Müssten die Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht vertauscht sein von der Bedeutung?

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24 Antworten

Dass  es so ist, wie es ist, hat seine Gründe; und diese liegen nicht in der Logik der Sprache.

Ich erinnere mich an einen Spruch, der so ziemlich aus der Mode gekommen ist:

Die Unternehmer heißen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen. Die Arbeiter heißen Arbeiter, weil sie arbeiten. - Würden die Arbeiter etwas unternehmen, müssten die Unternehmer arbeiten.

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Kommentar von FrageMoritz
27.11.2015, 20:30

Der ist Gut xD

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Jemand vergibt Arbeit und jemand nimmt Arbeit. Warum ist Deine Frage so hochtrabend? Der Arbeitgeber vergibt zum Beispiel Aufträge an seien Arbeitnehmer. Stimmt schon das der Arbeitnehmer seine Abeitskraft anbietet, aber wenn der Arbeitgeber ein Gesuch aufgibt und der Arbeitnehmer diese findet und annimmt, ist er eben der Arbeitnehmer. Gibt doch deine Denkweise mal der Regierung. Vielleicht wird auch das noch geändert. Ist ja sowieso schon ein totales Durcheinander und Wortklauberei bringts dann noch. Warum also nicht noch mehr Chaos? Kopfschüttel.

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Wird von linker Seite genau so geshen, wie du vermutest. Der Lohnabhängige gibt nämlich seine Arbeitskraft, der Firmeninhaber bzw. dessen Beauftragter nimmt sie, um so Profit für sich und Seinesgleichen (Aktionäre/Gesellschafter) zu generieren.

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Ja. Schon im vorletzten Jahrhundert hat sich  Friedrich Engels drüber lustig gemacht, dass die Wortbedeutung hier eigentlich verdreht ist.

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Hast Du völlig Recht, da steckt so diese Didaktik von Gönner und Bittsteller oder Herr und Knecht mit drin.Wenn dann müsste es korrekt heissen: Arbeitsplatzgeber und Arbeitsplatznehmer. Die gebräuchlichen Begriffe sind absolut irreführend da natürlich der Arbeitnehmer die Arbeit leistet und somit an den Arbeitgeber "gibt". 

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Es ist nicht zuletzt auch eine Frage der Situation. Auch der vermutlich falsch bezeichnete Arbeitnehmer gibt ja ebenfalls Arbeit noch obendrein. Ich erinnere mich an meine Lehrlingszeit. Da sagte mir mein Ausbilder, ich solle dem Lehrling unter mir Arbeit geben. Es ist eben die gute alte Firmenherarchie, die hier zusätzlich Verwirrung stiftet.

Menes Erachtens ist beides irgendwie richtig. Um hier Klarheit zu schaffen sollte man zwei völlig neue Wörter erfinden.

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Die eigentliche Frage ist was Arbeit in dem Zusammenhang bedeutet. Die kapitalistische Wirtschaftsform benötigt 3 Komponenten. Boden, Arbeit und Kapital. Boden ist die Natur in der wir Leben, Arbeit ist ein anderes Wort für menschliche Tätigkeit die untrennbar mit dem Leben verbunden ist und was Kapital genau ist weiß ich selber nicht :)

Jedenfalls müssen die meisten von uns, da sie keinen riesengroßen Grund und Boden haben, den sie vermieten könnten und auch nicht große Vermögen besitzen, durch deren Verleih sie Zinsen einnehmen könnten ihre
Arbeitskraft verkaufen. In der Summe das lebenlang "schuften".

Es wird vorrausgesetzt das die Arbeitskraft als Ware zur Verfügung steht und von der Industrie "gekauft" werden kann. Daher wäre eine bessere Bezeichnung z.B. verkaufte Arbeit (Sicht von Arbeitnehmer) und gekaufte Arbeit (Sicht vom Arbeitgeber).

Eigentlich wollen die Leute keine Arbeit verrichten, sonder Entlohnung erhalten. Arbeit zu verrichten ist kein Grundbedürfnis des Menschen, zu dem muss man ihn erst zwingen. Dann besser Lohnnehmer und Lohngeber.

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Stimmt! Der Le(e)hrer müsste Füller heissen und der Füller eigentlich Le(e)hrer. Denn der Lehrer füllt dich mit Wissen während der Füller sich leer schreibt. ❗️

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Kommentar von TUrabbIT
29.11.2015, 16:05

Interessanter, nein sogar innovativer Gedankengang den du hier an den Tag legst. Doch obwohl eine phonetische Ähnlichkeit zu "leerer" nicht abzustreiten ist, und daher auch dein Ansatz Sinn ergibt ist es doch eher abwegig die Begriffe zu vertauschen, denn schließlich füllt ja der Füller auch das Papier mit Tinte zur Schrift. 

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Der Arbeitgeber gibt dem Menschen eine Arbeit, der Arbeitnehmer nimmt diese Arbeit an.

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Kommentar von voayager
24.11.2015, 13:58

nach dieser Logik müßte dann der Arbeiter eigentlich auch Profitgeber heißen

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haha, nein der Arbeitgeber gibt dem Menschen die Arbeit. Und der Arbeitnehmer sucht Arbeit und nimmt die an xD

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Kommentar von TUrabbIT
24.11.2015, 13:06

eigentlich sucht diese Person ein einkommensgeber und bietet im. Gegenzug Arbeit an.

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Nein. Der Arbeitgeber heißt Arbeitgeber, weil er dem Arbeitnehmer Arbeit, also einen Arbeitsplatz, gibt. 

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Kommentar von DanielNord
25.11.2015, 20:12

Und ich als Kunde gebe doch dem Unternehmer auch Arbeit.

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Nein der Arbeitnehmer nimmt die Arbeit und der Arbeitgebern gibt dir Arbeit(sstelle)

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Ebenso gibt der Arbeitgeber einen Arbeitsplatz und der Beschäftigungslose nimmt ihn an. Wie du siehst, muss man nur die Bezugsebene passend machen. :-)


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Für mich ist das Eine Frage der Definition, wie ich das Bestimmungsswort bei den zusammengestzten Substantiven betrachte.

Wer dann "Arbeit" als Arbeitskraft sieht, hat umgedeutet.

Wer "Arbeit" als einen zu erledigenden Job sieht, für den ist nix vertauscht.

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Hallo TUrabblT,

ich verstehe genau was Du meinst und stimme Dir zu, in einer besseren Welt wäre das wohl so..

Liebe Grüße

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Wenn du hinter "Arbeit" das Wort "Kraft" setzt hast du recht - der AG nimmt die Arbeitskraft des Arbn und dieser gibt sie.

Richtig wäre aber m.E. Arbeit und Stelle > der Arbg bietet die Arbeitsstelle und der Arbn nimmt sie.

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Müssten die Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht vertauscht sein

Nö.

Der Arbeitgeber gibt Arbeit (und Geld) und nimmt das Produkt der Arbeit.

Der Arbeitnehmer nimmt Arbeit (und Geld) und gibt das Produkt der Arbeit.

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interessanter Gedanke- aus meiner Sicht wäre es anders herum auch richtig definiert - dennoch aber auch nicht mehr richtig oder falsch wie die jetzige Definition.

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Der Geber hat eine Arbeit = Arbeitgeber und der andere nimmt diese Arbeit an = Arbeitnehmer.

Es geht hier nicht um die Leistung, sondern um die Arbeit, die zu machen ist.

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Für was sinnvoll?

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