Muss ich zahlen?

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8 Antworten

Also, diese Fahrpreiserhöhung schimpft sich "Fahrpreisnacherhebung (FN)". Und wenn du ohne ersichtlichen Grund ohne gültigen Fahrschein in einen Zug steigst, wir die fällig.

OK, dein Grund war, der Automat nimmt meinen Schein nicht an: Dazu ist folgendes zu sagen - Nutzt du einen Fahrkartenautomaten eines Verkehrsunternehmens, hier z. B. DB, solltest du das Geld so passend wie möglich haben. Wenn du eine Fahrkarte für 3, 50 Euro kaufst, nimmt er meistens nur nen 10er an, da auch nicht unbegrenzt Kleingeld als Wechselgeld in so ner Kiste ist.

Der nächste Punkt: Automat defekt? Klar, da kannst du nichts zu aber an jedem Automaten steht die Automatennummer und eine kostenfreie Telefonnummer, dort anrufen und Bescheid geben. Möchtest du in diesem Fall dennoch mit  dem Zug fahren, gehst du direkt zum Zugbegleiter und erklärst ihm, am besten mit einem Foto, dass der Automat defekt ist.

In diesem Fall bekommst du zwar auch eine Fahrpreisnacherhebung, aber mit dem Vermerk, dass nur der tatsächliche Fahrpreis zu zahlen ist, wenn du innerhalb der gesetzen Frist überweist.

In deinem Fall, wie du ihn beschrieben hast, kannst du keine Frist setzen, aber innerhalb der dir gesetzten Frist zur Zahlung kannst du Widerspruch einlegen, das verlängert schonmal deine Frist. Denn du musst innerhalb der Frist die FN zahlen, oder gegen den Bescheid Widerspruch einlegen.

Diesen Widerspruch kannst du mit den Fakten begründen, zum Beispiel, dass der Automat deinen Schein nicht annahm. In dem Fall kann man sogar freundlich fragen, ob das Verkehrstunternehmen (in deinem Fall DB, gibt aber noch andere) bereit wäre, ggf. nur den tatsächlichen Fahrpreis (eventuell mit Bearbeitunungsgebühr - meist 7 Euro) zu berechnen. Du wirst lachen, aber das klappt oft.

Wichtig hierbei ist aber IMMER eines - Direkt bei Antritt der Fahrt auf den Zugbegleiter zugehen, damit dieser sieht, dass du nicht Schwarzfahren wolltest, sondern dass es Probleme bei der Zahlung am Automaten gab.

Noch ein Hinweis für Mehr-Fahrten-Karten die man abstempeln muss. Ist der Entwerter kaputt, hilft nur der Weg zum Zugbegleiter. Wartest du auf den, um ihm das dann zu sagen, fährst du schwarz. Ist in dem Moment kein Personal zur Kontrolle im Zug müsstest du nach den AGB der Verkehrsunternehmen am nächsten Bahnhof aussteigen und dort entwerten.

Wenn noch weitere Fragen bestehen, ich bin da :-D


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setzte eine frist, wenn sie innerhalb von 14 tagen nicht antworten sehe ich die sache als erledigt.

Die ist rechtlich genau so belanglos wie Fristen die Inkassobüros setzen.

Muss ich das geld trotzdem zahlen ?

Wie ich bereits sagte ist deine Frist belanglos. Die Frage ist ob die Fahrpreisnacherhebung an sich dem Grunde und der Höhe nach statthaft war.

Da du aber komplett mit Zahlen geizt kann man das nicht beantworten.

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Du begehst zwei gravierende Fehler: 

Niemand kann einseitig einem anderen Fristen setzen, wenn die zum Ergebnis haben sollen, dass bei Ablauf die Sache erledigt sei. - Das ist ja total laienhaft. Dass sowas nicht geht, gehört zum Kleinen Einmaleins, aber zum gaaanz kleinen. Das mach ich morgen auch! Tolle Idee. Bin ich alle meine Schulden los.

Zweitens: Als Schuldner kannst Du keine Fristen setzen, nur als Gläubiger. Davon gibt es eine Ausnahme: wenn Du zur Vorbereitung einer negativen Feststellungsklage eine Frist setzt, wonach der Gläubiger bis dahin erklären soll, dass die Forderung nicht besteht, damit Du nach Fristablauf gerichtlich klären lassen kannst, ob sie nicht besteht. 

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Kommentar von TS10554444
13.07.2017, 23:57

Vielen dank!
Genau die antwort hab ich gesucht.
Hatte sowas zuvor noch nie gemacht und beim googeln bin ich auf so etwas gestoßen, aber gut zu wissen wie es wirklich ist.

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Was war denn das für eine Erhöhung? Hättest du sie vor Fahrtantritt wissen können/müssen?

Hast du bei der DB nachgefragt,wie diese Erhöhung zu Stande kam?

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Kommentar von TS10554444
13.07.2017, 23:45

Ich wollte eine fahrkarte lösen, der automat nahm hedoch meinen geldschein nicht an (20€).
Das war aber angeblich nicht grund genug.

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Wenn Der Automat Dein Geld nicht wollte hast Du doch hoffentlich im Zug (der gleich darauf abgefahren ist) nach einem Zugbegleiter gesucht, der Dir eine Fahrkarte hätte verkaufen müssen (weil ja der Automat nicht funktionstüchtig war) ... hat der Dir die Fahrkarte nicht verkaufen wollen? Das wäre dann aber sehr unanständig und wiederspricht den Regeln ...

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Kommentar von Fotoespana
15.07.2017, 01:34

In Nahverkehrszügen verkaufen Zugbegleiter (im Regelfall) keine Fahrkarten. Du bekommst eine Fahrpreisnacherhebung (60Euro) mit dem Vermerk, dass der tatsächliche Fahrpreis innerhalb einer Woche zu entrichten ist, danach 60 Euro.

In Fernverkehrszügen wird der Normapreis (DB = Flexpreis)+Bordzuschlag fällig, kannst du dieses nicht direkt entrichten, doppelter Fahrpreis, mindestens jedoch 60 Euro und am nächsten Bahnhof ist die Reise zuende.

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Frag doch mal nach wie die Preiserhöhung zu Stande gekommen ist😊

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Du meinst nicht Fahrpreiserhöhung, sondern "erhöhtes Beförderungsentgelt", wegen Schwarzfahren. 

Die Bahn läßt sich von dir keine Fristen setzen. So ist das. 

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natürlich musst du zahlen.

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