noch längst nicht in großer Zahl.

Am besten besorgt man sich direkt zu Anfang einen Nitrit-Tröpfchentest. Damit kann man die Entwicklung dieser Bakterien gut verfolgen. Wenn man z.B. jeden 2. Tag testet, dann kann man folgendes beobachten: erst passiert viele Tage mal gar nichts - dann fängt der Test an, erste Werte anzuzeigen, die Werte steigen an und an und erreichen irgendwann mal den Höhepunkt - von da an kann man dann beobachten, dass dieser Wert wieder weniger wird - bis er schließlich bei "nicht mehr nachweisbar" landet. Bleibt er einige Tage dort - ist endlich der "große Tag" gekommen.

Aber man muss vorsichtig mit dem Fischbesatz anfangen - nicht alle auf einmal, sonst sind die Bakterien gleich wieder überfordert.

Damit ein AQ wirklich der wunderschöne Hingucker wird, den man immer so gerne bewundert, muss man schon sich schon einiges Wissen aneignen. Das geht am besten durch Bücher oder entsprechende Seiten im Internet.

www.anfaenger-aquarium.de

Gutes Gelingen

Daniela

Danke! ich glaube ich lass es doch 3 Wochen ruhen! >:)

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Danke! ich glaube ich lass es doch 3 Wochen ruhen! >:)

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Danke! ich glaube ich lass es doch 3 Wochen ruhen! >:)

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@fragejoa

Danke für das Sternchen. Und wenn du dein AQ tatsächlich drei Wochen ganz in Ruhe einfahren lässt und die Fische dann erst nach und nach einziehen lässt, dann wirst du sehen, dass alles völlig ohne Probleme vonstatten geht.

Ansonsten einfach deine Fragen hier stellen: du wirst mit Sicherheit immer Hilfe finden.

Gutes Gelingen

Daniela

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Du musst dem Aquarium etwas Zeit geben, damit sich ein biologisches Gleichgewicht einstellen kann. Wenn du Regenwasser nimmst, geht das etwas schneller (8-10Tage), falls du die Möglichkeit hast, da ranzukommen. Es gibt auch Testsets, mit denen kannst du messen, ob die Werte vom Wasser schon okay sind. Pflanzen sind wichtig, damit das Aquarium gut einfährt. Ist das Aquarium nicht richtig eingefahren, können die Fische sterben, du hast also nix davon, wenn du sie zu früh reinsetzt.

Wenn du Regenwasser nimmst,

Bitte blos nicht.

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dankesehr. <3

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2 Wochen sind eigentlich nicht nötig, außer du hast vor besonders empfindliche Arten rein zu setzen. In der Regel reichen auch 5-6 Tage.

Auf jeden Fall solltest du aber 24 Stunden warten, weil das Leitungswasser eventuell Spuren von Chlor enthält. Das haben noch immer nicht alle Wasserwerke vernünftig im Griff.

Wenn du Kupferrohre hast solltest du Wasseraufbereiter benutzen. Gute Ergebnisse hat man hier zB. mit Easy Life erzielt.

Die Wassertemperatur sollte aber schon mal die sein welche du am Ende hast, nicht die Fische ins A****kalte Wasser setzen, auch nicht langsam.

Wovon ich abraten würde sind die tollen Filterbakterien die man zu kaufen kriegt, da hast du mit Pech erst mal einige Zeit lang trübes Wasser durch die Bakterienblüte.

oh, da hast du mich aber aufgeklärt! danke

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die Entwicklung der nützlichen wichtigen Bakterien, die für die Nitrifikation im AQ zwingend notwendig sind, braucht entschieden länger als 5 - 6 Tage. In dieser Zeit haben sich noch nicht mal organische Verschmutzungen gebildet, auf grund derer sich die Bakterien erst bilden können.

Bitte - wenn es um Lebewesen geht - nicht einfach irgendwelche falschen Informationen schreiben!!Der Fragesteller kann meist nicht zwischen "richtig" und "falsch" unterscheiden - sonst würde er ja gar nicht fragen - und die Tiere müssen es sprichwörtlich "ausbaden" und sterben dann schnell

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@dsupper

Bitte - wenn es um Lebewesen geht - nicht einfach irgendwelche falschen Informationen schreiben!!

Da ist nichts Falsch daran. 20 Jahre Aquaristik stimmen mir da zu. Solange man keine besonders empfindliche Arten oder große Mengen Fische hat, braucht es keine 2 Wochen. Warum sich dieser Mythos aber Teilweise noch hält ist mir Fremd.

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@Havege

Es handelt sich aber nicht um einen Mythos, sondern um eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache, von der man vor 20 Jahren in der Aquaristik noch keine Ahnung hatte. Auch ich betreibe diese seit über 35 Jahren - allerdings muss man auch bereit sein, dazuzulernen.

Für ALLE Fische sind Ammoniak und Nitrit hoch giftig - nicht nur für empfindliche Arten. Und zwar schon in recht niedrigen Konzentrationen. Und ohne die nitrifizierenden Bakterien entstehen diese Giftstoffe nunmal in jeden neuen AQ - also muss diese Wartezeit einfach sein.

Warum diese Tatsache als "Mythos" abgetan wird, bleibt mir unerklärlich. Warum gibt es denn hier im GF (und auch in allen anderen Foren) immer und immer und immer wieder den Hilferuf: Hilfe meine neuen Fische sterben?

Weil der Fachhandel nur noch kranke Fische verkauft? Mit Sicherheit nicht!

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@dsupper

20 jahre Aquaristik und 0 Ahnung lol....

Was für ein Mythos ??????????????????????????????????? Das kann JEDER messtechnisch nachweisen mit ein paar Euro....

Was sind bitte empfindliche Arten ? Wenn ich dir 20% Blausäure in deine "ach so tolle" luft mische überleben dann auch nur die "weniger empfindlichen" Arten ???? MENSCH IST MENSCH , genauso wie FISCH FISCH ist in dieser Beziehung...

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Die "Spuren von Chlor" verflüchtigen sich schon wenn man das Wasser mit scharfen Strahl in den Eimer lässt.

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Ein Aquarium muss eingefahren werden. Das tuts in der Ruhezeit am Anfang.

Wenn du jetzt schon Tiere reinsetzt, musst du schon großes Glück haben, daß eins überlebt.

2 Wochen! Das ist definitiv zu viel! Lass es 1-2 Stunden liegen, damit die hochgewirbelten Partikel beim Befüllen ich wieder legen. Dann passt es.

1-2 Stunden ist viel zuwenig bei einem völlig neuem Aquarium!

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So ein Blödsinn. Es geht hier um ein frisch eingerichtetes Aquarium! Was sollen denn da für Partikel hochwirbeln? Frischwasserpartikel?

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@klaranaklar

Ja ein ganz neues Aquarium aber den Kies wasche ich auch gründlich! Bis das Wasser ganz rein ist hab ich gehört.

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@klaranaklar

Wir haben damals auch alles gewaschen etc pp. Beim Befüllen des Beckens is dennoch leichte Trübe entstanden. Man kricht den Kies nich 100% rein. Sobald Kiesel sich aufeinander reiben, entsteht Staub. Nur in sehr geringen Mengen, aber es reicht damit das Wasser trüb wird.

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@figelinsch

@figelinsch - Da hast du auch völlig Recht - völlig sauber bekommt man den Kies ohnehin nicht - und das ist auch gar nicht weiter schlimm. Meist bestehen diese Trübstoffe noch aus Lehm, der sich um den Kies befindet - der ist sogar sehr positiv für die zukunftigen Pflanzen und sollte daher gar nicht unbedingt entfernt werden!

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DSupper hat eigentlich alles gesagt...

Kann man die Fische nicht gleich einsetzten?

Nein, es müssen sich erst Bakterien und Algen im Wasser bilden.

Also ist das Pflicht?!?!

Ja, denn sonst sterben die Fische nach wenigen Stunden oder Tagen.

Algen müssen sich überhaupt nicht bilden!!

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@dsupper

Algen müssen sich überhaupt nicht bilden!!

Sie sind aber ein Zeichen dafür, dass sich ein Gleichgewicht eingestellt hat (abgesehen von einer Algenpest) und die Bakterien im Filter möchten auch was essen...

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@figelinsch

Diese Algen sieht man mit bloßem Auge nich.

Ich habe geschrieben, dass sich Bakterien und Algen bilden müssen. Möchtest du mir nun auch noch erklären, dass man die Bakterien nicht mit bloßem Auge sieht? Was soll das überhaupt für ein Argument sein? Sieht man nicht? Ja und?

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@klaranaklar

"Sie sind aber ein Zeichen dafür, dass sich ein Gleichgewicht eingestellt hat"

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@klaranaklar

Die Bakterien im Filter ernähren sich nicht von Algen - wie kommst du auf diese Idee??

Und Algen sich kein Zeichen dafür, dass sich das Gleichgewicht einstellt - sondern eher das Gegenteil!

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@dsupper

Die Bakterien im Filter ernähren sich nicht von Algen - wie kommst du auf diese Idee??

Sie ernähren sich auch von den abgestorbenen Algen und von deren Stoffwechselprodukten. Man kann natürlich auch darauf warten, dass Aquarienpflanzen und Fischfutter verrotten aber eigentlich sollte das zum Großteil eher direkt dort passieren wo es benötigt wird nämlich im Filter.

Und Algen sich kein Zeichen dafür, dass sich das Gleichgewicht einstellt - sondern eher das Gegenteil!

Kommt ganz auf die Algen an und auf die Menge. "Algenfreiheit" ereicht man nur mit Chemie oder einer Nähstoffunterversorgung und das ist dann sicherlich kein biologisches Gleichgewicht.

Im Idealfall stellt sich im Aquarium ein Gleichgewicht ein. Sobald es zuviel Stickstoff gibt binden auch Algen diesen Stickstoff und Bakterien fressen diese Algen und scheiden dann Sauerstoff aus. Simpel ausgedrückt.

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@klaranaklar

Das stimmt leider alles so nicht.

Die nitrifizierenden Bakterien - Nitrobacter und Nitrosomonas - fressen keine Algen! Sie "ernähren" sich von den organischen Stickstoffverbindungen und wandeln diese unter Zuhilfenahme von Sauerstoff in andere Stoffe um (ganz schlicht ausgedrückt, denn eine wirkliche "Ernährung" ist das nicht) Aber Algen brauchen sie überhaupt nicht und damit können sie auch nichts anfangen. (Wie kämen auch die Algen in den Filter??)

Nein - Algen sind immer ein Zeichen von einem biologischen Ungleichgewicht!! Nicht von einem Gleichgewicht. Algen entstehen dann, wenn es zuviele Nährstoffe (Nitrat, Phosphat) im AQ gibt und zu wenig Pflanzen, die diese Stoffe verwerten. Dann haben Algen leichtes Spiel und können ungehindert wachsen. Deshalb entsteht in einem neuen AQ auch meist eine Algenplage.

Und dabei kommt es nicht auf die Algen an. Eine Algenfreiheit kann man problemlos erreichen - eben, wenn das biologische Gleichgewicht zwischen Nährstoffproduzenten und - verbrauchern stimmt. Holländische Pflanzen-AQ z.B., die wirklich funktionieren, beeinhalten keine Algen (okay, zu 99 % keine Algen). Und da ist keine Chemie am Werke.

Das eben ist ja die "hohe Kunst" der Aquaristik - ein biologisches Gleichgewicht zu schaffen - ohne Chemie. Wo nur so viele Nährstoffe produziert werden, wie sie auch verbraucht werden, wo der Besatz entsprechend gering ist, die Teilwasserwechsel regelmäßig und ausreichend, Pflanzen wachsen und gedeihen etc. pp.

Selbstverständlich wird es niemals möglich sein, eine völlig Algenfreiheit zu erreichen, da auch Algen ihre Daseinsberechtigung haben und für viele Fische auch eine wichtige Futterquelle darstellen. Aber eben nur in dem geringen Maße, dass sie nicht auffallen.

Bakterien verbrauchen übrigens Sauerstoff und produzieren diesen nicht! Das ist z.B. bei einer Bakterienblüte die größte Gefahr, dass dadurch eben ein Sauerstoffmangel entsteht. Und Bakterien sterben ziemlich schnell ab, sobald kein Sauerstoff mehr vorhanden ist, das ist z.B. die große Gefahr, wenn der Filter - selbst für eine kurze Zeit - nicht läuft.

Beschäftige dich noch mal ein wenig mit dem Thema.

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@dsupper

Die nitrifizierenden Bakterien - Nitrobacter und Nitrosomonas - fressen keine Algen! Sie "ernähren" sich von den organischen Stickstoffverbindungen und wandeln diese unter Zuhilfenahme von Sauerstoff in andere Stoffe um (ganz schlicht ausgedrückt, denn eine wirkliche "Ernährung" ist das nicht)

  1. Ich habe keine Bakterien benannt
  2. Abgestorbene Algen speichern Stickstoff und wie du selbst sagts werden Stickstoffverbindungen von Bakterien verstoffwechselt

Aber Algen brauchen sie überhaupt nicht und damit können sie auch nichts anfangen. (Wie kämen auch die Algen in den Filter??)

So wie deine Pflanzenreste und Futterreste dort hinkommen.

Algen entstehen dann, wenn es zuviele Nährstoffe (Nitrat, Phosphat) im AQ gibt und zu wenig Pflanzen, die diese Stoffe verwerten.

Hast du jetzt nur aus Zufall bei der Aufzählung der Nährstoffe ausgerechnet Stickstoff vergessen?

Dann haben Algen leichtes Spiel und können ungehindert wachsen. Deshalb entsteht in einem neuen AQ auch meist eine Algenplage.

Dann sind zuwenige Pflanzen im Aquarium und daher bleibt den Algen mehr Stickstoff. Allerdings vergisst du, dass Pflanzen nachts einen anderen Stoffwechsel haben der bei zu starken Pflanzenwuchs bei den Fischen zum ersticken führt. Genau aus diesem Grund sollten auch Algen im Aquarium sein.

Eine Algenfreiheit kann man problemlos erreichen - eben, wenn das biologische Gleichgewicht zwischen Nährstoffproduzenten und - verbrauchern stimmt.

Mit mehr Nährstoffproduzenten und - verbrauchern erreicht man ein genaueres biologisches Gleichgewicht. So kann ein Aqarium auch nicht so schnell kippen wenn es ein Problem mit einem Nährstoffproduzenten und - verbrauchern gibt.

Holländische Pflanzen-AQ z.B., die wirklich funktionieren, beeinhalten keine Algen (okay, zu 99 % keine Algen). Und da ist keine Chemie am Werke.

Dort muss man darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu stark wuchern und die Fische nachts ersticken. Als ein Gleichgewicht würde ich das nicht bezeichnen denn dort wuchert nichts.

Wo nur so viele Nährstoffe produziert werden, wie sie auch verbraucht werden, wo der Besatz entsprechend gering ist, die Teilwasserwechsel regelmäßig und ausreichend, Pflanzen wachsen und gedeihen etc. pp.

Sehr häufige Wasserwechsel sprechen meiner Meinung nach nicht für ein biologisches Gleichgewicht.

Selbstverständlich wird es niemals möglich sein, eine völlig Algenfreiheit zu erreichen, da auch Algen ihre Daseinsberechtigung haben und für viele Fische auch eine wichtige Futterquelle darstellen. Aber eben nur in dem geringen Maße, dass sie nicht auffallen.

Ich habe auch nicht davon gesprochen, dass man für einen Algenfilm sorgen muss.

Bakterien verbrauchen übrigens Sauerstoff und produzieren diesen nicht!

Nö.

Die Cyanobakterien (von griech. κυανός kyanós, „blau“; früher Blaualgen, Cyanophyceae genannt) bilden eine Abteilung der Domäne Bacteria. Sie zeichnen sich vor allen anderen Bakterien durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Früher wurden sie zu den Phycophyta (Algen) gerechnet und als Klasse Cyanophyceae (Blaualgen) geführt.

Bakterien verbrauchen übrigens Sauerstoff und produzieren diesen nicht! Das ist z.B. bei einer Bakterienblüte die größte Gefahr, dass dadurch eben ein Sauerstoffmangel entsteht. Und Bakterien sterben ziemlich schnell ab, sobald kein Sauerstoff mehr vorhanden ist, das ist z.B. die große Gefahr, wenn der Filter - selbst für eine kurze Zeit - nicht läuft.

Wo soll denn der Sauerstoff herkommen, wenn die Aquarienpflanzen nachts ihren Stoffwechseln umstellen und keinen Sauerstoff liefern? In deinem algenfreien Aquarium müssten dann doch nachts alle Bakterien im Filter absterben, oder nicht? Komisches Gleichgewicht. Hält ja gerade mal 12 Stunden.

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@klaranaklar

Du kommst jetzt "vom Höcksen aufs Stöcksken".

Ich habe keine Bakterien benannt>

Die Fragestellung bezog sich darauf, warum ein AQ eine Einlaufphase braucht:

  • Und warum braucht es die? Weil sich die nitrifizierenden Bakterien bilden müssen. Also geht es hier die ganze Zeit genau um eben diese Bakterien - Nitrobacter und Nitrosomonas. Und um nichts anderes. Also bitte beim Thema bleiben.

  • Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Futterrest in den Filter gelangen, sondern organische Verbindungen - sprich Eiweißverbindungen. Das ist aber etwas völlig anderes als Algen!

Allerdings vergisst du, dass Pflanzen nachts einen anderen Stoffwechsel haben der bei zu starken Pflanzenwuchs bei den Fischen zum ersticken führt. >

  • Du vergisst völlig, dass der Sauerstoff im Wasser ja nicht nur durch die Pflanzen ins Wasser kommt. Sauerstoff kommt gleichfalls über die leichte Oberflächenbewegung ins Wasser - und zwar in ausreichender Menge und daher sterben die Bakterien auch nachts nicht ab.

Sehr häufige Wasserwechsel sprechen meiner Meinung nach nicht für ein biologisches Gleichgewicht >

  • Und natürlich braucht man regelmäßige und ausreichende Teilwasserwechsel um ein Gleichgewicht zu schaffen. Bei mir z.B. regnet es nämlich weder im Wohnzimmer noch im Aquarium. Wie bitte willst du ansonsten den in der Natur entstehenden "Wasserkreislauf" von Verdunstung und Regen nachahmen? Oder den in Flüssen entstehenden Zu- und Ablauf von Wasser? Das musst du mir mal erklären!

  • Und warum sollten Fische in Holländischen Pflanzen-AQ ersticken? Wie gesagt, Sauerstoff kommt über die Wasseroberfläche ins Wasser, das durch die Pflanzen nachts entstehende Co2 entweicht auf gleiche Art und Weise - das nennt sich aquaristisch auch "Gasaustausch" - schon mal gehört?

  • Cyanobakterien sind eine von vielen vielen Bakterienarten, die in einem AQ wohnen - aber wie gesagt: entsprechend der Fragestellung ging es hier nur um die Bakterien, wegen denen eine Einlaufphase überhaupt notwendig ist.

Hast du jetzt nur aus Zufall bei der Aufzählung der Nährstoffe ausgerechnet Stickstoff vergessen?>

  • Und wieso habe ich bei der Aufzählung der Nährstoffe den "Stickstoff" vergessen? Mir scheint, so ganz klar ist dir die ganze Sache nicht. Stickstoff ist kein Nährstoff. Es gibt nur einen Stickstoffkreislauf im Aquarium, der eben aus besagter Nitrifikation besteht: also Ammonium wird durch die Bakterien zu Nitrit und aus diesem wiederum wird Nitrat. Einen "separaten" Nährstoff der sich Stickstoff nennt, den gibt es gar nicht!
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@dsupper

Und natürlich braucht man regelmäßige und ausreichende Teilwasserwechsel um ein Gleichgewicht zu schaffen. Bei mir z.B. regnet es nämlich weder im Wohnzimmer noch im Aquarium. Wie bitte willst du ansonsten den in der Natur entstehenden "Wasserkreislauf" von Verdunstung und Regen nachahmen? Oder den in Flüssen entstehenden Zu- und Ablauf von Wasser? Das musst du mir mal erklären!

Das diese Aussage ganz großer Quatsch ist sagt allein schon der Ausdruck Teilwasserwechsel. Oder möchtest du nun behaupten, dass man bei einem Teilwasserwechsel jediglich "verdunstetes Wasser mit echtem Wasser auswechselt"?

Und wieso habe ich bei der Aufzählung der Nährstoffe den "Stickstoff" vergessen? Mir scheint, so ganz klar ist dir die ganze Sache nicht. Stickstoff ist kein Nährstoff.

Stickstoff ist ein substituierbarer Nährstoff den alle Lebenwesen benötigen.

Es gibt nur einen Stickstoffkreislauf im Aquarium, der eben aus besagter Nitrifikation besteht: also Ammonium wird durch die Bakterien zu Nitrit und aus diesem wiederum wird Nitrat.

Stickstoffkreislauf im Aquarium:

  • Stickstofffixierung (reiner Stickstoff wird aufgenommen)
  • Nitrifikation
  • Stickstoffassimilation
  • Ammonifikation
  • Nitratreduktion zu Nitrit
  • Denitrifikation (reiner Stickstoff wird abgegeben)

Da fehlt was in deinem Stickstoffkreislauf.

Einen "separaten" Nährstoff der sich Stickstoff nennt, den gibt es gar nicht!

Doch: http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A4hrstoff_%28Pflanze%29

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@klaranaklar

Oder möchtest du nun behaupten, dass man bei einem Teilwasserwechsel jediglich "verdunstetes Wasser mit echtem Wasser auswechselt"?>

Ich behaupte nicht nur, sondern es ist ein Fakt, dass in einem ordnungsgemäß laufenden AQ ca. alle 14 Tage ca. 30 % des Wassers ausgetauscht werden sollte.

Bei der ganzen Fragestellung geht es genau hier um dieses Problem:

** Was passiert beim Stickstoffkreislauf im Aquarium?** 1. Ammoniak (NH3) ist das erste Glied in der Nitrifikationskette. Es wird von den Fischen über die Kiemen ausgeschieden und reagiert im Wasser sofort zu Ammonium (NH4+). Ammonium ist für die Fische ungiftig und ein wichtiger Pflanzennährstoff. Bei hohen Temperaturen und einem pH-Wert über 7 zerfällt es allerdings wieder in freies Ammoniak. Damit entsteht für die Fische eine bedrohliche Situation, denn bereits 0,1 mg/l Ammoniak können tödlich sein.

Im ersten Schritt des Stickstoffkreislaufs werden nun Ammoniak oder Ammonium von Nitrosomonas-Bakterien unter Sauerstoffverbrauch zu Nitrit (NO2-) umgewandelt.

  1. Nitrit (NO2-) ist das zweite Glied in der Nitrifikationskette. Es ist weniger giftig als Ammoniak, jedoch können Konzentrationen von 1 mg/l die Fische töten. Schnappen die Fische mit schwerer Atmung nach Luft und sind lustlos, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Nitritvergiftung vor.

Gemessen wird der NO2-Wert normalerweise mit Tropfentests, die durch ein Vergleichen der Indikatorfarbe mit einer Farbtabelle den quantitativen Wert anzeigen. Abhilfe bei einem hohen Nitrit-Wert schafft ein sofortiger Teilwasserwechsel und die Verwendung eines Bakterienproduktes.

  1. Das dritte Glied in der Nitrifikationskette ist das Nitrat. Nitrobacter-Bakterien arbeiten hierbei Nitrit in Nitrat (NO3-) um. Nitrat ist das Endprodukt der Nitrifizierung und wird nicht weiter abgebaut, es ist das Endstadium der Oxidation des Stickstoffs. Es wird von Pflanzen als 'Nahrung' aufgenommen oder verlässt das Aquarium über den regelmäßigen Teilwasserwechsel. Der Nitratwert sollte nicht über 25 mg/l steigen. Bei höhren Werten sinkt das allgemeine Wohlbefinden, die Immunabwehr der Fische wird schwächer und Algenwachstum wird begünstigt.

aus: www.aquariumguide.de entnommen

weich doch nicht pausenlos von Thema ab und kopiere oder schreibe Dinge, die dir selbst nicht wirklich klar sind!

Denn wenn du auch verstehen würdest, was du da so munter kopierst, dann würdest du auch solche Aussagen - um die es hier bei der Nitrifizierung geht - nicht einfach außer Acht lassen und überlesen

Nährstoffe sind für Pflanzen diejenigen anorganischen und organischen Verbindungen, welchen sie die Elemente entnehmen können, aus denen ihr Körper aufgebaut ist. Als Nährstoffe werden oft auch diese Elemente selbst bezeichnet.

"Je nach dem Standort der Pflanze (terrestrisch oder aquatisch) werden die Nährstoffe aus der Luft, dem Wasser und dem Boden entnommen. Dabei handelt es sich meistens um einfache anorganische Verbindungen wie Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) sowie Ionen wie Nitrat (NO3-), Phosphat (PO43-) und Kalium (K+)."

(entnommen aus deinem angegebenen Link)

und wenn du verstehen würdest, was du da so kopierst, dann hättest du dich nicht derart auf den Begriff "substituierbare Nährstoffe" gestürzt, denn das bedeutet erstens nichts anderes, als "alternativ austauschbar" und zweitens handelt es sich dabei eben nur um die Bindungsform eines der oben genannten Nährstoffelemente.

"Diskussionen" zu führen, bei denen ohne tatsächliches Hintergrundwissen nur irgendwelche Dinge ohne Zusammenhang aus dem Internet kopiert werden, halte ich für absolute Zeitverschwendung und auch wenig hilfreich für den Fragesteller. Daher werde ich mich aus dieser sinnfreien Aktion hier einmal rausziehen.

Gutes Gelingen noch

Daniela

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Ja ich hatte auch ein shclechtes Gefühl dabei .. Reichen 1-2 Tage aus?

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