Muss der ehemalige Arbeitgeber von sich aus ein Arbeitszeugnis austellen?

5 Antworten

Der AG sollte eigentlich den § 109 Gewerbeordnung kennen. Dort steht, dass der AN bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis hat.

Leider wird das bei vielen AG "vergessen" und man muss sie dran erinnern, wenn man ein Zeugnis möchte.

Wie lange hast Du dort gearbeitet? Hast Du ein qualifiziertes Zeugnis verlangt (kannst Du verlangen, wenn Du schon einige Zeit dort gearbeitet hast) oder reicht ein einfaches Zeugnis?

Hast Du schon mal nach dem Zeugnis gefragt? Zeugnisse sind eine "Holschuld". Der AG ist erst zur Zusendung verpflichtet, wenn er das Zeugnis auf Nachfrage nicht fertig hat und es nicht zur Abholung bereit liegt.

Gearbeitet wurde dort 6 Monate, wobei dann 1 Monat Urlaub + Überstunden + Feiertage waren.

Daher denke ich es lohnt an sich kein Zeugnis, aber es geht um das Prinzip.

Ich verlange am Ende alle ausstehende Sachen, Zeungis, Lohnbescheinigungen (Für Steuer das war das wichtigste erst einmal)

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@Neugieriger09

Bei einer sechsmonatigen Tätigkeit steht Dir nicht nur ein einfaches, sonders ein qualifiziertes Zeugnis zu.

Das hättest Du allerdings beantragen müssen. So ist der AG nur zu einem einfachen Zeugnis verpflichtet, das allerdings ist gesetzlich vorgeschrieben.

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@Hexle2

Das ist leider nicht ganz richtig bzw. unklar dargestellt!

Der Arbeitnehmer hat zwar gemäß §§ 109 GewO und 630 BGB einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, wenn er diesen allerdings gegenüber dem Arbeitgeber nicht geltend macht, passiert überhaupt nichts - und das zu Recht!

Also: Nur wenn ein Arbeitnehmer sein Arbeitszeugnis auch einfordert, beginnt die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Erteilung. Im Übrigen muss ein qualifiziertes Arbeitszeugnis über die allgemeine Einforderung hinaus gesondert eingefordert werden.

Eine Ausnahme sind nur Ausbildungsverhältnisse, nach deren Beendigung eine Pflicht zur "automatischen" Erteilung eines Ausbildungszeugnisses besteht.

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@Neugieriger09

Ein anderer (neuer) Arbeitgeber will aber den lückenlosen Nachweis deiner Beschäftigungen sehen.

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Ein ordentlicher Arbeitgeber wird ungefragt ein Arbeitszeugnis ausstellen. Das gehört zu seiner Fürsorgepflicht.

das heißt noch lange nicht, dass sich auch jeder daran hält.

Das gehört nur dann zu seiner Fürsorgepflicht (arbeitsvertraglichen Nebenpflicht), wenn sich die Gegenpartei (der AN) ebenfalls an die Vorschriften hält, nämlich das Arbeitszeugnis ordnungsgemäß beantragt!

Das hat m.E. mit "ordentlichem" und "unordentlichem" Arbeitgeber recht wenig zu tun.

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Er ist auf jeden Fall dazu verpflichtet. Aber von sich aus machen es nicht alle. Ich würde zunächst freundlich daran erinnern, dann später, falls keine Reaktion kommt, drohen, dass du es meldest. Welche Stelle genau dafür zuständig ist, musst du in Erfahrung bringen.

Ein Zeugnis ist niemals nur für kurze Zeit. Das begleitet dich dein komplettes Arbeitsleben lang!

Es geht ja um das Prinzip. Arbeitgeber darf ruhig noch etwas Arbeit haben .

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Er ist nur dann dazu verpflichtet, wenn sich der Arbeitnehmer an die Vorschriften hält und das Arbeitszeugnis ordnungsgemäß beantragt!

Vollkommen richtig ist der Hinweis im zweiten Absatz, weshalb man darauf achten sollte, alle Arbeitszeugnisse lückenlos vorliegen zu haben.

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