muss die arge das wissen

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7 Antworten

Ja, das sollte die ARGE wissen, Du solltest es anmelden, denn wenn sie es herausbekommen, wirst Du womöglich 3 Monate lang gesperrt, und dann kannst Du sogar Deine Wohnung verlieren und musst Dich komplett von der Tafel ernähren. Und: Du wärst dann vorbestraft, was sich wiederum um Deine Chancen auf vernünftige Jobs auswirken würde!

Es gibt aber noch einen Grund, warum Du es unbedingt angeben solltest: Das Jobcenter kann womöglich einmal einen ganz blöden, nichtsnutzenden Job für Dich haben, und sie haben ihre Mittel, die Leute zu diesen Jobs zu zwingen. Stell dir vor, Du hättest dann zu dieser Zeit bereits seit einem Jahr Deinen heimlichen Job - und könntest den nun von heute auf morgen in die Tonne kloppen, weil die ARGE nichts weiß und auch nichts wissen darf - und verlangt, dass Du ab Montag im Getränkemarkt antrittst!

Dann machst Du irgendwelchen Blödsinn für 1.50 € / Std., anstatt den viel lohnenwerteren Job behalten zu dürfen, der Dir womöglich auch Spaß macht, und der Zukunft haben könnte!

Da Du dort mal so, mal so verdienen kannst und das von Monat zu Monat variiert, wird man mit Dir so verfahren wie mit den Selbständigen, die ein Kleingewerbe oder Ähnliches haben - die wissen ja auch nicht, was sie im nächsten Monat einnehmen werden und müssen trotzdem irgendwie mit der ARGE abrechnen und ihr Einkommen darlegen - und das ist auch möglich.

Vielleicht musst Du jedes Quartal oder auch alle 6 Monate eine Aufrechnung mit Nachweisen vorlegen, das heißt, Du zeigst dann Deine Kontoauszüge vor und gibt eine schlichte Rechnung ab (dazu gibt es Vordrucke), die zeigt, wie viel Du in diesem Zeitraum eingenommen hast.

Die ersten 100 €, die Du in jedem Monat einnimmst, darfst Du immer anrechnungsfrei behalten, ausserdem von weiteren Beträgen 20 %. Wenn Du also z.b. in einem Monat 350 € verdienen konntest, dann sind 100 davon sofort Dein Geld. Rest: 250 €.

20% von 250 € sind 50 €, diese 50 € gehören ebenfalls Dir - also zusätzlich zur Hilfe zum Lebensunterhalt. Der Rest, also 200 €, wird von der ARGE angerechnet. Du musst diese 200 dann aber nicht an die ARGE übeweisen, sondern behältst es, verbrauchst es zum Leben, und die ARGE überweist Dir beim nächsten Mal dann eben 200 € weniger.

Alles, was übrig bleibt (also was die ARGE anrechnen wird) musst Du also gut aufschreiben und womöglich auch beiseite packen, um den Überblick zu bewahren, damit Du es wirklich zum Leben und nicht vorzeitig für "nette Extras" verbrauchst - weil die ARGE Dir dann diese Summe entsprechend auf Deine Hilfe zum Lebensunterhalt anrechnet und Du also bei der nächsten Überweisung vom Amt einen um diese Summe geminderten Betrag erhältst.

Sieh es mal so: Du musst etwas von Deinem erarbeiteten Geld an die ARGE weggeben - aber eigentlich ist es gar nicht so, denn sie geben Dir ja auch Geld zum Leben! Wenn Du also weniger von der ARGE beziehst, weil Du in der Lage bist, Dir mal mehr, mal weniger SELBST zu verdienen, dann ist das etwas Tolles, was Dich stolz und zufrieden machen sollte! Und wer weiß: Vielleicht wird aus dem ab-und-zu-Job später ja noch etwas richtig Gutes, das von Dauer ist! Oder Du findest einen zweiten, der zeitlich zum ersten passt und hast dann womöglich bereits Deine Freiheit vom Amt erreicht!

Einen Job, den Du magst und der sich finanziell scheinbar lohnt, solltest Du auf jeden Fall angeben, denn die ARGE geht in ihrer Unwissenheit von Deiner Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt aus und wird also versuchen, Dir irgend einen Blödsinn zu vermitteln, den Du dann annehmen musst, wenn Du bezüglich des angebotenen Jobs keine Sittenwidrigkeit nachweisen kannst.

Also: Jobs meldet man an, damit man sie behalten kann. Ein angemeldeter Job ist schon fast eine Garantie dafür, dass die ARGE Dich in Ruhe lässt, denn sie haben selbst weder sinnvolle Fördermaßnahmen noch vernünftige Jobs zu vergeben und sind also froh um jeden, der hier und da zumindest etwas reinbringt.

Gib ihn an, damit Du nicht in Schwierigkeiten kommst und: Weil jedes selbst verdiente Geld Dir ein Stück Deiner Freiheit wiedergibt! Und Freiheit ist das Wichtigste und Wertvollste - die kommt noch vor dem Geld.

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Ja, das muss die ARGE wissen. Erkundige dich dort einmal, was du zusätzlich zum Arbeitslosengeld verdienen darfst. Alles was drüber liegt, wird dir über das Arbeitslosengeld wieder weggenommen.

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Ja müssen sie wissen. Finden sie es zufällig raus, fällt es unter Sozialbetrug. Gibst du es fair an, kannst du die 100 Euro zumindest auf jeden Fall behalten. Und hast den Vorteil, dass sie dir nicht Termine zu deiner Arbeitszeit aufbrummen können.

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Kommentar von Koschka88
11.10.2011, 19:55

ja aber da kann ich 100 euro verdienen mal 200 euro das ist kein festes gehalt

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Kommentar von Koschka88
11.10.2011, 20:03

und wie lange muss ich den arbeiten gehen damit ich eine eigene wohnung bekommme

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Du musst jede leistungsrelevante Änderung der persönlichen Verhältnisse mitteilen.
Dazu gehört jede Arbeitsaufnahme und im Grundsatz jeder Einkommenszufluss. Ob das Einkommen variiert oder nicht ist dabei vollkommen Banane.
Versäumst du die Mitteilung ist das mindestens eine Ordnungswidrigkeit (auch wenn einige Sachbearbeiter ab und an beide Augen zudrücken); entsteht dem Steuerzahler ein Schaden, kann es auch schon mal eine Betrugsverfahren geben ...

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Du mußt das der Arge melden - 100 Euro sind anrechnungsfrei - was drüber ist, dawerden Dir 20% abgezogen.

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Kommentar von letiki05
11.10.2011, 20:35

Andersrum, 20% behalten, 80% werden abgezogen.

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Na klar muss sie das Wissen. Oder Du zahlst zurück und kriegst eine Sperre, wenns rauskommt.

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Ja, Du musst Deine Einnahmen angeben.

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Kommentar von Koschka88
11.10.2011, 19:55

das ist auch kein fest gehalt das variiert sich je nach dem

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