Musik kann den (religösen) Glauben stärken - gibt es auch Musik, die den Atheismus stärkt? Wenn nein, warum nicht?

18 Antworten

Natürlich gibt es das.

Jegliches Liedgut, das das selbständige Denken preist, fördert direkt oder indirekt den Atheismus, denn monotheistische Religionen fürchten das selbständige Denken, wie der Teufel das Weihwasser.

Beispiel gefällig:

https://www.youtube.com/watch?v=_sKhzLXwNfs

und Härtel, 1842

Um 1780 wurde der Text zum ersten Mal auf Flugblättern veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen 1810 und 1820 entstand die Melodie dazu, und das Lied wurde in der Sammlung Lieder der Brienzer Mädchen in Bern gedruckt. Im Jahr 1842 wurde das Lied in Schlesische Volkslieder von Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter veröffentlicht,[1] diese letzte Version stammt von Hoffmann von Fallersleben. Die grundlegende Philosophie ist bereits aus der Antike bekannt.[2] Das Kernmotiv des späteren Liedtextes findet sich schon im 13. Jahrhundert unter anderem bei Freidank (Bescheidenheit, 1229)[3]

diu bant mac nieman vinden,
diu mîne gedanke binden.
man vâhet wîp unde man,
gedanke niemen gevâhen kan

(Das Band kann niemand finden,
das meine Gedanken bindet.
Man fängt Weib und Mann,
Gedanken niemand fangen kann.)

und Walther von der Vogelweide (joch sint iedoch gedanke frî[4] – Sind doch Gedanken frei).

Später wurde dem ursprünglich vierstrophigen Lied eine weitere Strophe hinzugefügt.

Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überlieferte Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute verbreitete Fassung

[5]

Fassung um 1800

[6]

Fassung von 1856/1865

[7]

1. Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen[Anm. 1] vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:[Anm. 2]
die Gedanken sind frei.

2. Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.

3. Ich liebe den Wein,
mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein
am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine
bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei:
die Gedanken sind frei.

4. Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
die Gedanken sind frei.

5. Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen[Anm. 3] mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
die Gedanken sind frei.

1. Beleget den Fuß
Mit Banden und mit Ketten
Daß von Verdruß
Er sich kann nicht retten,
So wirken die Sinnen,
Die dennoch durchdringen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

2. Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
Wie nächtliche Schatten;
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Kerker verschließen
Wer weiß, was es sei?
Die Gedanken sind frei.

3. Ich werde gewiß
Mich niemals beschweren,
Will man mir bald dies,
Bald jenes verwehren;
Ich kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen;
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei

4. Ich denk was ich will
und was mich erquicket,
Und das in der Still
Und wenn es sich schicket;
Mein Wunsch und Begehren
Kann Niemand mir wehren;
Wer weiß was es sei?
Die Gedanken sind frei.

5. Wird gleich dem Gesicht
Das Sehen versaget,
So werd ich doch nicht
Von Sorgen geplaget.
Ich kann ja gedenken,
Was soll ich mich kränken?
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

6. Ja fesselt man mich
Im finsteren Kerker,
So sind doch das nur
Vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei.

1. Die Gedanken sind frei,
Wer kann sie errathen?
Sie rauschen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wißen,
Kein Jäger sie schießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

2. Ich denke was ich will
Und was mich beglücket,
Doch alles in der Still
Und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
Kann niemand verwehren.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

3. Und sperrt man mich ein
Im finsteren Kerker,
Das alles sind rein
Vergebliche Werke;
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei.

4. Nun will ich auf immer
Den Sorgen entsagen,
Und will mich auch nimmer
Mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen
Und denken dabei:
Die Gedanken sind frei.

5. Ich liebe den Wein,
Mein Mädchen vor allen,
Die thut mir allein
Am besten gefallen.
Ich sitz nicht alleine
Bei einem Glas Weine,
Mein Mädchen dabei:
Die Gedanken sind frei.

 

 

Der Gegenpart zu religiösem Liedgut ist nicht satanisches Liedgut.

 

Hi,- deine Frage ist sachlich nicht richtig. Musik verstärkt oder weckt Emotionen, die als solche eine grundlegende Dimension menschlicher Informationsverarbeitung und Ausdrucksweise sind. Diese Emotionen oder deren Prädisposition sind also vorher schon da. Es wird ggf. also nur das verstärkt, was bereits emotional-affektiv durch andere Prägungen (Erziehung, Erfahrung, etc.) ALS PRÄGUNG vorhanden ist und manchmal ganz allgemein auch als "Lebensgefühl" bezeichnet wird, welches bekanntlich sehr von individuellen Faktoren abhängig ist.

Außerdem ist es unpräzise, von "der" Musik zu sprechen. Vielleicht würde es sachlich ergiebiger sein zu fragen, welche Musik welche Prägung verstärkt - also: ob vielleicht Chormusik oder Klassik und wenn ja welche Form davon den "Gläugigen" stärker emotionalisiert und im Gegenzug vielleicht das Genre Rockmusik und wenn ja welche Sparte ggf. bei "Atheisten" stärkere Wirkung erzielt.

Desweiteren wäre zu klären in welcher Form der Unterschied zwischen "Atheismus", "Agnostik" und "Spiritualität sich in deiner "Musiktheorie" abbilden sollte oder könnte.

Was wäre z. B., wenn ein gregorianischer Choral den "atheistischen" Landschaftmaler genauso emotionalisieren würde wie der alte Versuch einer Rockoper "Jesus Christ - Superstar"den "Gläubigen?!

Du hast deine Frage eigentlich schon in einer suggestiv-anspielenden Form gestellt, die ehrlich gesagt Zweifel an deinem Interesse an einer fundierten Antwort weckt.

Die Welt ist am Ende doch etwas komplexer und bunter als Ja / Nein und Schwarz / Weiß - das paßt nicht in Schablonendenke-Schubladen.

Gruß

Ich hab bewusst so provokativ gefragt...

Meine These: Religion ist emotional, Atheismus nicht

Deshalb kann man mit Musik den Glauben stärken aber nicht den Atheismus: der sagt ja nur: ich glaube nur was ich sehe / erfahre

bzw Agnostiker: ich hab keine Ahnung

Was soll man da verstärken ?

Religöse Leute tun immer so rational, werfen den Atheisten Dummheit und Islamophobie vor etc... Genau das Gegenteil ist der Fall: sie selber sind emotional

0
@Schopenhauer7

OK.,- jetzt verstehe ich deine Frage besser. ;-)

Aber was du am Ende deines Kommentares geschrieben hast erlebe ich (Agnostiker) überwiegend genau anders herum. "Gläubige" bekennen sich sehr wohl zu ihrer Emotionalität, versuchen aber Emotionalität auf dieselbe Stufe zu stellen wie Wissen / Erkenntnis und behaupten dann, dass "die Ungläubigen" ja nur ihre Logik haben,- ihnen also eine wichtige "Erkenntnisdimension" fehlt und sie deshalb als "Halbblinde" weniger Einsicht in die "Geheimnisse der Schöpfung" haben als der Gläubige. Dabei übersehen sie in ihrem "psychologischen Ausnahmezustand" jedoch einfach nur, dass Wissen nicht dasselbe wie Gewißheit und Letzteres eher nur durch einen "intesiv-emotionalen Tunnel" (oder Drogen :-)) erzeugt wird als durch die Beschäftigung mit Wissen und der Anerkennung seiner natürlichen Begrenztheit. Begrenzheit ist eben das was der "Gläubige" als Teil seiner Existenz nicht "verarbeiten kann. Er verschafft sich seine Unbegrenztheit über den Umweg des "Gottesverstehers". ;-)

1

Atheisten, also Nicht-Gottgläubige, sind die Leute, die kein Bedürfnis haben, sich einen virtuellen allmächtigen Befehlshaber in den Hinterkopf zu setzen, um demselben gegenüber seine Taten und Untaten zu rechtfertigen.

Nichtraucher sind Leute, die kein Bedürfnis nach Zigarettenrauch haben.

Religionen sind in aller Regel mit kollektiven Kulten verbunden, und dazu gehört natürlich auch deren musikalischer Ausdruck. Ob das die Religiosität oder den Theismus stärkt, sei dahin gestellt. Dessen ungeachtet ist Kirchenmusik auch nicht global einheitlich künstlerisch gestaltet.

Die Vorstellung von einer musikalischen Gattung, die die Abwesenheit von spirituellen Bedürfnissen "stärkt", ist so grotesk wie die Vorstellung von einer Musik, die das Nichtrauchen "stärkt". Wie wird ein Nichtraucher zum "stärkeren Nichtraucher"? Wie soll das Nichtvorhandensein irgendwelcher Kulte musikalisch ausgedrückt werden?

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  • klassische Religionskritik (Ludwig Feuerbach)
  • neuer Atheismus ( Richard Dawkins) -Parallelen zwischen des klassischen und des neuen Atheismus
  • Auswirkungen des Atheismus auf die christliche Gottesvorstellung
  • Auswirkungen des Atheismus auf die islamische Gottesvorstellung
  • Beantwortung der Leitfrage/Fazit

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