Multiple Sklerose jahrelang unentdeckt

11 Antworten

Natürlich kann das sein. Hat sie denn schon sowas wie Schübe gehabt? Meine Mutter hat MS. Wenn man im Nachhinein drüber nachdenkt, hatte sie schon mit Ende 20 Schübe, die als solche nicht erkannt wurden. Erst etwa zwanzig Jahre später wurde das bei ihr diagnostiziert. Glücklicherweise hat sie einen für diese Krankheit sehr langsamen und sanften (wenn man das so bezeichnen kann) Krankheitsverlauf. Das wichtigste Indiz für MS sind nicht Lähmungen usw. sondern diese Schübe in meinen Augen!!

diese ganzen neurologischen Krankheiten sind in Frühen Stadien sehr schlecht zu diagnostizieren. Ärzte neigen meist zur einfachsten und für den Patienten nettesten Antwort. Und wenn man kein Privatpatient ist, nehmen sie sich leider auch zu wenig Zeit um mehr herauszufinden.

Ja, das kann sein, gerade auch bei MS. Meinst du, sie hat dem Arzt vielleicht nicht alle Probleme gesagt, sodass er auf die Verdachtsdiagnose noch nicht gekommen ist und bestimmte Untersuchungen bzw. eine Überweisung zum Neurologen noch nicht gemacht hat? Wie sie aussieht, ist ja egal - aber geht das mit dem "keine Schwächen zeigen können" so weit?

Ansonsten, Spekulationen helfen ja nicht. Die Symptome können auch andere Gründe haben. Aber es ist deine berechtigte Sorge, dass sie zu wenig für sich tut, oder eben das Falsche, Alkohol als vermeintlicher Konfliktlöser?

Mach ihr Mut, zu Ärzten so ehrlich wie möglich zu sein, da besteht ja Schweigepflicht und Kranksein ist keine Schwäche, aber "so tun als ob" ist wohl eine Schwäche. Stark und mutig wäre, wenn sie über ihren Schatten springen könnte.

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