Müssten die Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht vertauscht sein von der Bedeutung?

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Dass  es so ist, wie es ist, hat seine Gründe; und diese liegen nicht in der Logik der Sprache.

Ich erinnere mich an einen Spruch, der so ziemlich aus der Mode gekommen ist:

Die Unternehmer heißen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen. Die Arbeiter heißen Arbeiter, weil sie arbeiten. - Würden die Arbeiter etwas unternehmen, müssten die Unternehmer arbeiten.

Die eigentliche Frage ist was Arbeit in dem Zusammenhang bedeutet. Die kapitalistische Wirtschaftsform benötigt 3 Komponenten. Boden, Arbeit und Kapital. Boden ist die Natur in der wir Leben, Arbeit ist ein anderes Wort für menschliche Tätigkeit die untrennbar mit dem Leben verbunden ist und was Kapital genau ist weiß ich selber nicht :)

Jedenfalls müssen die meisten von uns, da sie keinen riesengroßen Grund und Boden haben, den sie vermieten könnten und auch nicht große Vermögen besitzen, durch deren Verleih sie Zinsen einnehmen könnten ihre
Arbeitskraft verkaufen. In der Summe das lebenlang "schuften".

Es wird vorrausgesetzt das die Arbeitskraft als Ware zur Verfügung steht und von der Industrie "gekauft" werden kann. Daher wäre eine bessere Bezeichnung z.B. verkaufte Arbeit (Sicht von Arbeitnehmer) und gekaufte Arbeit (Sicht vom Arbeitgeber).

Eigentlich wollen die Leute keine Arbeit verrichten, sonder Entlohnung erhalten. Arbeit zu verrichten ist kein Grundbedürfnis des Menschen, zu dem muss man ihn erst zwingen. Dann besser Lohnnehmer und Lohngeber.

Es ist nicht zuletzt auch eine Frage der Situation. Auch der vermutlich falsch bezeichnete Arbeitnehmer gibt ja ebenfalls Arbeit noch obendrein. Ich erinnere mich an meine Lehrlingszeit. Da sagte mir mein Ausbilder, ich solle dem Lehrling unter mir Arbeit geben. Es ist eben die gute alte Firmenherarchie, die hier zusätzlich Verwirrung stiftet.

Menes Erachtens ist beides irgendwie richtig. Um hier Klarheit zu schaffen sollte man zwei völlig neue Wörter erfinden.

Nein. Der Arbeitgeber heißt Arbeitgeber, weil er dem Arbeitnehmer Arbeit, also einen Arbeitsplatz, gibt. 

Woher ich das weiß:Hobby – Eigenes politisches Engagement, Allgemeinbildung

Und ich als Kunde gebe doch dem Unternehmer auch Arbeit.

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@DanielNord

Wäre hier theoretisch möglich, dich als Arbeitgeber zu bezeichnen, ist aber unüblich. Und Sprache basiert eben auch immer zuerst auf Konventionen. 

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Wenn du hinter "Arbeit" das Wort "Kraft" setzt hast du recht - der AG nimmt die Arbeitskraft des Arbn und dieser gibt sie.

Richtig wäre aber m.E. Arbeit und Stelle > der Arbg bietet die Arbeitsstelle und der Arbn nimmt sie.

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