Muß die Mietererhöhung in schriftlicher Form durch den Vermieter erfolgen

11 Antworten

Er muss nicht, wenn er sofort auf Einverständnis trifft.

Ansonsten muss er ein Mieterhöhungsverlangen schreiben, in dem genau steht, worauf sich das Begehren stützt. Nämlich Verweis auf örtlichen Mietspiegel oder auf Vergleichsmieten in der näheren Umgebung.

Nach Eingang hat der Mieter bis zum Ende des übernächsten Monats ab Zugang Zeit, sich zu überlegen, ob er dem Verlangen zustimmen will oder nicht. Erfolg die Zustimmung, wird also die Erhöhung ab dem dritten Monat nach Zugang wirksam.

Weiterzahlung der bisherigen Miete ohne vorherige Antwort darf der Vermieter als Ablehnung verstehen und Zahlung der neuen Miete als Zustimmung. Es ist also nicht erforderlich, dass man dem Vermieter antwortet.

Erfolgt keine Zustimmung, also Weiterzahlung der bisherigen Miete, muss der Vermieter notfalls die Erhöhung einklagen und wird dabei gute Chancen haben, wenn das Verlangen von Anfang an ordentlich begründet war. Man sollte sich als Mieter also gut überlegen, ob man einem Erhöhungsverlangen die Zustimmung verweigert.

Muß der neue Vermieter Mieterhöhungen in Schriftform dem Mieter mitteilen

In Textform.

wann ist diese Erhöhnung wirksam

§ 558b BGB

Zustimmung zur Mieterhöhung

(1) Soweit der Mieter der Mieterhöhung zustimmt, schuldet er die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Kalendermonats nach dem Zugang des Erhöhungsverlangens.

(2) Soweit der Mieter der Mieterhöhung nicht bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach dem Zugang des Verlangens zustimmt, kann der Vermieter auf Erteilung der Zustimmung klagen. Die Klage muss innerhalb von drei weiteren Monaten erhoben werden.

(3) Ist der Klage ein Erhöhungsverlangen vorausgegangen, das den Anforderungen des § 558a nicht entspricht, so kann es der Vermieter im Rechtsstreit nachholen oder die Mängel des Erhöhungsverlangens beheben. Dem Mieter steht auch in diesem Fall die Zustimmungsfrist nach Absatz 2 Satz 1 zu.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

MfG

Johnny

Der Vermieter muss ein Mieterhöhungsverlangen schriftlich unter Angabe von Gründen an den Mieter stellen.

Mieterhöhung

  • wenn die Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, nachgewiesen durch Mietpreisspiegel, Mietdatenbank, Sachverständigengutachten, Vergleichsmieten von 3 vergleichbaren Wohnung.

  • Der Vermieter hat die Wohnung modernisiert hat.

Der Mieter hat ca. 2-3 Monate Zeit, um das Mieterhöhungsverlangen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu prüfen, erst dann ist die Mieterhöhung wirksam. Wenn der Mieter dem Mieterhöhungsverlangen nicht zustimmt, kann der Vermieter vor Gericht auf Zustimmung klagen.

Mieterhöhung nach Modernisierung können 11 % der Modernisierungsmaßnahmen pro Jahr auf den Mieter umgelegt werden. Der Mieter muss mit Beginn des 3. Monats nach Zustellung die erhöhte Miete zahlen.

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