Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Einrechnung Nachtzuschläge

9 Antworten

Das kommt drauf an was im Tarifvertrag steht und ob es bei euch einen Dienstplan gibt. Grundsätzlich gilt das Ausfallprinzip.

Es muss also alles das gezahlt werden was auch gezahlt worden wäre wenn kein Krankenstand eingetreten wäre.

Es kann aber auch sein das im Tarifvertrag etwas anderes geregelt ist und Nachtzuschläge in Ausfallzeiten nicht bezahlt werden müssen.

Gibt es einen Dienstplan ist das du zahlen was laut Dienstplan zugestanden hätte bzw. gearbeitet worden wäre.

Du hast eine korrekte Auskunft bekommen. Bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle muss nur das Grundgehalt gezahlt werden. Die Schichtzuschläge ("ungünstige Zeiten") werden nur dann bezahlt, wenn diese auch wirklich geleistet wurden.

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Deine Antwort auf den konkreten Fragefall ist schlicht und einfach falsch!

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Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den regulären Lohn, also einschliesslich aller Zuschläge zu zahlen, die bei regulärer Arbeit nach dem vorliegenden Dienstplan angefallen wären. Abweichende Regelungen sind vertraglich und tarifvertraglich möglich.

Allerdings ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Weisungsbefugnis berechtigt, die Schichtpläne auch zu ändern. Das heisst, der der Arbeitgeber hat mit einer Vorlaufzeit von 1-2 Wochen durchaus die Möglichkeit, die Nachtzuschläge zu kippen.

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Allerdings ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Weisungsbefugnis berechtigt, die Schichtpläne auch zu ändern.

Erstens darf der Arbeitgeber einmal verbindlich ausgehängte/bekanntgegebene Dienstpläne nur mit Zustimmung der betroffenen Arbeitnehmer ändern (von echten Notfällen abgesehen).

Zweitens darf der Arbeitgeber eine Änderung erst recht nicht (nachträglich) deshalb vornehmen, weil er von der Erkrankung des Arbeitnehmers erfahren hat.

Da hilft ihm auch das Weisungsrecht nach der Gewerbeordnung GewO nichts!!

Das heisst, der der Arbeitgeber hat mit einer Vorlaufzeit von 1-2 Wochen durchaus die Möglichkeit, die Nachtzuschläge zu kippen.

???

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@Familiengerd

Vollkommen richtig. Nur werden eben Schichtpläne in aller Regel nur für eine Woche im Voraus ausgehängt. Ausserdem behält sich der Arbeitgeber in allen Betrieben, die ich kenne, Änderungen vor. 

Das heisst, wenn es noch gar keinen Schichtplan gibt, kann der Arbeitgeber den neuen Schichtplan durchaus den "Gegebenheiten" anpassen. 

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@Interesierter

Nur werden eben Schichtpläne in aller Regel nur für eine Woche im Voraus ausgehängt.

Hier heißt es aber: "ich arbeite nur Nachtschicht"!

Das gilt dann auch, wenn der Arbeitgeber - und sein "Motiv" wäre dann ja nur zu offensichtlich - den Schichtplan wegen der/in der zeit der Erkrankung ändern sollte.

wenn es noch gar keinen Schichtplan gibt, kann der Arbeitgeber den neuen Schichtplan durchaus den "Gegebenheiten" anpassen. 

Selbstverständlich kann er den Schichtplan insofern ändern/anpassen, als für den erkrankten Arbeitnehmer ein anderer eingeteilt werden muss.

Das ändert aber nichts am Anspruch des erkrankten Arbeitnehmers auch auf den üblicherweise gezahlten Nachtzuschlag. 

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@Familiengerd

Und hier bist du im Irrtum. Einen verbindlichen Schichtplan kann der Arbeitgeber nicht mehr ändern. Das ist klar. 

Aber einen neuen, nachfolgenden Plan kann der Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsvertrages und evtl. bestehender Betriebsvereinbarungen festlegen. Dazu ist er berechtigt. 

Wenn im Arbeitsvertrag festgeschrieben ist, dass der Arbeitnehmer nur Nachtschicht arbeitet, dann ist selbstverständlich auch Nachtzuschlag zu zahlen. Sonst aber nicht unbedingt. 

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@Interesierter

Und hier bist du im Irrtum.

Und wo ist hier in meiner Erwiderung ein Irrtum in Bezug auf die Frage?

Wenn im Arbeitsvertrag festgeschrieben ist, dass der Arbeitnehmer nur Nachtschicht arbeitet, dann ist selbstverständlich auch Nachtzuschlag zu zahlen.

Nicht nur, wenn es arbeitsvertraglich so geregelt war!

Ohne arbeitsvertragliche Regelung hat der Arbeitnehmer zwar keinen Rechtsanspruch, quasi "für alle Zeiten" nur Nachschicht arbeiten zu können, weil es diesbezüglich kein "Gewohnheitsrecht" gibt und der Arbeitgeber im Rahmen von Gesetzen, Vereinbarungen, Verträgen dabei sein Weisungsrecht -aber nur "nach billigem Ermessen" (!!!) - ausüben kann.

Das bedeutet aber nicht, dass er bei einem Arbeitnehmer, der immer nur Nachtschicht gearbeitet hat, während seiner Erkrankung plötzlich eine andere Schichteinteilung vornehmen könnte, die zur Folge hätte, dass er dem erkrankten Arbeitnehmer daraufhin keinen Nachtzuschlag mehr zahlen müsste!

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