Muss die Zeitarbeitsfirma Fahrkosten erstatten?

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4 Antworten

Nachtrag:
In §8.3 steht: "Sofern für den einfachen Weg außerhalb der Arbeitszeit von der Niederlassung [...] zum Einsatzort beim Kundenbetrieb mehr als 1,5 Stunden [...] aufgewendet werden müssen, erhält der Mitarbeiter die über 1,5 Stunden hinausgehende Wegezeit je Hin- und Rückweg mit den tariflichen Entgelten nach §§2bis 4 des Entgelttarifvertrages bezahlt [...]"

Da du Lohnsteuer zahlst, kannst du die Fahrtkosten als Werbungskosten absetzen.

Du bist bei der Verleihfirma angestellt und unterliegst nicht demselben Tarifvertrag wie die Leute, die in der Entleihfirma angestellt sind. Daher (ich kenne den Tarifvertrag nicht) muß es nicht sein, daß die das zahlen müssen.

Was ist mit §4.1, den ich zitiert habe? Kann man den nicht übertragen auf Fahrkosten? Es geht ja um das selbe Prinzip: Wenn den anderen Kollegen die Pausen vergütet werden, habe ich als Zeitarbeiter auch einen Anspruch darauf. Die Fahrzeit wäre sogesehen dann ja auch eine "Pause", schließlich sind wir vom Kundenbetrieb aus alle zusammen losgefahren.

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@Caro9

Die sind bei einer anderen Firma und einem anderen Tarifvertrag, sogar einem anderen Gewerbe - auch wenn sie dasselbe tun wie du. Was für die gilt, muß für dich überhaupt nicht gelten. Fängt ja schon beim Lohn an.

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Wenn es sich dabei um eine relativ korrekte ZAF handelt, dann zahlen sie dir die Fahrtkosten oder einen Zuschuß dafür. Müssen tun sie aber nicht, da muss der Arbeitnehmer schon sehen wie er zu seiner Arbeitsstelle kommt.

Zu der Kundenfirma bin ich auf kurzem Weg gekommen.
Aber von dort aus ging es los auf Montage, mit wie gesagt 3 Stunden Fahrt.

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@Caro9

Die meissten ZAF haben unterschiedliche Vertragsklauseln, schau doch mal bei deinem nach, was da under diesem Punkt steht. Bei einer Anreise von 3 Stunden müssten sie dir eigentlich einen Ausgleich zahlen, sonst Arbeitest du da ja quasie umsonst.

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@pechvogel2000

Habe noch mal nachgeguckt: In meinem Arbeitsvertrag wird auf §8 MTV BAP hingewiesen. Also ich denke, alles, was über 1,5 Std. liegt, sollte ich mit Sicherheit einklagen können.

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@pechvogel2000

Nachtrag bzgl. "umsonst arbeiten":
Ja, genau so ist es. Zumal ich theoretisch sogar angestellt worden bin, um das Auto selber zu fahren...

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@Caro9

Klagen ist übrigens nie ein guter Weg. Weise einfach nochmals auf diesen Artikel in deinem Arbeitsvertrag hin. Mit Klagen giltst du als Störenfried, als "Streithansel" und deine Entlassung mit einem entsprechenden Zeugnis ist auf dem Weg.

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@magni64

In der Tat. Aber was hat man von einem Recht, wenn man es nicht durchsetzen kann?

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Hallo, Wachwerden! Das Leben ist nicht immer gerecht. Arbeitest bei einem "Subunternehmer" und hast gar nicht zu schauen was die festangestellten Kollegen bekommen. Ganz allein maßgebend ist Das, was in deinem Arbeitsvertrag steht,den eigenhändig unterschrieben hast!

In dem Manteltarifvertrag, der doch zum meinem Arbeitsvertrag gehört (oder nicht?), stehen aber eben §4.1 und §8.3.

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@Caro9

Fahrten zum und vom Arbeitsplatz sind keine Ruhepausen. Nirgends.

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@magni64

An Tag 1 bin ich jedoch zum Betrieb gefahren, dort haben wir 30 Minuten gearbeitet = Sachen eingeladen, dann sind wir 3 Stunden gefahren, haben wieder gearbeitet.

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