Muss der Arbeitgeber die Fahrkosten mit eigenen Fahrzeug erstatten?

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11 Antworten

Von Braunschweig Hauptbahnhof bis Wolfsburg Hauptbahnhof sind es laut Routenplaner mit dem Auto über die A39 ca.36km für eine Strecke. Außerdem fehlen die Km, die Dein Enkel während der Zustellung zurücklegt, oder sind die in den 45-47km enthalten? Um das Ausmaß der Zuzahlung kalkulieren zu können, müssen schon exakte Zahlen vorliegen.

Wenn er tatsächlich 6x in der Woche von BS nach WOB fährt und dann noch - vorsichtig geschätzt - 10km während der Zustellung zurücklegt, komme ich auf knapp 2000 km im Monat. Wenn ich dann noch die wahren Kosten eines Autos zugrunde lege, liegen die schon bei einem Standard-PKW (VW Golf Baujahr 2011) ohne Wiederbeschaffungsrücklage bei mindestens 40 Cent/Km.

https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/autokosten/autokosten-rechner/default.aspx

Dass Dein Enkel massiv draufzahlt, steht außer Frage.

Wenn er groß aufmuckt verliert er evtl. die Stelle.

Sorry, aber solche Selbstausbeutungsjobs als Zusteller mit eigenem PKW gibt es ohne Ende.

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Kommentar von Partymeister
02.08.2016, 11:33

In Braunschweig fährt mein Enkel nach Wolfsburg mit geladenen Paketen zur Auslieferung. Das sind ca, 45-47 Km x 6 Tage = ca.28 Tage = ca 1233 Km. Den Arbeitsweg von Wolfsburg nach Braunschweig habe ich nicht berücksichtigt, da mir bekannt ist, das dies nicht bezahlt wird. Wenn ich 1233 Km x 0,30€ Fahrkosten rechne, währe es 369,90 € und mein Enkel der nur 300,00€ bekommt legt zu. der Arbeitgeber will nicht mehr bezahlen und hat dies auch nicht im Vertrag fest gehalten. Typisch Hermes Versand.

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Du musst hier trennen. Die Steuererklärung hat nur wenig mit dem Draufzahlen zu tun.

Maßgeblich für das, was der Arbeitgeber für die Nutzung des privaten PKW zahlt, ist der Arbeitsvertrag. Dort sollte es geregelt sein. Ist es dort nicht geregelt, dann gelten eventuelle mündliche Absprachen.

Arbeitsverträge auf 450 € (geringfügige Beschäftigung) sind pauschal versteuert. Somit müssen Sie in der Steuererklärung nicht angegeben werden. Siehe Infos der Minijobzentrale.

Bei den Kilometern kann es knapp werden. Leider ist dies bei vielen Zustellern so kalkuliert. Hört sich am Anfang nicht so schlimm an, aber dann, wenn man es mal richtig durchrechnet, ist es blöd. 

Wichtig zu wissen ist, was der private PKW pro Km wirklich kostet. Dann kann man es genau berechnen. Das ist halt nicht nur Sprit.

Also mal hinsetzen und ausrechnen (nicht schönrechnen) und dann kann er eine Entscheidung treffen.

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Du musst das genauer berechnen. Ihn stehen 33 Cent pro Kilometer zu. Aber nicht den Hinweg und den Rückweg zur Arbeit. Nur was innerhalb der Dienstzeit an Kilometer zusammenkommt. Wenn das extrem von der Paudchale abweicht( rechne mal genau nach) solltest du das dem Arbeitgeber detailliert vorlegen ( Belege/ Fahrtenbuch) und neu verhandeln

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Kommentar von Partymeister
02.08.2016, 11:37

Der Arbeitgeber hat eine genaue Auflistung erhalten, mehr kann er nicht zahlen als 300,00€

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Kommentar von MuttiSagt
02.08.2016, 15:51

Weicht das denn sehr ab?

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Wenn Er in Braunschweig wohnt gilt die Fahrt Wolfsburg-Braunschweig, als Fahrt zur Arbeit, diese km muss er abziehen. 

Nur die Kilometer die er dann als ausführende Arbeit verbraucht zählen.

diese werden mit 33? cent abgerechnet. gehst du jetzt von sagen wir mal ca 35 km aus mal 25 Arbeitstage mal 33 cent bist du bei 288 € 

Damit ist die Pauschale von 300 € Fahrgeld gerechtfertigt. Dies ist eine Aufwandsentschädigung und zählt nicht zum Lohn, davon sind auch keine Sozialabgaben und ähnliches abzuführen.

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Kommentar von Thather
02.08.2016, 08:45

Er holt Pakete in Wolfsburg ab, die er in Braunschweig ausfährt. Das ist in meinen Augen keine Fahrt Wohnung Arbeitsstätte. Aber genau das ist auch so gewollt, das es nicht genau zu definieren ist. Das ist ein Argument bei den Zustellerfirmen, die es den Zustellern schwierig macht, es genau auszurechnen. 

Aber jeder normale Mensch sollte die Kosten für die Fahrten zur Arbeit mit im Kalkül haben. An dieser Stelle, weil nicht Steuerpflichtig, kann er die Kosten nicht einmal bei der Steuer geltend machen und sie gehen voll zu seinen Lasten.

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Der Arbeitgeber muss den Weg zur Arbeit nicht zahlen. Wenn der Arbeitgeber ihm die 300Euro anbietet, kann er sie entweder annehmen und froh sein dass er etwas bekommt, oder er nimmt sie nicht an und zahlt weiterhin seine Fahrtkosten komplett selbst.

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Wenn dein Enkel sein Auto für die Arbeit nutzt, kann er Kilometergeld geltend machen. Wenn er nur zur Arbeit und wieder nachhause fährt, dann geht das auf seine Rechnung, das braucht der Arbeitgeber nicht zu bezahlen

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er kommt so auf ca 1000 km im Monat,  wenn er Kilometergeld bekommen würde, wären das 30 Cent pro km also auch wieder 300 Euro,  das macht keinen großen Unterschied. Die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gilt als Privatfahrt und muss nicht vergütet werden

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Der Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, die Fahrtkosten zu zahlen.

Aber die Frage ist ja, was als Arbeitsort in seinem Vertrag steht. Wenn das Braunschweig  ist, hat er schlechte Karten.

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Kommentar von Partymeister
02.08.2016, 11:50

Der Arbeitsort ist Braunschweig, doch er muss von Braunschweig nach Wolfsburg den Kunden die Pakete liefern die er zuvor in Braunschweig vom Arbeitgeber erhält.

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Was ist denn im Arbeitsvertrag geregelt?

Wenn er nur drauf zahlt, ist es doch eigentlich besser, wenn er nicht arbeitet!

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Wenn Es ein Firmen Auto ist muss der Chef alles am Tank zahlen.

und wenn er Packetzusteller ist muss der Chef ein Auto bereit stellen, der Mtarbeiter ist nicht pflicht mit seinem PKW die Ware auszuliefern.

Informiere dich mal beim Anwalt oder anderen Mitarbeitern.

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Kommentar von Partymeister
02.08.2016, 11:46

Wenn mein Enkel über 100 Sendungen zu verteilen hat bekommt er einen Firmenwagen. Wenn jedoch in den Verteiler Bereich weniger anfällt muss er auf das Privatauto umsteigen.

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... und seine Autoversicherung hat solche Fahrten wirklich abgesichert?

Das glaube ich nun nicht. Hammerhart, was einige Kunden so machen, oder?

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Kommentar von Partymeister
02.08.2016, 11:42

Die Autoversicherung ist darüber informiert. Mein Enkel hat den Jahresverbrauch in Km bei der Versicherung gemeldet und dementsprechend zahlt er auch. Wollten Sie meinen Enkel einen evtl. Versicherungsbetrug unterstellen?

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