Muss der Teppichboden nach Mietbeendigung entfernt werden?

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Einen neuen Mieter kann/darf das Wohnungsunternehmen natürlich selbst bestimmen.
Den Teppich musst du entfernen, da er ja nicht Bestandteil des Mietvertrags war/ist, denn du hast ihn ja von dem Vormieter übernommen, so ist er in dein Eigentum übergegangen.

Wenn die Tapete an den Wänden noch einwandfrei sind, musst du sie nicht entfernen.

Alle Klauseln kann man an dem Grundsatz messen: "Der Mieter soll nicht mehr Schönheitsreparaturen durchführen oder bezahlen, als er selbst verwohnt hat" (LG Kassel WM 82, 245; WM 83, 84; LG Koblenz WM 83, 91). Eine Vertragsklausel, nach der der Mieter bei unerwartetem Auszug schon nach zwei Jahren alle Räume komplett renovieren muss, ist unwirksam (LG Hamburg WM 91, 681). Eine Verpflichtung die laufenden Schönheitsreparaturen regelmäßig innerhalb von zwei bis drei Jahren auszuführen, ist ebenfalls unwirksam (LG Hamburg WM92, 476; LG Berlin GE 92, 1327). Der Mieter muss dann überhaupt nicht renovieren! Denn es ist unzulässig, die Klausel so auszulegen, dass angemessene Fristen gelten (LG Berlin NZM 99, 954; GE 99, 983; WM 96, 758; ...)

Das mit dem Eigentumsübergang ist so nicht ganz zutreffend. So geht - wenn überhaupt - etwas ins Eigentum des Eigentümers (nämlich hier des Wohnungseigentümers über; regelmäßig alle fest verbundenen Enrichtungsgegenstände wie z.B. Fliesen, aber auch Fußbodenbelag). Der Eigentümer und in seinem Namen ggf. auch ein Verwalter übernehmen die Mietwohnung bei Mieterwechsel vom ziehenden Mieter in dem Zustand, den sie dann auch akzeptieren, eben rückübernommen haben. Wollen sie hieran Änderungen vornehmen für die Neuvermietung, so steht ihnen dies frei. Das gilt für alle Ausstattungsgegenstände. Der Vermieter haftet dann sogar für eine Instandhaltung der von ihm bei Bezug übergebenen, in sein Eigentum übergegangenen Ausstattung. Das bedeutet, er müßte ggf. den Teppichboden dann erneuern, wenn er irgendwann abgewohnt ist. Eben weil er ihn sehenden Auges als Ausstattungsgegenstand hinterlassen vom Vormieter akzeptiert hatte und mithin bestätigte (konkludent ,wie es im Recht heißt: allem Anschein nach).

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Es geht wohl eher darum, dass die Wohnungsbaugesellschaft selbst den Mieter bestimmen will. Ob Teppich und Tapeten tatsächlich entfernt werden müssen oder ob die WG nur vermeiden will, dass dafür eine Zahlung erfolgt und damit ihr Recht auf Bestimmung des Mieters unterwandert wird, solltest du mit der WG klären.

"Es geht wohl eher darum, dass die Wohnungsbaugesellschaft selbst den Mieter bestimmen will."

Was heißt hier will?

Der Vermieter ist der einzige der bestimmen darf wer in die Wohnung einzieht. Und wenn der Teppich Eigentum des ausziehenden Mieters ist, muß er ihn, wenn der Vermieter das wünscht, bei Auszug mitnehmen.

Ein Mieter hat nicht zu bestimmen was ein Nachmieter von ihm übernehmen muß.

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Da hilft ein Blick in deinen Mietvertrag. Wenn da drin steht, dass die Wohnung besenrein zu übergeben ist, gilt natürlich der ursprüngliche Zustand der Wohnung. Dass du eine Zusatzvereinbarung mit deiner Vormieterin getroffen hast, interessiert den Eigentümer der Wohnung nicht. (Zu Recht !)

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