Muss der Arzt einem 9 jährigen Kind sagen, dass es bei der op sterben KANN?

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Das war eine ehrliche Antwort, aber dieser Arzt war wohl sehr unsensibel, so etwas sagt man keinem Kind. Selbst so mancher Erwachsener überlegt es sich dann noch dreimal, ob er sich wirklich operieren lassen soll.

Jede Vollnarkose birgt ein Risiko, und das wird er wohl gemeint haben. An der OP selbst stirbt man nicht, dauert nicht mal lange.

Ich habe meine Leistenbruch-OP unter Spinalanästhesie machen lassen, ich war also wach. Soweit ich mich erinnere, hat das grade mal 15 Minuten gedauert. Das wäre eine Alternative, allerdings weiß ich nicht, ob das für eine 9jährige sinnvoll ist.

Man bekommt dann die Betäubung in das Rückenmark, tut auch weh, und lediglich nabelabwärts ist man dann gefühllos.

http://www.netdoktor.de/therapien/narkose/spinalanaesthesie/

Sag Deiner Schwester, dass sie sich nicht aufregen soll. Eine Leistenbruch-OP wird ständig gemacht und die Narkose wird so durchgeführt, dass sie nicht lange anhält.

lg Lilo

Die Ehrlichkeit des Arztes in allen Ehren.

Aber das hätte er auch bestimmt anders formulieren können.

Nun gut - Ärzte werden halt in den seltensten Fälle darin ausgebildet, wie sie mit ihren Patienten - und vor allem Kindern - in solchen Situationen umzugehen haben.

Der Arzt hätte kurz Rücksprache mit den Eltern halten können, statt mit der Feinfühligkeit eines Amboss zu reagieren.

Man stirbt in der Regel nicht bei einer OP wegen einem Leistenbruch. Ich hatte das als 1 Jähriger. 

Aber die Antwort des Arztes ist nur ehrlich. Auch wenn es nicht die Regel ist. Aber bei jeder OP kann es zu Komplikationen kommen. 

Als Pädagoge finde ich es aber richtig, Kindern nichts vorzumachen. Sowohl bei solchen Dingen als auch bei Geschehnissen, die in der Welt passieren. Sterben und auch Gewalt sind Teil dieser Welt. Das kann bzw sollte man sogar, auch Kindern so vermitteln.

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