Muß der Arbeitgeber bei zweiter Erkrankung wieder 6 Wochen zahlen?

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4 Antworten

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Muß nun der Arbeitgeber wieder neu zahlen da andere unabhängige Krankheit oder gibt es weiter Krankengeld?

Für den beschriebenen Fall beginnt wieder ein neuer 6-Wochen-Zeitraumm für die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Ein Arbeitnehmer muss nicht zwingend zwischen 2 Erkrankungen tatsächlich gearbeitet haben, damit die beiden Erkrankungszeiträume nicht als "zusammenhängend" gewertet werden.

Es reicht, wenn ein Arbeitnehmer dazwischen (theoretisch) hätte arbeiten können - in diesem Fall hätte der Arbeitnehmer am Sonntag also Arbeiten können, wenn er einen Sonntagsdienst gehabt hätte.

Wäre die zweite Erkrankung noch während der ersten aufgetreten  oder in unmittelbarem Anschluss an die erste, dann wären beide - verschiedenen - Erkrankungen zu einem gemeinsamen Zeitraum zusammengefasst worden, und der Arbeitnehmer hätte auch für die zweite Erkrankung weiter Krankengeld von der Krankenkasse und keine Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber erhalten

Das würde mich auch einmal interessieren, ob eine "gesunde Phase" von nur einem Tag, die auf einem Sonntag liegt, dazu ausreicht, um zwei Krankheitsphasen voneinander abzutrennen.

Nach meinem Verständnis müsste ein Arbeitnehmer zumindest zwischen den beiden Krankheiten einmal einen Tag arbeiten, damit er nicht als kontinuierlich krank erscheint.

Wie dies rechtlich geregelt ist, weiß ich jedoch nicht.

ob eine "gesunde Phase" von nur einem Tag, die auf einem Sonntag liegt, dazu ausreicht, um zwei Krankheitsphasen voneinander abzutrennen.

Ja.

Es reicht, wenn der Arbeitnehmer zwischen den beiden Erkrankungen (theoretisch) hätte arbeiten, wenn es z.B. eine Sonntagsschicht gegeben hätte (siehe meine eigene Antwort).

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Bei jeder neuen Erkrankung mit anderer Diagnose als die vorherige Erkrankung  beginnt wieder die Lohnfortzahlung durch den AG.

Nur ob ein AG auf dauer solche ständigen Erkrankungen mitmacht ist fraglich.

In welcher Weise wird denn dem Arbeitgeber die Diagnose bekanntgegeben? An sich darf er doch aus Datenschutzgründen nicht wissen, an welcher Krankheit der Arbeitnehmer leidet.

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@Paguangare

Der AG erfährt keine Diagnose.

Das ist aber ganz einfach: bei einer neuen Erkrankung steht auf der AU : Erstbescheinigung!! und nicht Folgebescheinigung.

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Bei jeder neuen Erkrankung mit anderer Diagnose als die vorherige Erkrankung  beginnt wieder die Lohnfortzahlung durch den AG.

Das ist nicht richtig.

Das trifft dann nicht zu, wenn die zweite Erkrankung während der ersten Erkrankung oder unmittelbar daran anschließend auftritt.

Inn diesem Fall führt die zweite Erkrankung nicht zu einem neuen 6-Wochen-Zeitraum der Entgeltfortzahlung, weil beide Zeiträume dann zusammengefasst betrachtet werden.

Tut mir leid, Griesuh, ist nicht persönlich, sondern rein sachlich.

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@Griesuh

Sicher ... Hatte nur vorsichtshalber neuen Entgleisungen vorbeugen wollen. :-)

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