Musik in der DDR

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so schöne Sachen wie Münchner Freiheit,Nena,Peter Maffay.Sie hatten auch eine Musiksendung,so ähnlich wie unser "Formel eins".Und Modern Talking nicht zu vergessen.Nina Hagen stand auf der roten Liste,war zu kritisch (manche Lieder).Englischsprachige Musik von Nicht-Deutschen war grenzwertig-ist ja vom "Feind".

weißt du auch zufällig was die davor gehört haben also so am Anfang der DDR?

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Meistens hörten wir Westradio (wie schon an den genannten Interpreten zu erkennen). Allerdings wurden viele dieser Songs auch im Osten gespielt (so ab den 70er Jahren, damit die Leute nicht nur Westradio hörten. Und der schon erwähnte Sender DT64 trug auch dazu bei). In den 80ern kam die Volks- oder Folk-Musik in Mode, so wie heute noch auf den Mittelalter-Märkten. Das Besondere daran war, dass einem auch noch die entsprechenden Tänze beigebracht wurden und sich alle daran beteiligen konnten. Hier gab es zahllose Bands (oder sollte man sagen, Spielleute), und in dieser Szene spielte auch die Musik-Mode aus dem Westen keine Rolle. Weiterhin gab es in der DDR viele Jazz-Liebhaber und auch regelmäßig Jazz-Festivals. In den 60ern wurden sogar einige Songs der "Beatles" bei AMIGA herausgegeben. Danach war diese Gruppe eine Zeitlang verpönt (weil Ulbricht sie nicht leiden konnte), wurde aber in 70ern rehabilitiert und wieder aufgelegt. Was die Ost-Bands betrifft: Neben Puhdys, Karat und Renft hörten wir ungarische (z. B. Omega) oder polnische (z. B. Rote Gitarren) Bands, die auch auf Deutsch sangen.

Vor dem Mauerbau - also nach dem Zweiten Weltkrieg (1946-1961) gab es zwischen beiden Staaten noch einen regen Austausch auf musikalischem Gebiet - ein Westkomponist komponierte für einen Ostsänger oder umgekehrt - die Musik beider Staaten hat sich also zunächst kaum unterschieden - angesagt war Swing-Musik in den Spät-40er und frühen 50 Jahren - Als der Rock´n Roll aufkam versuchte man von DDR-Seite eine eigene Richtung zu kreieren, indem man einen neuen Modetanz - den Lipsi - entwickelte - der hat sich aber nicht durchgesetzt. Es folgte in den 60er Jahren der Twist, den es auch in der DDR zahlreich gab. Mit dem Aufkommen der Beatmusik in den 60er-Jahren begannen die Verbote der Bands, da diese Musikrichtung in der DDR nicht willkommen war. Englisch durfte ohnehin nicht gesungen werden, also spielten viele Beat-Bands instrumentale Eigenkompositionen im Stile der Beatmusik. Aber auch das wurde Mitte der 60er Jahre in der DDR verboten. Eine eigenständige Rock- und später Popmusik entwickelte sich erst in den 70er Jahren, aber immer mit deutschen Texten. Vorbild waren eine Reihe ungarischer Bands, deren Titel häufig im DDR-Rundfunk gespielt wurden, allen voran die Gruppe Omega. Schlager gab es immer in der DDR. Wenn du noch mehr wissen möchtest, einfach nachfragen.

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