Multiple Sklerose - alles unveraendert seit Jahren? blind..

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

nach einer entzündung können sich nervenzellen im zeitraum von 1-2 jahren regenerieren. nach 5 jahren kommt es zu keiner verbesserung der sehkraft mehr. weder durch training noch durch medikamente.

das sehen kann an vielen stellen beeinträchtigt werden- manche MS-kranke bekommen eine uveitis, d.h. eine augenentzündung, andere eine sehnerventzündung. es ist aber auch denkbar, dass das sehzentrum im gehirn oder stellen im gehirn, die das sehen verarbeiten, entzündungsherde aufweisen. durch MRT-bilder kann man dies feststellen, während nervenschäden durch leitungstests (VEP z.b.) nachgewiesen werden.

je nach dem, was betroffen ist, ist das sehen mehr oder weniger beeinträchtigt, und kann auch besser oder schlechter heilen z.b. sind die nerven im sehzentrum dicht gepackt- wenn man da schäden hat, kann man das schlechter therapieren als einige andere ausfälle.

durch medikamente kann man MS-schübe nicht 100%ig verhindern. wegen der medikamentenform solltet ihr den zuständigen neurologen fragen.

Hallo kaesekuchen!

MS, die Krankheit mit den 1000 Gesichtern.

Bei mir wurde MS diagnostiziert letztes Jahr -- erster Schub war wohl 2007 (damals als Schlaganfall, verursacht durch Diabetes behandelt.)

Wenn du dich mit MS bechäftigt hast, wirst du auch mitbekommen, dass die Diagnose relativ langwierig ist. Ich hatte wohl noch mehrere Schübe, bis es mir dann 2013 gereicht hat. Die Sympthome waren keiner anderen meiner Karnakheiten zuzuordnen.

Ich habe mit den Augen überhaupt keine Probleme (trotz Diabetes), Bei dem Pseudoschlaganfall war meine rechte Körperhälfte kurzfristig gelähmt.

In 2013 hatte ich rechts kein Gefühl mehr (keine Lähmung) und irgendwann um den Bauch, wie einen Nierengurt (wenn's nur der Vorderbauch ist, kann es auch die Folgen einer OP sein, die ich hatte).

Zur Zeit habe ich eigentlich kaum Auswirkungen (manchmal fall ich um, hin und wieder habe ich kurze Lähmungen an den Armen). Bleibend habe ich nur eine "komische" Gefühlswahrnehmung auf der rechten Seite (bei Berührungen).

Ich spritze auch und das ist wirklich unangenehm (ich habe leider Erfahrung im spritzen, nicht nur wg. Diabetes, sondern z.B. muss ich auch manchmal Eisen u.ä. spritzen).

Seite Mitte des letzten Jahres gibt es auch Tabletten, meine Neurologin wollte sie mir aber noch nicht geben, da noch keine Erfahrung mit den Tablette vorhanden ist (und die Spritzen wirken, oder wirken nicht, niemand weis was genaues -- Aussage von Reha).

Kurz und gut, anscheinend wirken die Spritzen doch (bei mir) hatte nur Ende 2014 noch mal 'nen Schub. Die Spritzen sollen aber nur die Schubhäufigkeit drücken -- sie haben keinen heilenden Effekt.

Falls Entzündungsherde zu spät erkannt werden (und damit zu spät Cortison gegeben wird) kann es natürlich sein (kann!), dass die Entzündung einen geschädigten Nerv hinterlässt (Mylin-Schicht/Isolator zu anderen Nerven), im schlimmsten Fall entstehen "schwarze Löcher", das sind abgestorbene Nervenzellen. Im Laufe der Zeit bleiben leider auch geschädigte Nerven zurück (meine rechte Körperhälfte).

Die Auswirkungen sind nicht vorausschaubar -- je nachdem wo, welcher Nerv wie geschädigt gibt es "Umleitungen" für die Reizleitungen usw.

Im Endeffekt ist es aber so, dass eine bestehende Schädigung bleibt (muss aber nicht, habe ich auf der Reha auch gesehen).

Die allgemeine Meinung (Ärzte) ist aber:: MS ist ein fortschreitende Krankheit, ich kann zur Zeit nur die Schnelligkeit etwas beeinflussen.

Gruß

Sie sollte mehr Fisch essen (oder Vitmamin D-Präparate nehmen) und an die Sonne gehen. Mehr kann keiner leider echt nicht sagen. Ich weiss von jemandem der lebt mit MS und hatte mal bei seinem ersten Schub seine ganze rechte Seite gelähmt und der ist wieder in Ordnung geworden. Vielleicht weil man es schnell herausgefunden hat.

Sie sollte am besten gesund leben und glücklich sein/werden. Soweit ich weiß sind die Medikamente alle nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Da muss sie selbst herausfinden, was gut für sie ist.

Es ist besser sich in so einer Situation von negativen Leuten fernzuhalten. Es gibt nicht wenige Leute die garnicht rücksichtsvoll sind bei sowas. Schrecklich, ist aber so.

Mit MS geht man nicht in die Sonne! Man versucht sie bestmoeglich zu meiden, denn auch intensive UV-Strahlung kann einen naechsten Schub ausloesen oder ihn zumindest beguenstigen.

Bei dem Rest gebe ich dir auf jeden Fall Rest, aber das Problem ist ja auch, dass sie nirgendwo?mehr alleine?hinkommt und oft den?ganzen Tag nur zuhause rumsitzt.

Liebe Gruesse

0

Hi..also es ist doch so, dass sie in ärztlicher Behandlung ist. Das A und O ist, den Ärzten zu vertrauen und deren Ratschläge zu beherzigen. 10 Jahre ist eine lange Zeit. Die Nerven, egal wie oder für was, ist wie ein Kabel. Wenn die Ummantelung angenagt ist..immer wieder..versagt irgendwann die Weiterleitung und man bekommt Wackelkontakt. Viel Erfolg bei der evtl. Genesung

Was möchtest Du wissen?