Muss der Staat bei Gewalt gegen Kinder härter vorgehen?

15 Antworten

Nein, man sollte präventiv handeln und die Unwissenheit/Hilflosigkeit der Eltern bekämpfen.

Außerdem ist Erziehung immer mit Gewalt verbunden, Gewalt ist nicht immer mit dem Zufügen von Schmerz sondern bedeutet auch Macht und diese Macht ist essentiell, damit Kinder Regeln lernen. Kinder brauchen eine starke Hand, die sie anführt und begleitet, damit sie selbstständige Menschen werden.
Die elterliche Gewalt muss also in vielerlei Hinsicht auf den Willen des Kindes einwirken um es zu formen.

Um Machtausübung geht es mir auch gar nicht.

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Nein.

"Härteres" Vorgehen gegen Symptome ist eigentlich eher nutzlos und huldigt der nun eigentlich schon hinreichend widerlegten "Idee", von härteren Strafen ginge irgendeine automatisch positive Präventionswirkung aus.

Mehr würde ich mir langfristig davon versprechen, im Unterricht stärker in den verschiedenen Fächern, die sich dafür anbieten, sich mit häuslicher Gewalt zu beschäftigen und dort Raum zu schaffen für die Aufarbeitung von eigenen Erfahrungen der Schüler...

Warum müssen sich z.B. Schüler mit Großstadtgedichten vom Anfang des 20. jahrhunderts beschäftigen, wenn es im Deutschunterricht um Lyrik geht, statt mit solchen, die eben häusliche Gewalt thematisieren...? Nur mal als Bsp.

Häusliche Gewalt in Gedichtanalysen der Untertufe zu thematisieren, setzt sehr wahrscheinlich viel zu spät an..

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@DieKatzeMitHut

In der Unterstufe beschäftigt man sich nicht mit Gedichtsanalyse...Das war auch lediglich ein kleines Beispiel.

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Eigentlich müsste der Staat immer vorgehen, wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Aber leider ist es oft bei Gewalt psychisch oder Körperlich, dass die Kinder dazu gezwungen werden, es niemanden zu erzählen.
Wenn es die Mütter sind, wird den Kindern sogar sehr oft nicht geglaubt.

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