Mundpflege im Pflegeheim

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo taigafee!

Googelt man "mundpflege bei magensonde" wird schnell deutlich, welch großer Stellenwert die Mundpflege bei einer Ernährung mittels Magensonde einnimmt! Auch Pflegemaßnahmen jenseits von Baby-Feuchttüchern finden sich dort. Besonders interessant finde ich die Reinigung mittels Rosenhonig, runterscrollen!-->

http://www.krankenschwester.de/forum/fachliches-pflegetaetigkeiten/28594-mundpflege-problem-ursache-symptome-massnahmen.html

Das hilft natürlich alles nicht weiter, wenn sich vor Ort niemand findet, der die Pflegemaßnahmen auch durchführt...^^ Aus eigener Erfahrung kann ich Dir berichten: Egal, wie teuer das Heim ist, das Pflegepersonal ist chonisch unterbesetzt und überfordert! Die Sorge Deines Großvaters ist also durchaus berechtigt! Es ist leider für Angehörige unerlässlich, regelmäßig darauf zu achten, dass erforderliche Maßnahmen auch durchgeführt werden.

Das klappt besonders gut, wenn man ein offenes Ohr für die Probleme der Pflegepersonen hat! Klingt absurd, hat sich für mich aber in der Praxis als hilfreich erwiesen! Freundliche Kommunikation und kleine Mitbringsel sorgen dafür, dass die zu pflegende Person nicht in Vergessenheit gerät...!!! Auch ein freundliches, sachliches Gespräch mit der Pflegedienstleitung hilft oft weiter. Ebenfalls hilfreich ist ein Gespräch mit dem betreuenden Hausarzt, der die Pflegemaßnahmen nochmals mit der Pflegestation absprechen sollte! In der Regel werden diese Maßnahmen ja von Seiten des Heimes protokolliert... Erst wenn das alles nicht hilft, würde ich mich an die Heimleitung oder an die Heimaufsicht wenden!

Alt werden ist nichts für Feiglinge...^^

Alles Gute für Deine Großmutter wünscht Dir das Beutelkind!

ja stimmt, kleine mitbringsel heben auch die stimmung auf station und arbeitsmoral. weil es sonst immer heisst, schneller, schneller, besser machen, fertigwerden, weniger fehler machen. man kriegt von allen seiten druck gemacht.

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Vielen Dank für Deine Antwort. Die Pflegeleitung redet sich damit raus, dass sie sich verschlucken würde, wenn man eine Mundreinigung durchführen würde. Aber ich werde das mal so weitergeben.

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@taigafee

DAS hat die Pflegeleitung als Begründung angegeben?! Das ist echt heftig...^^

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@taigafee

verschlucken bei der mundpflege? wenn die mundpflege richtig durchgeführt wird, dann besteht kaum die gefahr, dass sich ein pflegebedürftiger mensch verschluckt. das war ne saudämliche ausrede.

sondenpatienten sollten eigtl mehrmals am tag eine mundpflege bekommen, da sie selbstreinigung des mundes durch die sondenernährung erheblich beeinträchtigt ist. bei unzureichender mundpflege bekommen solche patienten ganz schnell mundpilz oder andere "lustige" krankheiten.

ich würde da an deiner stelle nicht locker lassen, versuch dein glück mal bei der heimleitung

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@ilinalta

Sehr nett, danke, das bestätigt meine Vermutung. Wir werden da jetzt stärker hinterher sein. Mein Opa massiert ihr täglich den Rücken. Dabei löst sich oft etwas Haut, was doch eigentlich normal ist. Jetzt wollen sie ihm das auch noch verbieten. Ich denke, dass sie nach drei Jahren liegen noch nicht wund ist, weil er sich so kümmert...

Ach, es ist erbarmungswürdig...

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@taigafee

die wollen ihm das verbieten? jedes andere heim freut sich, wenn die angehörigen freiwillig was übernehmen....

so wie sich das liest, (auch das mit dem nicht-raus-setzen in den rollstuhl) würde ich sagen, dass das ein ziemlich mieses altenheim ist.

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Freundliche Kommunikation und kleine Mitbringsel sorgen dafür, dass die zu pflegende Person nicht in Vergessenheit gerät..

Das ist ja schon eine unverschämte Unterstellung...

Es gibt auch noch Pflegepersonal, die ihren Beruf als Berufung sehen und sogar über ihren Dienst hinaus, sich um die zu pflegenden Personen kümmen und Geschenke ablehnen. Freundliche Kommunikation sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

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@KaeteK

4-7 menschen (je nach einrichtung und tagespersonal, kann aber auch mal mehr sein) morgens in 90 minuten (frühstücksdeadline) komplett zu waschen und anzukleiden (inklusive pflegemittelversorgung, zimmer herrichten und hygienevorschriften zwischen den zimmerbesuchen einhalten) ist standard.

egal wie berufen jemand sein mag, um in dieser zeit fertigzuwerden, dh niemand komplett auszulassen, gibt es 2 möglichkeiten: abstriche im sozialen, oder abstriche im medizinischen zu machen. medizinische vernachlässigung fällt eher auf als soziale vernachlässingung, also wird noch eher medizinisch korrekt gepflegt, sofern die zeit reicht. was sie oft genug nicht tut.

aber ich lasse mich gern vom gegenteil überzeugen.

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@KaeteK

Kaetek, das ist hier wohl kaum der Fall, was meinst Du?

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@KaeteK

Hallo KaeteK!

"Das ist ja schon eine unverschämte Unterstellung.."

Nein. Das entspricht meinen Erfahrungen, die ich mit meiner Großmutter in einem über die Maßen teuren Privatpflegeheim gemacht habe!

Am freundlichsten zu den Patienten waren dort die ausländischen Putzkräfte...^^

"Freundliche Kommunikation sollte eine Selbstverständlichkeit sein."

Ja, sollte es. Ist es aber nicht! Und wird durch die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte auch noch zusätzlich erschwert...^^

...Und Dein Kommentar ist auch nicht sonderlich freundlich, wenn ich das mal so sagen darf!

Beutelkind.

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" Freundliche Kommunikation und kleine Mitbringsel sorgen dafür, dass die zu pflegende Person nicht in Vergessenheit gerät...!!!"

Es soll mit kleinen Mitbringseln dafür gesorgt werden das das Pfelgepersonal den medizinisch/pfelgerischen Stadnart erfüllt?! Das ist doch BESTECHUNG!

Was ich machen würde: - über ein paar Tage genau edokumentieren was an notwendigen(!) Pfelgerischen Tätigkeiten gemacht wird - dann die Akten beidenen einsehen was sie dokumentieren (das wird ja wohl wie im krankenahus siend as das alles dokumentiert werden muss) - dann sieht man da das wahrtsgemäß dokumentieren das sies trotz notwendigkeit nciht machen, oder sie fälschen die dukomentation - und dann würd ich noch mal hier her kommen und nachfragen wo ich nen guten Anwalt bekomme um diesen Ab_chaum zu verklagen, und bei welcher Behörde ich die Melden muss damit denen der Laden dicht gemacht wird - es wird ja wohl kaum so seine das ihre Großmutter der einzige vernachläßigte Patient ist in einem ansonsten Top-Funktionierenen flegeheim!

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@galba6744

Du mußt bedenken: Du gehst wieder nach Hause, aber der von Dir geliebte demenzkranke Angehörige bleibt vor Ort!!!

Alte Menschen haben - außer bestenfalls ihren Angehörigen - keine Lobby!

"... und bei welcher Behörde ich die Melden muss damit denen der Laden dicht gemacht wird..."

Das wäre dann wohl die Heimaufsicht...^^ -->

http://de.wikipedia.org/wiki/Heimaufsicht

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@galba6744

das problem ist das der hierarchie. die informationsübertragung von unten nach oben wird immer verfälscht, weil man ja seinen vorgesetzten gefallen will. wenn eine pflegekraft sich beschwert, dass die zeit zu knapp bemessen sei, wird ihr für gewöhnlich signalisiert, dass andere gern diesen job hätten, die auch mit dieser zeit gut klarkommen würden. also kommt man plötzlich auch mit dem zeitplan "gut" zurecht. die pflegekräfte können selbst wenig dafür, und die leitung kann oder will das nicht sehen.

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@Beutelkind

Alte Menschen haben - außer bestenfalls ihren Angehörigen - keine Lobby!

So ist es. Und die Verantwortlichen haben beschlossen, dass alles so bleibt. Es ist zum Heulen :-(((.

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@taigafee

Bis zu welcher Instanz seid Ihr denn vorgedrungen? Das kann doch nicht angehen! Habt Ihr denn keine Unterstützung durch den Hausarzt?

...Lieben Dank für den Stern taigafee!!

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@Beutelkind

Genau, der Arzt ist es, der sich weigert, andere Anweisungen zu geben, und nur die führen die Pflegekräfte aus.

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Das Pflegepersonal sollte auf jeden Fall auf dieses Problem angesprochen werden. Natürlich gibt es den Mangel an Altenpflegern und die verdienen auch nicht viel Geld aber so etwas wie Mundpflege sollte auf jeden Fall geleistet werden! Hygiene allgemein ist sehr wichtig - gerade bei älteren Menschen deren Immunsystem nicht mehr so gut funktioniert we bei jungen. Wird auf so etwas nicht geachtet ist das eine Gefahr für die Gesundheit und das darf in keinem Pflegeheim der Fall sein - egal wie viel man bezahlt!

Die Anordnung kommt vom Arzt. Was der nicht anordnet, wird nicht gemacht. Es bleibt, wie es ist :-(((.

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Hallo Taigafee,
die Mundpflege gehört zur Grundpflege und sollte vom Pflegepersonal übernommen werden. Frag einfach mal beim Pflegepersonal nach, wie das in diesem Haus gehandhabt wird. Kontrolliere dann auch ob es gemacht wird und reklamiere notfalls.
Dann rede Deinem Großvater bitte die Baby-Feuchttücher aus, reibe Dir mal selber den Mund damit aus, dann weißt Du warum.
Es gibt extra Zitronenstäbchen zur Mundpflege, man kann auch Kamillentee oder Butter oder Honig nehmen. ((-:

statt der zitronenstäbchen hab ich gern diese tupfer genommen (die meisten unserer bewohner mochten den geschmack der stäbchen nicht) und hab die dann in tee etc getaucht. zwischendurch kannst aber auch nen lieblingsgeschmack der zu pflegenden person nehmen. ein ehemaliger kaffeeliebhaber wird sich über ein paar tropfen kaffee sehr freuen :)

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@ilinalta

weiss nicht ob die anwendung folgenden vorschlages in der pflege gegen irgendwelche richtlinien verstoßen würde, wahrscheinlich schon. jedenfalls für mich, um die zunge zu säubern, kenn ich nichts besseres als einen umgedrehten kleinen löffel, mit dem man vorsichtig über die zunge schabt. holt den ganzen schmodder porentief aus der zunge, und der geschmackssinn arbeitet danach auch deutlich besser.

zitronenstäbchen find ich in einzelfällen ok, täglich schmeckt das eklig. würde da eher zu kräuterzubereitungen raten, da die alkalisch sind, auch besser für das mundmilieu, und, da es als naturprodukt immer etwas anders schmeckt, belebender. zb minze, salbei, rosmarin, ingwer

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