Muss derjenige, der meine Beerdigung organisiert, mit mir verwandt sein?

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9 Antworten

Ja. Du kannst die Totenfürsorgeberechtigung zu Lebzeiten auf eine beliebige Person übertragen. Nicht jedoch die Bestattungspflicht. Letztere ist gesetzlich geregelt. In der Praxis heißt das dann, dass die von dir ausgewählte Person deine Bestattung organisieren darf. Sie ist dazu aber nicht verpflichtet.

Es empfiehlt sich, so eine Vereinbarung schriftlich zu machen. Vor allem, wenn man erwartet, dass man Verwandte hat, denen das nicht gefällt. Das Testament ist ein denkbar schlechter Ort dafür, da die Testamentseröffnung erst nach der Beisetzung ist. Ein guter Ort für die Hinterlegung ist ein Bestattungsvorsorgevertrag.

Wenn du jemandem die Totenfürsorge überträgst, solltest du auch dafür sorgen, dass die notwendigen finanziellen Mittel zurückgelegt sind - zum Beispiel auf einem Sperrkonto. Denn der Totenfürsorgeberechtigte wird dann im Fall der Fälle dem Bestatter gegenüber als Auftraggeber auftreten und die Rechnung bekommen.

Ich finde das Thema gar nicht makaber, sondern verantwortungsbewußt.
Warum nicht ein Freund oder Freundin?
Aber am besten triffst du selbst die Vorbereitungen, einmal beim Beerdigungsinstitut vorbeischauen, wenn es mehrere gibt, jenes wählen, dass du haben willst. Dort kannst du ja alles besprechen und abklären, auch die finanzielle Seite.
Du fragst dann deinen Freund oder Freundin, ob sie das für dich tun würden. Sie informieren, wo sie die Unterlagen für das Begräbnis finden,
das Beerdigungsinstut informieren und den Totenschein übergeben.
Außerdem Sorge dafür tragen, dass du vorher etwas anzahlst und der Freund die anderen Kosten ersetzt bekommt.
Eine Freundin von mir hat als Vorsorge eine Sterbeversicherung abgeschlossen, so dass weder Verwandte oder Freunde Kosten entstehen.

Ja ist möglich kann im Testament sogar bestimmt werden.

Aber es reicht auch eine mündliche Absprache,  aber was schriftliches z.B .eine Beerdigungsverfügung ist besser.

Danke für deine Antwort ^^ Hat mir sehr geholfen, auch wenn es nur so eine Zwischendurchfrage war :)

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Die Behörden werden erst aktiv, wenn klar ist, dass dich niemand bestatten will. Dann werden die Verwandten ausfindig gemacht und wenn die sich stur stellen, gibts die günstigstes Bestattungsmöglichkeit und die wird denen in Rechnung gestellt.

Die Reihenfolge, nach der Verwandte herangezogen werden ist auch klar geregelt. Wenn aber ein nachrangiger Verwandter zum Bestatter geht, wird er nicht weggeschickt.

Du musst dich also nur darum kümmern, dass die entsprechenden Personen informiert werden und dein letzter Wille geregelt ist.

Dem Bestatter ist es schnurz wer die Beerdigung bezahlt.
Falls niemand bezahlt, gibt es eine Armenbestattung auf Staatskosten, 'ne Urne in einem anonymen Loch, das war's.

Bei einer Urnen-Bestattung kamm dem Wunsch des Verstorbenen "begrabt mich mit dem Gesicht nach Süden", nicht nachgekommen werden, aus verständlichen Gründen.

Du kannst schon jetzt alles mit dem Bestatter deines Vertrauens regeln.(Bestattungsunternehmen).

Dann kannst du ganz entspannt den Abgang machen!

Nein, Derjenige, der Deine Beerdigung organisiert, muss nicht mit Dir verwandt sein.

Meines Wissens kann Dich jeder tieferlegen ;-))

nein ,warum auch.

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