Muss beim Fußball der Linke/Rechte Stürmer mit nach hinten rennen?

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6 Antworten

Der Fußball lebt davon, dass es immer wieder neue Spielsituationen gibt und auf diese muss man sich eben einstellen. Man kann nicht jede Spielsituation vorausplanen und schon vor dem Spiel wissen, was man machen muss.

Die Stärke eines Spielers zeichnet sich halt dadurch aus, dass er die jeweilige Situation erkennt und entscheidet, was er machen muss. Da kann er nicht jedesmal den Trainer fragen oder sich vorher einen Marschplan geben lassen.

Zudem gibt es den Spruch "Der Stürmer ist der vorderste Abwehrspieler". Er muss schon mithelfen, den Spielaufbau des Gegners aus der Abwehr heraus zu stören. Und er muss entscheiden, wie weit er dabei zurück geht. Merkt er zum Beispiel, dass die Abwehr "schwimmt", dann hat er gefälligst mitzuhelfen. Es wäre ein schlechter Stürmer, der einen Gegenangriff hätte stören können, aber an der Mittellinie stehen bleibt und sagt "geht mich nix an".

Er entscheidet also spontan (wie jeder andere Spieler auch), was er tut und nach dem Spiel sagt ihm der Trainer, ob er es gut fand. ;-)

Ist nicht verkehrt, aber es gibt ja schon diverse Stellungsmöglichkeiten auf dem Platz, speziell bei ständig wiederkehrenden Spielsituationen, wie das Aufbauspiel über die Kette. Hier kann ich doch einen Stürmer klar vorgeben, wo er zu stehen hat um Angriffe durch das Zentrum zu unterbinden und das Ausweichen auf die Flügel möglichst schwer zu machen. Ich bekomme beispielsweise immer einen an der Waffel, wenn der zentrale Angreifer im 4-3-3 das Zentrum dicht macht (ein Pass durch das Zentrum unmöglich, der Pass zum anderen IV zumindest risikoreich) und der Flügelstürmer dann so ungeschickt auf den ballführenden Innenverteidiger geht, dass er einfach locker nach außen auf den Flügelverteidiger spielen kann und dieser dann über die Außen durchbricht, anstatt so Druck auszuüben, dass er von dem potenziellen Passweg kommt. Den Flügelverteidiger dann wiederzubekommen ist einfach kräfteraubend und wäre überflüssig, zumindest in vielen Situationen (gänzlich abschalten kann man das natürlich nicht). So druckreich agiert man halt meistens wenn man mit Pressing oder Fore-Checking spielen möchte. Umso doller tut es dann weh, wenn der Gegner sich so einfach Raum schafft.

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Kommt darauf an über welche Seite der Gegner angreift. Wenn ihr beispielsweise mit zwei Spitzen spielt und der gegner mit zwei Innenverteidigern und du bist der rechte Stürmer und der von dir aus gesehene rechte IV geht mit, dann musst du natürlich auch mit. Während des Spielaufbaus des Gegners steht ihr ja auch erstmal zwischen den Innen- und den Flügelverteidigern, dass diese sich nicht so einfach anspielen können. Dann wird ja vllt. der Innenverteidiger sich entschließen einfach selbst zu gehen, wenn er im Zentrum keine Anspielstation hat und dann müsstet ihr natürlich stören (ein Ballgewinn hier ist äußerst wertvoll). Die mitgehenden Flügelverteidiger werden meistens dann von euren Flügemittelfeldspielern gedeckt (was im 4-3-3 aber wieder anders ist).

Dann kommt es natürlich zu Situationen wo dein Sturmkollege gerade geschickt wurde und die Gegner den Ball abfangen und kontern. Wenn du dann weiter hinten stehst störst du natürlich auch die Verteidiger, die angreifen, während dein Sturmpartner sich wieder aus dem Abseits bewegt und langsam seine alte Position einnimmt.

Spielt man mit 3 Spitzen sieht das wiederrum ganz anders aus. Die Flügelstürmer decken die Flügelverteidiger bzw. stehen beim Spielaufbau des Gegner im Raum zwischen den IV und den Flügelverteidigern, während der Zentrale Stürmer auf die Innenverteidiger geht. Greifen die Gegner von der von euch aus gesehenen rechten Seite an, muss natürlich der rechte Stürmer mitgehen. Der Flügelverteidiger des Gegners auf der anderen Seite wird meistens nicht mitgehen um abzusichern, aber auch hier muss der Stürmer auf der anderen Seite aufpassen, speziell wenn der Gegner Diagonalbälle spielt, weil hier sozusagen die Angriffsseite des Gegners wechselt.

An sich ganz logisch. Jeder hat sozusagen einen Gegenspieler. In einer Viererkette rückt dann der ballferne Flügelverteidiger in das Zentrum um eine Überzahlsituation zu schaffen (lässt quasi seinen Gegenspieler offen stehen, aber der kann nur bei langen Diagonalbällen angreifen, wo man wieder Zeit zum Verschieben hat), während es bei einem System mit Libero der Libero ist, der die Überzahlsituation schafft, aber streng gesehen mehr oder weniger eine verschenkte Option ist.

Ich könnte ewig weiterschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen, zudem es sich auf Schaubildern und Taktiktafeln einfacher vermitteln lässt.

Das ist unterschiedlich, wenn du einfach spielen sollst, achte auf das Spiel. Wenn die Abwehr den Ball nicht nach vorn bekommt, musst du als Stürmer eben auch mal hinten mitarbeiten oder nach einer Ecke, wenn es einen Konter gibt. Standfußball gibt es nicht.

ich der rückwärtsbewegung steht mindestens ein stürmer (manchmal auch 2) in etwa auf der doppel-sechs, um die konter zu spielen. im notfall kommen sie aber noch weiter nach hinten.

das kommt auf die Taktik an und das entscheidet der Trainer

beim Probetraining müssen wir ein Spiel machen der Trainer sagt keine Taktik wir spielen einfach muss ich dann ?ß

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Was für eine Frage? Wenn er gebraucht wird, muss er natürlich bis zum eigenen Tor zurück...

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