Muss dem Beklagten im strafverfahren alle beweise vorher genannt werden?

4 Antworten

Nein dem Beschuldigten muss im Strafverfahren nicht mitgeteilt werden, welche Beweise gegen ihn vorliegen.

Das ganze wird dann erst vor Gericht vorgetragen, da der Richter diese Infos zur Urteilsfindung benötigt.

Dennoch hat der Beschuldigte jederzeit die Möglichkeit sich einen Anwalt zu nehmen. Dieser würde quasi sofort die Akte anfordern und dort wiederum steht dann alles drin was im Verfahren gesammelt wurde.

Auch ohne Anwalt besteht grundsätzlich Anspruch auf Akteneinsicht mit ein paar Einschränkungen.

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Die Gegenseite ist die Staatsanwaltschaft. Und wenn das Verfahren eröffnet wird, sollte alles in den Akten sein. Der Beschuldigte hat das Recht vorher über einen Anwalt oder sogar selber Einsicht zu nehmen.

Wenn man das selber macht kostet das ca. 12 Euro. Allerdings darf man dann keine Kopien machen. Und darauf vorbereitet sind die da nicht, nach meinen Erfahrungen. Aber man kann sich alles abschreiben.

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In einer Beweisaufnahme müssen die Beweise nicht alle genannt werden. Das kann er dem Richter sagen. Dabei sind die Aufnahmen im öffentlichen Interesse und nicht verboten.

Sein Anwalt wird diese Frage gerne beantwortenund lässt sich das auch gut bezahlen.

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