Muss bzw. darf der Betreiber eines Onlinemarktplatzes (z.B. Ebay) Benutzerdaten von Mitgliedern an die Polizei herausgeben?

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3 Antworten

Bei Betrug kann die Herausgabe der Daten erzwungen werden. Der Betrug hätte ja im weiteren Sinne auch etwas mit der Vertragsabwicklung zu tun. Ich bin zwar sehr für Datenschutz, allerdings darf der Datenschutz nicht dazu führen, dass kriminelle Taten nicht aufgedeckt werden können. Sicherlich wäre ich dennoch nicht, dass die ärztliche Schweigepflicht, die anwaltliche Schweigepflicht oder die des Seelsorgers bei einem einfachen Betrug aufgehoben werden dürfen, aber die Daten einer Organisation, die bei dem Betrug benutzt wurde, sollte m. E. nicht geschützt sein.

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Kommentar von MaSaMiJo
07.11.2015, 16:39

Vielen Dank für die Rückmeldung.
Im aktuellen Fall liegt Betrugsverdacht auf einem anderen Marktplatz (E..y) vor und die Anforderung der Daten erfolgt nun auf einem Marktplatz, auf dem dieser Benutzername (oder zumindest ein Ähnlicher) ebenfalls vorhanden ist. Also eigentlich reine Vermutung, dass es sich hierbei um den gleichen Verkäufer handelt. Eigentlich würde ich daher auf die Datenschutzerklärung verweisen und die Herausgabe der Daten (erstmal) ablehnen.

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Einfach so, nein. Dafür muss ein Richterlicher Beschluss vorliegen und dann müssen sie die Daten herausgeben.

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Der Betreiber wird dieses Versprechen nicht einhalten können.... wenn es einen richterlichen Beschluss zur Herausgabe der Daten wegen Ermittlungen in einer Straftat gibt.

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