Musik im Alter

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5 Antworten

Hallo Medium,

eine interessante Frage hast du da. Sie kann allerdings auch nur hpyothetischh wahrgenommen werden, weil dir ja niemand sagen kann, was du im Alter für Musik hören wirst. Weil ich ein großer Musikliebhaber bin und mir dann und wann auch solche Fragen stelle wollte ich dir mal meine Meinung dazu schreiben.

Mit 16 hatte ich einen ähnlichen Musikgeschmack wie du. Die US-Top40 die German Top100 und nebenbei noch Trance, Electrohouse, Hard Rock, alles was ballert oder Knallt. Und eben das hat sich bis jetzt schon geändert. Die Musik die ich heute höre ist um einiges geschmackvoller, differenzierter, unabhängiger von anderen Meinungen. Je älter du wirst, desto individueller wirst du auch deinen Charakter entwickeln und desto ungebundener wirst du auch in Hinblick auf deine Musikwahl. Es hat sich bei mir nun zweigeteilt. Zum weggehn liebe ich es schnellen Hip Hop, lauten Dubstep und klangvollen Techhouse zu hören. Und zuhause, da höre ich gerne auf mäßiger Lautstärke Indie, Singer Songwriter sachen, Electronic oder R'n B. Ich hab aber auch meine Liebe zu alten Dingen wie die Rolling Stones oder The Cure oder Country Music entdeckt (was mit dem Gitarrespielen auch kam)

Was ich damit sagen möchte ist. Du wirst im Laufe deines Lebens dich selbst finden, und dann im Zuge dessen auch deinen Musikgeschmack. Und den wirst du behalten.

Du wirst lachen ich kenne 50 Jährige die in ihrem Auto immernoch auf lauten Trance stehn und dann wiederrum welche die Norah Jones oder Joss Stone hören. Und dann wiederrum auch welche die Schlager mögen. Eine Regel liebe(r) Medium, gibt es also nicht.

Und jetzt viel Spaß beim erforschen und eintauchen, Music is the best ;) lg Les

Danke für deine Antwort ! Ich lass mich wohl einfach überraschen (;

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@Medium32

Jap. Das Leben bietet auch noch viel viel viel mehr Überraschungen als diese^^

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Die Hörgewohnheiten verändern sich sicher im Laufe der Zeit. Das hat aber aus meiner Sicht nur teilweise mit dem Alter zu tun. Bin schon etwas älter, habe eine 16-jährigen Sohn und eine 19-jährige Tochter. Trotzdem gibt es Musik, die wir gemeinsam hören. Meine Tochter und ich gegen ab und zu sogar zusammen in ein Konzert (Beispiele: Wallis Bird, Katzenjammer, Tony McManus , alle bei YouTube zu finden). Andererseits stehe ich nicht sehr auf die Musik, die mein Sohn hört. Dubstep, diverse was-weiß-ich-Core Sachen. Aber er hört auch Die Ärzte und Musik, die ich ebenfalls hören kann und toll finde

Ich war auch in meiner Jugend nie der Fan von den ganz harten Sachen. Andererseits kann ich bei mancher Musik, die die beiden hören, auch Neues entdecken, was mir gefällt. Oder ich muss zugeben, dass es einfach gut ist (intelligent, virtuos...whatever), es muss mir aber trotzdem nicht alles gefallen.

Sicher wird die Reizschwelle möglicherweise im Alter auch niedriger. Du bist vielleicht schneller von Dingen genervt, die Du jetzt cool findest. Oder Du kannst die Beats nicht mehr verarbeiten. Kann aber auch mit andern Dingen zu tun haben. Wenn ich nach einem anstrengenden Tag im Job mit unendlichen Meetings, Videokonferenzen etc. nach Hause komme, dann kann ich eben manches nicht brauchen, selbst wenn ich es unter andern Umständen vielleicht ok finde.

Ich glaube nicht, dass sich jemand, der in seinen jungen Jahren James Blood Ulmer gehört hat (nur mal als Beispiel - siehe YouTube) dann in späteren Jahren als Opfer des Musikantenstadl endet. Die Grundstruktur bleibt. Es kommen neue Aspekte dazu, einiges was man mal toll gefunden hat, wird über Bord geworfen. Aber vieles wird sich auch durch ziehen. Das ist dann das, was tatsächlich wichtig ist und bleibt. Außerdem: Offen bleiben hält den Kopf frisch. Mainstream allein ist bestenfalls untere Mittelklasse, damit letztlich irgendwann gähnend langweilig.

Ob sich Dein Musikgeschmack noch ändert, weiß ich nicht.

Ich gehöre zu den "Älteren" und höre trotzdem noch die Musik aus meinen Jugendtagen.

Ich finde deine Frage sehr interessant und denke, dass sich der Musikgeschmack durchaus noch ändern kann, aber nicht muss. Ich selbst bin schon etwas älter, wenn auch noch lange nicht Rentner. Teilweise mag ich noch die Musik meiner Jugend (aber längst nicht mehr alles). Dann gefällt mir manches von dem, was meine jugendlichen Söhne hören, besonders aus dem Bereich Indie-Rock. Und drittens erschließe ich mir auch bisher eher für mich unbekanntere Stile, höre gerade sehr gerne aktuellen Bluesrock.

Das ist so subjektiv was du für gut und schlecht, was du für langweilig und spannend hälst.

Wenn du für neue Dinge offen bist und dich nicht versteifst wird sich dein Musikgeschmack sicherlich noch ändern.

Doch so wie ich dich einschätze wirst du einer der vielen sein, die bei ihren Lieblingsliedern und -interpreten bleiben^^

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