Muss Asperger zwingend vom Arzt diagnostiziert werden?

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5 Antworten

Muss Asperger zwingend vom Arzt diagnostiziert werden?

...nein muss es nicht. Es muss/sollte von jemandem diagnostiziert werden der sich auf Autismusspektrumstörungen im Erwachsenenalter spezialisiert hat, dann werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch deine Eltern mitgehen müssen. Ob das nun ein Arzt ist, ein Psychotherapeut oder ein Gutachter/klinischer Psychologe, spielt dabei keine Rolle. Je nachdem kann man sich ein neuropsychiatrisches bzw. neuropsychologisches Gutachten ausstellen lassen. Für die Beantragung von zb. einem Behindertenausweis oder sonstiges braucht es allerdings eine ärztliche Diagnose bzw. sollte die Diagnose vom Facharzt übernommen werden.


Kann ich selber von mir aus sagen, dass ich Asperger-Autist bin 

Nein

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Autismus wird oft verwechselt. Nur ein darauf spezialisierter Experte kann zuverlässig feststellen, ob deine Seltsamkeiten wirklich autistisch sind oder andere Gründe haben.

Freunde und Familie sind erstens voreingenommen, zweitens haben sie selten die Ahnung eines Psychiaters mit Zusatzqualifikation.

Man selbst betrachtet sich teils überkritisch, teils verdrängend. Deshalb kann man sich nicht selbst diagnostizieren. Man würde dabei manche Symptome überbewerten und/oder Ausschlusskriterien ausblenden.

Selbstdiagnosen sind deshalb sinnlos. Man kann einen begründeten Verdacht haben, mehr aber auch nicht. Im schlimmsten Fall haben deine Probleme körperliche Ursachen, die nie behandelt werden, weil du sie auf den angeblichen Autismus schiebst.

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Achwas, Ärzte sind überflüssig. Wir sollten uns alle selbst diagnostizieren, dazu ist das Internet da.

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Kommentar von reblaus53
28.10.2016, 15:09

Ein Autist ist meist nicht in der Lage, Ironie zu verstehen.

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Eine Autismus-Diagnose kann nur ein darauf spezialisierter Facharzt (Psychater, psychatrisch arbeitender Neurologe) erstellen.

Einen relativ brauchbaren Anhalt kann dieser Selbsttest bieten: https://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test\_asperger.phtml
Aber das Ergebnis kann wirklich nur ein "Verdacht auf..." sein, aber keine Diagnose ersetzen.

Auf keinen Fall solltest du dich als Asperger-Autist bezeichnen, wenn du keine Diagnose hast. Ein "Gefühl" oder eine bestimmte Verhaltensunsicherheit wie die Sache mit dem Hund reichen dafür nicht aus.

Die Frage ist auch, wofür du eine Diagnose brauchst, z. B. ob du Hilfen aus dem Gesundheits- und Sozialsystem (z. Schwebehindertenausweis, Training im ATZ oder Medikamentierung) in Anspruch nehmen willst. Wenn du einfach wissen willst, was mit dir los ist, wäre das auch sinnvoll. Vielen hilft es, sich selbst zu akzeptieren, wenn sie wissen, dass ihr Verhalten kein persönliches Versagen (schlechtes Benehmen) ist, sondern ein anderes "Betriebssystem im Gehirn".


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