Musik 1920 bis 1930

2 Antworten

Dir geht es also um die gesamte Musik der 20er Jahre.

In einer Quelle, die den Begriff "Die Goldenen Zwanziger" in ihrem Titel trägt, habe ich die folgenden Informationen gefunden (Rechtschreibkorrekturen und Kürzungen durch mich):

"In der Musik dominierten der Jazz und die Charleston-Musik aus den USA. Populär gemacht wurden die neuen Hits in ausverkauften Kabaretts und Revuen, durch Rundfunkempfänger und schon bald auch durch Schallplatten.

Aber auch in der ernsten Musik gab es Veränderungen. Nach Krieg kam es zum endgültigen Bruch mit traditionellen musikalischen Strukturen. Der Neoklassizismus und die Zwölftonmusik verdrängten das spätromantische Schaffen der Jahrhundertwende. Schönberg entwickelte 1912 die Zwölftontechnik (Komponieren mit allen zwölf Tönen der chromatisch, temperierten Skala, die in einer Reihe oder Grundgestalt vorgeordnet wurden. Kein Ton durfte sich wiederholen, ehe ein anderer erschien, kein tonales Zentrum durfte entstehen!!!) Ausgereift war die ZTM im Bläserquintett op.26 v. 1923/24. ZTM war Ausdruck des Verlangens für die Musiker nach geordneten Elementen. Schüler Schönbergs: waren z.B. Alban Berg, der Romantiker der ZTM. Die Premiere von Alban Berg (14. Dez 1925) bildete eine der hitzigsten und aufsehenerregendsten Premieren der 20er Jahre Ein weiterer Schüler von Schönberg war Anton von Webern. Ab 1924 haben beide dessen Reihentechnik konsequent weiterentwickelt.

Die neue ZTM stellte die wichtigste Gegenrichtung zu Strawinskys Moderne dar. Strawinsky hatte eine persönliche Reihentechnik, die auf Tonalität basierte. In seinem Ballett Pulcinella tritt eine neue klassizistische Polyphonie hervor. Seine Oper Oedipus Rex (Opernoratorium) konnte auf der Bühne und im Konzertsaal vorgeführt werden. Ein weiterer wichtiger Gegenspieler Schönbergs, Berg und Webern war Paul Hindemith. Er war ein konsequenter Gegner der ZTM, er bestand auf einem geschlossenes System bei Kompositionen. Er komponierte: Kammermusiken, die Vertonung von Rainer Maria Rilkes Marienleben, die Oper Cadillac."

Soweit das Zitat. Inhaltlich wäre ich etwas vorsichtig damit, ob alle Informationen stimmen, da der Schreiber doch ursprünglich arg viele Fehler eingebaut hatte. Z.B. hatte er den Komponisten Alban Berg nur als "Alban" bezeichnet, was aber nur dessen Vorname war.

Offensichtlich hat der Verfasser dieses Texts aber etliche Quellenarbeit geleistet und viele wertvolle Hinweise gebracht.

danke

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In Deutschland unterscheidet man ja gerne zwischen U-Musik (Unterhaltungsmusik, die sogenannte "leichte Muse") und E-Musik (ernste Musik).

Geht es dir eher um U- oder um E-Musik, oder um beides?

Geht es um Musik, die in diesem Zeitraum komponiert worden ist, oder die in diesem Zeitraum bevorzugt gehört / abgespielt / in Konzerten dargeboten wurde?

also was gehört und produziert wurde zu E- und U- Musik

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