Muss der Vermieter eine Mietminderung akzeptiert?

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10 Antworten

Er meint damit vermutlich, dass er die Miete nicht im Sinne von reduzieren mindern wird. Das hat aber mit einer begründeten Mietkürzung Ihreseits nichts zu tun. Der Vermieter verhält sich insoweit völlig korrekt, indem er Sie verucht ein wenig zu verwirren, was auch gelungen scheint. Vielleicht lesen sie noch einmal den genauen Textlaut der beabsichtigten Mietkürzung durch, bevor Sie einen Fehler machen.

Nein, eine Mietminderung muss nicht genehmigt werden. Dann würden ja Vermieter einfach immer der Mietminderung widersprechen. Informiere dich noch einmal ob du wirklich alles richtig gemacht hast (Fristsetzung, schriftliche Aufforderung zur Reparatur, usw.). Wenn ja, dann reduziere einfach die Miete. Wenn der Vermieter dann immer noch keinen Handwerker schickt und der Mangel sehr stört, kannst du selbst einen engagieren. Aber ich würde empfehlen, nur das Notwendigste reparieren zu lassen und den günstigsten Anbieter zu wählen. Die Kosten kannst du dann dem Vermieter in Rechnung stellen.

Wenn der Vermieter nicht Abhilfe gegen das undichte Dach leistet, obwohl sie ihn schriftlich dazu aufgefordert haben, sind sie berechtigt die Miete nach BGB § 536 zu mindern. Wie hoch das im einzelnen ist, dafür gibt es Tabellen im Internet!

Zitat: BGB § 536 Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln (1) Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht. (2) Absatz 1 Satz 1 und 2 gilt auch, wenn eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder später wegfällt. (3) Wird dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache durch das Recht eines Dritten ganz oder zum Teil entzogen, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. (4) Bei einem Mietverhältnis über Wohnraum ist eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung unwirksam.

Zitat Ende!

In diesem Sinne!

das muss er nicht genehmigen, Miete einfach mindern, da ein klarer Mangel vorliegt, der allerdings derzeit noch gering, in der kalten Jahreszeit durch erhöhten Heizbedarf sehr stark zutage tritt. Besser wäre aber, den Vermieter mit Fristsetzung schriftlich nochmals auffordern, den Mangel zu beheben und ihn hinweisen, dass Du sonst den Mangel auf seine Kosten beheben lässt.

Einfach zur Verbraucherzentrale, oder zum Mieterschutz gehen, bei sowas muss er eine Mietminderung eigentlich Akzeptieren, allerdings musst du soetwas normalerweise auch mit einer Frist setzten.

trotz mehrmaliger Bitte mit Fristsetzung? Die Fristsetzung ist notwendig, damit der Vermieter überhaupt erst in Verzug gerät und deswegen dann die Miete gekürzt werden kann.

Genaueste Infos, was alles eingehalten werden muss bei einer Mietminderung und auch Rechtsbeistand gibts beim Mieterbund (für 6 Euro im Monat). Die informieren auch über die mögliche Höhe der Minderung.

Mietminderungen "auf eigene Faust" sind eine sensible Sache. Lass Dich am Besten durch einen Fachanwalt oder aber den Mieterschutzbund beraten, um keine bösen Überraschungen zu erleben oder möglicherweise falsch zu handeln.

nein. du solltest die miete gekürzt lassen und dir gleichzeitig eine beratung durch den mieterschutzbund einholen.

hier ist eine tabelle über mietminderungsmöglichkeiten: http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung.htm

gekürzt werden kann nur, wenn gewisse Pflichten eingehalten werden.

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Warum fragst Du nicht beim Mieterverein nach?

Es ist besser, einen Teil der Miete bis zur Schadensbehebung zu stornieren.

Z.B. den einbehaltenen Betrag , auf einem Sperrkonto bis zum AWiderruf , ruhen lassen

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