Muslim/Christ/Atheist?

30 Antworten

Ungläubiger ;-D

Weil die meisten Religionen das Leben vergiften und die Menschheit spalten.
Und es keinerlei Grund gibt, an einen Gott zu glauben.

Zunächst einige Vorabstatements:

- es gibt weder für noch gegen die Existenz irgend einen Beweis. Das macht aber die Wahrscheinlichkeit nicht 50:50. Es gibt auch keinen Beweis, daß nicht irgendwo hinter dem Mars ein rosa Einhorn lebt.
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht 50:50, auch wenn es eine ja/nein Frage ist.

- es geht nicht nur um die Frage: "gibt es Gott oder nicht", sondern auch darum, was will er, was erwartet er, was erwartet mich? Das ist sogar der Hauptpunkt.

- es gibt ein breites Spektrum an Gottesbildern, von Pantheismus, Deismus, über Vielgötterei, Christentum bis hin zur extremsten Form, dem Islam. Selbst wenn man an Götter glauben sollte, muss man sich fragen, wie man sich ihn vorstellt, welche der vielen Gottesvorstellungung man denn glauben will. Tatsächlich ist es so, daß vermutlich jeder Christ sein eigenes persönliches Bild hat, auch wenn sie sich alle Christen nennen. bei Muslimen natürlich auch. Es können aber auch hier nicht alle gleichzeitig Recht haben.

- es geht nicht darum, was man sich wünscht, oder was sich andere wünschen, was man glauben soll, sondern daran, was man tatsächlich und wirklich glaubt. Die meisten Menschen glauben an die "Nützlichkeit des Glaubens", nicht an Gott. Man sieht daß die meisten keine klare Vorstellung von ihrem Glauben haben, weil sie ihn nicht mal halbwegs klar formulieren können ohne sich im Nebel zu verlieren.

Zu Religionen vergiften:

man sieht das deutlich bei Muslimen, aber auch bei strenggläubigen Christen: sie haben ständig Angst, etwas falsch zu machen, müssen ständig nachfragen ob dies oder das erlaubt ist oder nicht, und haben eine sprichwörtliche Höllenangst etwas Falsche zu tun.

Das fängt an bei sexuellen Dingen, Selbstbefriedigung, Kleiderordnung, Essensregeln, Kontakt mit Andersgläubigen, usw. Ihr kennt das ja. Sie stehen unter einer konstanten Kontrolle oder - was noch gemeiner ist - Selbstkontrolle und Unsicherheit.
Dabei werden fundamentale menschliche Triebe, Gefühle, Wünsche und Verhalten als haram oder sündig deklariert. Das macht den Konflikt fast unlösbar.

Sie reden von Glückseeligkeit und Liebe, leben aber ein traurig armseeliges, leeres und psychisch gestörtes Leben. Farblose graue Mäuschen - beonders bei den besonders Gläubigen.

Wer vermittelt die Regeln, Gebote und Verbote?
Die Gelehrten, die sich selbst als solche ernannt haben.
Fragen die man nicht selbst beantworten kann, übergibt man an Experten.
Aber welche Legitimation haben die "Experten" (ich würde sagen: "Behaupter") in religösen Fragen?
Keine!
Sie maßen sich an, Gottes Wille zu kennen, und verlangen von allen, sich diesen eingebildeten Regeln zu unterwerfen. Das beinhaltet ihre die "Satzungen" also Bibel, Koran usw. Die sind alle subtile, menschengemachte Folterwerkzeuge.

Sollte es nicht sofortiges Kopfschütteln hervorrufen, wenn die "Gelehrten" selbst schreiben: Gott ist jenseits der menschlichen Vorstellungskraft.
Damit geben sie zu, selbst absolut unwissend zu sein, und dennoch akzeptieren die Schäfchen deren Authorität. Das ist doch Bizarr!

Welche Religion:

Selbst wenn man an einen Gott glaubt, gilt: es können nicht alle Religionen gleichzeitig Recht haben.
Jede Gruppe behauptet: Lebe so wie WIR, dann kommst Du ins Paradies ansonsten erwartet Dich die Hölle. Also kommen nach der Meinung jedes Gläubigen rund 2/3 der Menschheit wohl nicht ins Paradies. Die jeweils anderen sind die looser.

Es kann theoretisch sein, daß eine der Gruppen Recht hat. Viel wahrscheinlicher aber ist, daß ALLE falsch liegen. Sogar wenn es einen Gott gibt.

Denn wie wahrscheinlich ist es, daß - falls ein Gott existiert, der sich für die menschen interessiert - dieser den Konflikt nicht auch sieht?
Also
- entweder ist Gott ein grausamer, zynischer Sadist, und er läßt das zu,
- oder er sieht das Problem, und wird dich nicht in die Hölle schicken,
- oder die Menschen sind ihm eh egal, und es gibt gar kein Paradies/Hölle,
- oder Gott existiert nicht.
Was ist hier am wahrscheinlichsten?

Gott?

Wie oft hat sich Gott gezeigt? Ich meine ganz konkret: Dir gezeigt?
Nicht irgendwelchen Leuten, die behaupten, jemandem zu glauben der behauptet, jemandem zu glauben, usw. bis hin zu einem Buch, von dem geglaubt wird, es sei von Gott diktiert oder inspiriert.
Ich behaupte mal, keinem hat er sich gezeigt nicht einem derer, die sich hier als Gläubige outen.
Und diejenigen die es behaupten sind entweder Lügner, Schwindler, oder gehören in die Klapse.

Wenn er existiert, und ihm was an Dir liegt, sollte er sich dann nicht zeigen?

Also bleiben also nur zwei Möglichkeiten:

- er existiert und interessiert sich nicht,
- oder er existiert nicht.

Zeigt es sich irgendwo?

Gibt es irgendwo irgend etwas Positives? Werden Kriege, Hunger, Naturkatastrophen, Kriminalität oder Ungerechtigkeiten verhindert, in Ländern mit mehr Gläubigen?
Sind Gläubige gesünder, reicher, glücklicher als Ungläubige?
Helfen Gebete?
Nein.

Was bleibt also?

Es bleibt lediglich die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tot.
Und vielleicht die Angst, die Gesellschaft würde in Mord und Totschlag abgleiten, wenn es keine gemeinsame Religion mehr gäbe.

Das erstere ist naives Wunschdenken, das letztere ist empirisch widerlegt. In den USA, streng muslimischen oder streng christlichen Ländern lebt es sich nicht besser. Weltweit mit am besten lebt es sich in Skandinavien, wo es am meisten Atheisten gibt. Auch in der Gschichte waren gläubige Zeiten immer brutaler und schlechter.

Ich bin Realist genug, zu erkennen, daß naives Wunschdenken die Realität nicht verändern kann. Und sollte es dann doch einen Gott geben, wird er es verstehen und mir nicht böse sein.

Vielleicht komme ja auch ich ins Paradies, und ihr alle in die Hölle, weil ihr euer von ihm gegebenes Hirn nicht genutzt habt (nur ein Scherz am Ende).

Ich empfehle jedem Gläubigen, den 1. Schritt zu machen:
mach Dich unabhängig von der Meinung anderer, und mach Dir eigene Regeln. Mach Dich unabhängig von einer Lehre, wirf sämtliche Bücher (Bibel, Koran, Buch Mormons etc.) über Bord und mach Dir Dein eigenes Gottesbild
Dann sehen wir weiter.

Danke, du bringst die gesamte Glaubensproblematik gut auf den Punkt. Du schreibst ua:

Die meisten Menschen glauben an die "Nützlichkeit des Glaubens", nicht an Gott.

Ich muss gestehen (bin agnostischer Wotanist), ich fühle mich von dir durchschaut. Eigentlich glaube ich das alles nicht. Aber als meine Tochter im Sommer letzten Jahres sehr sehr krank war, und alle Ärzte und alles Beten zu "Gott" nicht geholfen haben, da habe ich mich ganz tief in mich selbst und in die tiefsten Wälder Deutschlands zurückgezogen und eine Anrufung Wotans durchgeführt. Und wirklich, von dieser Stunde an ging es ihr besser und immer weiter aufwärts mit ihr. Ich habe ihr übrigens nichts davon erzählt, aber sie hat etwas gespürt.

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@ThorbenHailer

Daß die Psyche eine große Rolle spielt, sehe ich und erkenne ich an.

Vielleicht hast Du ihr unbewusst Hoffnung gegeben, durch Deine Ausstrahlung. Daher darf und soll auch jeder für sich glauben was er will, solange seine Vorstellungen nicht allgemeines Recht und Moral bestimmen - auch nicht innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis.
Glauben sollte Privatsache sein.

3
@sarahj

Ich habe mal eine Frage an Sie: Warum schreiben sie einen so langen Text, in dem sie darlegen, warum Sie nicht an Gott glauben? Auch sind sie in einigen Fragen oder Kommentaren zu diesem Thema zu finden. Was haben Sie davon?

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@comhb3mpqy

weil gefragt wurde, und ich versuche vernünftige Antworten zu geben, die auch irgendwie fundiert sind, anstatt leere Phrasen mit copy-paste einzufügen.
Ich empfehle mal das anzuschauen (denn auch Gläubige sollten sich mit der anderen Position beschäftigen - genauso wie umgekehrt):

https://youtu.be/BvJZQwy9dvE?t=734

ca. 45Minuten gut investierte Zeit.

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Ich werde an keine übernatürlichen Wesen glauben, solange mir keine Evidenzen vorgelegt werden. Ich wurde streng christlich erzogen und ich kann sagen, dass meine Eltern regelrecht vernunftsfeindlich und faktenresistent waren. Dass es immernoch Leute gibt, die im 21. Jhd. naturwissenschaftliche Fakten nicht akzeptieren, weil sie irgendeinem Märchenbuch widersprechen ist eine traurige Tatsache. Als ich 12a alt war habe ich erkannt, dass die Natur keine magischen Wesen braucht, um zu funktionieren oder um entstanden zu sein; Ich habe die Naturwissenschaften für mich entdeckt und jetzt studiere ich im Alter von 15a Mathematik (keine Naturwissenschaft... Ich weiß), mit der Hoffnung irgendwann die theoretische Physik voranzubringen und das Wissen der Menschheit zu erweitern, anstatt bildungsfeindliche Märchen zu erzählen, die ganz klar gegen naturwissenschaftliche Fakten sprechen. Mir ist es vollkommen egal, was andere glauben, sei es auf Religionen oder Politik etc. bezogen, aber es sollte Leuten nicht erlaubt sein, ihre Kinder psychisch zu misshandeln, noch nicht skeptisch denkenden Menschen zu erzählen, dass sie für immer in die Hölle kommen, wenn sie irgendwelchen Nonsense nicht glauben und ihnen einzureden, dass 2000a alte Märchen, naturwissenschaftlich bewiesenen Tatsachen vorzuziehen seien. Außerdem sind Religionen insofern gefährlich, dass einige Menschen "heilige Schriften" als Freibrief dafür benutzen, nicht mehr selber nachdenken zu müssen. Nicht selten wird mit sexistischen und homophoben Parolen auf religiöser Basis gehetzt; Millionen Menschen sind Glaubenskriegen zum Opfer gefallen, seien es Kreuzzüge oder moderne religiöse Fanatiker. Manche Leute sind sehr unflexibel, was religiöse Texte betrifft und stehen damit dem gesellschaftlichen und vor allem naturwissenschaftlichen Fortschritt im Wege. Versteht mich nicht falsch, ich will auf keinen Fall alle religiösen Menschen unter einen Hut kehren. Es gibt überall Extremisten, die unkritisch agieren und nicht repräsentativ für die Allgemeinheit sein sollten. Ich beispielsweise bin Sozialist und schäme mich manchmal für andere Sozialist(inn)en oder Kommunist(inn)en, die versuchen Stalins Massenmorde zu rechtfertigen oder Marx' Literatur wie heilige Schriften verehren. Es gibt auch Menschen, die irrationaler Weise der Meinung sind, dass man wissen könne, dass keine Deitäten existieren, was äquivalent irrational zur Weltanschauung derjenigen ist, die Behaupten, sie wüssten es gebe Deitäten ist. Skeptizismus und Vernunft sollten überall verlangt sein, nicht nur in "Gottesfragen". Ich will niemandem vorschreiben, was er/sie zu glauben hat und das erwarte ich auch von allen anderen Menschen, aber es gibt Fakten, bei denen man sich nicht entscheiden kann, ob man sie glaubt oder nicht - entweder akzeptiert man sie oder kann sie aufgrund von Ignoranz nicht akzeptieren. 
Summa summarum würde ich mich als agnostischen Atheisten bezeichnen. Ich kann die Existenz von Deitäten nicht widerlegen, sehe aber auch keinen Grund für eine Hypothese der Existenz von Deitäten, aufgrund der Absenz jeglicher Evidenzen.


Ich glaube. Das bedeutet für mich religiös zu sein. Versuchen dem Ursprung entgegenzublicken. Und das versucht eigentlich jedes Individuum (Mögliche Ausnahme: Nihilist=An gar nichts Glaubender)

Denn zumindest jeder Nicht-Nihilist möchte doch gerne wissen, woher er kommt, wer er überhaupt ist und wohin er gehen wird. Alles auf die Natur abschieben und sagen, dass wäre alles durch Evolution bestimmt und entstanden ist doch viel zu einfach gemacht. Denn die ursächlichsten Fragen bleiben damit ungeklärt.

Ob es die Menschheit überhaupt mal schaffen wird, herausfinden zu können, was vor dem Urknall geschah, ob es mehrere Universen (Multiversum) gibt und ob diese unendlich groß sind, ist äußerst fraglich. So erklärt es sich, dass sich viele einer Gruppe anschließen, um mit ihren Fragen nicht allein sein zu müssen.

Die Frage, ob ich dem Personenkreis einer Religionsgemeinschaft angehöre und welche dies dann wäre, möchte ich unbeantwortet lassen.

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