Muss bei Gelegentlichem Taschengeld-date Steuern gezahlt werden?

5 Antworten

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Zunächst einmal ist es - zumindest den Behörden - völlig wurst, ob Du die Einkünfte aus sexuellen Gefälligkeiten als "Gage", "Taschengeld", "Aufwandsentschädigung" oder "Geschenk" bezeichnest! Es handelt sich um Prostitution und die dadurch erzielten Einkünfte sind steuerpflichtig und seit 1.7.2017 ist auch eine behördliche Anmeldung als Sexworker erforderlich!

Andererseits kannst Du natürlich Aufwendungen gegenrechnen - also z.B. Kosten für Inserate, angemietete Zimmer , Fahrtkosten usw.

Dann gibt es natürlich auch Freibeträge und sonstige Einkunftsarten (z.B. wenn Du noch einen "seriösen" Job hast) - da kann Dir ein Steuerberater dann genauere Auskünfte geben... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Da das Geld doch einfach bar in die Hand gedrückt wird gibt das doch dann eh keiner an ? Wenn das Privat zu Hause gemacht wird

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@Simonistda

Da Prostitution traditionell ein Bar-Geschäft ist, hat der Gesetzgeber ja zum 1.7.17 die Pflicht zur Anmeldung geschaffen. Das "Prostituiertenschutzgesetz" ist daher eher ein "Steuereinnahmenschutzgesetz".

Wenn Du Deine Dienste irgendwo inserierst kann es dazu kommen, dass Du kontrolliert wirst und sich Dein nächster Gast als Staatsbeamter entpuppt. Kannst Du dann keine entsprechende Anmeldung vorweisen kann es teuer werden - unabhängig von einer eventuellen Steuerpflicht... .

Das Finanzamt kann Dich übrigens auch schätzen, wenn Du Deine Mitwirkung verweigerst bzw. behauptest Du hättest "das ja nur ein paar Mal gemacht"... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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@RFahren

Danke, wo ist der Unterschied zwischen Privaten Sextreff in der eigenen Wohnung gegen '' Taschengeld '' ganz ohne Anmeldung. Macht sich der Freier in dieser Situation strafbar und / oder die Prostituierte ?

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@Simonistda

Es ist eben NICHT mehr "privat", wenn Geld fließt! Das lässt sich auch durch etwas Begriffskosmetik nicht heilen. Du kannst natürlich private Sextreffen veranstalten, bei denen kein Geld verlangt wird - dafür brauchst Du auch keine Anmeldung/Registrierung. Du kannst auch zum fröhlichen Rudelbumsen in Deine Wohnung laden und eine Spendenkasse für Essen/Getränke aufstellen. Wenn damit nicht mehr als Deine Kosten gedeckt werden, dann dürfte das auch noch nicht relevant sein.

Wenn Du aber inserierst "Private Sextreffen - 1h ab 100 Euro Taschengeld", dann ist das zweifelsfrei gewerbliche Prostitution!

Wenn Du mit Sex Geld verdienen willst, dann lass Dir doch einfach mal einen guten Sauna- oder FKK-Club zeigen...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Muss bei Gelegentlichem Taschengeld-date Steuern gezahlt werden?
Macht zwar eh keiner, aber müsste man es gesetzlich ?

Ja, auch Einkünfte aus Prostitution müssen selbstverständlich versteuert werden.

Ja man muss alle Einnahmen dem Finanzamt mitteilen. Wenn du über deinen Steuerfreibetrag kommst musst du dann auch Steuern zahlen.

Da es privat zu Hause ist, wer soll kommen und nachgucken ?

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@Christiangt

Oder das "Date" hat auf dem Heimweg einen Autounfall mit Todesfolge. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf und erfährt, dass er kurz vorher bei einer schwarz arbeitenden Prostituierten war.

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