Muss die Wohnungseigentümergemeinschaft von aussen dämmen (Kniestock), wenn bei einer Eigentümerin Schwitzwasser u. Schimmel entstanden ist?

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3 Antworten

Dämmung hilft nicht immer gegen Schimmel. Besser ist es, innen die Wärme besser zu verteilen, um kalte innere Oberflächen, vor denen sich die hohe Luftfeuchte sammelt, zu vermeiden.

Das geht ganz gut mit der Heizleiste unten vor der Wand.

Ist die Wandoberfläche innen warm, sammelt sich dort keine erhöhte Raumluftfeuchte mehr und die Wand trocknet aus und schimmelt nicht mehr.

Normalerweise nicht. Es besteht (zum Glück) keine Pflicht zur Dämmung von Gebäuden, wenn diese älter sind. Ältere Gebäude hatten 100 Jahre und mehr keinen Schimmel, warum jetzt? In der Regel sind das Heiz- und Lüftungsprobleme.

Gedämmt werden muss immer nur, so wie es Vorschrift war zur Zeit, als das Gebäude NEU gebaut wurde, ansonsten besteht keine Verpflichtung, es sei denn, das Gebäude wird aussen verändert (Anbau, Umbau, Aufstockung). In dem Fall muss auch die Energieeinsparungsverordnung der jeweiligen Zeit eingehalten werden.

Wenn jetzt plötzlich Kondenswasser und Schimmel aufgetreten ist, hat das garantiert andere Ursachen, wobei man mit einer vernünftigen Dämmmaßnahme nie etwas falsch macht.

Wäre und ist ein Tagesordnungspunkt bei der Versammlung und muss mehrheitlich entschieden werden!

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