Müsste Islamkritik nicht eigentlich die logische Folge des Linkssein sein?

19 Antworten

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Micky I love you! Du bringst alles immer so schön auf dem Punkt :-)

Vieles was die Linken wollen: eine Art Solidargemeinschaft (der allerdings schnell in einem Versorungsstaat ausarten kann), Begrenzung oder Abschaffung der Rüstungsexporten, hohe Erbschaftssteuern, Umverteilung von oben nach unten, Solidarität unter den Völkern, Atheismus oder zumindest ein eher verwässertes Glaubensbekenntnis, Bekämpfung antisemitische Äußerungen, und vor allen die absolute Gleichstellung von Mann und Frau und Mann und Mann und all seine Transgenderformen...... etc.  all das ist undenkbar im Islam.

Islamische Länder sind hochgerüstet, und haben einen großen "Waffenhunger". Islamische Führer hätten wenig Verständnis dafür, wenn es aus Deutschland keinen Waffen mehr zu beziehen gäbe.

Die Solidarität bezieht sich auf dem Clan, oder die Familie, und nur beim Opferfest oder Ramadan denkt man mal an die Armen, und sie werden nicht mit dem bedacht, was sie im Westen bekommen, sondern mit Almosen abgespeist.

Im Islam bleiben die Reichen reich, die Armen arm, es sei denn, sie schaffen es aus eigener Kraft, viel Geld zu verdienen. Die Tatsache, dass sie viele Muslime im Handel tätig sind, liegt auch daran, dass man da, auch als ungebildeter Sohn einer armen Familien gleich Geld verdienen kann, ohne erst viele Jahre die Familie zu belasten mit einem Studium.

Größere, fanatischere und aggressivere Antisemiten wie die Araber kann man wohl kaum finden.

Und die Diskussionen über das Rollenverständnis laufen gleich vollends aus dem Ruder, sobald man mit einer Muslima spricht. 

In den Siebzigern habe ich in Freiburg studiert, und ja, heute kaum zu glauben, ich habe mich im linken Spektrum der Friedensbewegung engagiert, (Geld sammeln für Nicaragua usw.) Damals haben wir auch ein "Frauentreff" gegründet, und Ziel war es, dort alle Nationalitäten zu versammeln, und einen Dialog zu ermöglichen. Eines Tages hatten wir die glorreiche Idee ein Deutsch-Türkisches Frauenfest zu feiern. Wir suchten im Telefonbuch und an Türschilder alle türkischklingenden Namen heraus, und brachten Wurfzettel umher (nix Flashmob und social media, richtige Laufarbeit war das). An den Schulen fingen wir die Kopftugträgerinnen ab,die ihre Kinder brachten und holten,  und wir haben Einladungen verteilt. An allen strategischen Punkten hingen Plakate.

Der Abend kam: Mit Band und Büffé saßen wir da: deutschen Frauen und Studentinnen. Es kamen keine fünfzig, keine zwanzig Türkinnen, es kam keine einzige!!! Naiv wie wir waren, dauerte es eine Weile, bis wir kapierten, dass diese Frauen gar nicht ausgehen durften, und sie wären nur gekommen, wenn wir ihre Männer, Väter und Brüder, die ganze Wauwaus, auch eingeladen hätten. 

Auch heute übersehen viele Rot-grün gesprenkelten, dass viele Muslimas mitten in Deutschland ein sehr unfreies Leben führen, und sehr reguliert und kontrolliert werden. Natürlich gibt es die, von denen ich hier auch mal gesprochen habe, die einen guten Beruf haben, und sich nicht unterdrücken lassen. Es gibt Familien die ihre Töchter das ermöglichen. Aber über den anderen sollten wir mal reden.

Du hast recht: die Linken sollten den Islam eigentlich mehr als ihren Kontrahent sehen als Menschen die weniger dogmatisch denken. Ich kenne AfD Mitglieder die sagen, sie hätten großen Respekt für gläubige Muslime, da sie ihren Glauben leben und verteidigen, und das leben, was uns im Westen abhanden gekommen ist: die Religion (nicht zu verwechseln mit Glaube).

Vielen Dank für Deine Antwort ;)

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Komisch! Heute erzählt man uns doch so gern, dass früher die Frauen auf ihr Kopftuch verzichtet haben und wir Deutschen sie erst dazu gezwungen hätten es wieder an zu ziehen, weil wir die Muslime nicht in unsere Gesellschaft aufnahmen. Also haben wohl viele Muslima auch in den 70er Jahren ihr Kopftuch getragen.

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@zahlenguide

Ja, die erste Generation trug Kopftuch. Die zweite Generation nur noch zum Teil, und häufig "Anlassbezogen": beim Elternbesuch z.B, damit nicht der kulturübergreifenden Spruch der Mutter kam: "Kind wie läufst du bloß rum!". Die zweite Generation war nach meinem Dafürhalten die modernste, und die best-integriertste. Als die Gruppe zu gross wurde, erfolgte der Rückzug in Parallelgesellschaften und die Polarisierung die wir jetzt sehen. Lese mal von Constantin Schreiber das Resümee seines Buches " Inside Islam". 

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Die überwiegende Anzahl der Linken, ich schließe mich selbst ein, bezeichnen ihre Haltung insgesamt als religionskritisch. Leider wird dabei aber auch bei manchen von ihnen vor dem Islam "Halt" gemacht. Dabei hat die Religion natürlich besonders Kritik verdient.  

Der dogmatische und fundamentalistische Islam, den man häufig bei den Sunniten findet, überholt rechtsgerichtete politische Gedanken ja oft genug noch auf der rechten Seite.

Für links denkende Menschen sollte es eigentlich klar sein, beim Thema Islam an die Unterdrückung der Frau (zumindest in großen Teilen der islamischen Welt) zu denken, oder auch an Versuche einer zurück-Entwicklung säkularer Staaten zu religiös dominierten Ländern. 

Denken würde ich auch an Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung bestimmter sexueller Verhaltensweisen oder Unterdrückung nicht-religiöser Menschen.

Dies anti-religiöse Haltung sollte für jede dogmatische Religion gelten.

Ja.

"Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist "harby", d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam."

(Karl Marx)

http://www.mlwerke.de/me/me10/me10_168.htm

Und das aus gutem Grund.

https://www.ibka.org/node/908

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