Müsste ich Erbe bekommen?

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6 Antworten

Es gilt immer das letzte eigenhändig geschriebene Testament.

Man hätte es höchstens noch anfechten können (dafür gilt eine Frist ab dem Datum, wo man einen Grund fürs Anfechten feststellt), ganz evtl, hätte ein Schriftsachverständiger noch nachträglich feststellen können, dass sie beim Schreiben nicht mehr geschäftsfähig war.

Aber wenn das Testament ansonsten korrekt geschrieben und aufgebaut ist, dürfte das schwierig bis unmöglich werden.

Da dort nicht ausdrücklich drin steht, WAS Du geerbt haben könntest, hast Du auch nichts geerbt und mündliche Zusagen gelten eh nicht. Genausowenig diese dubiose Unterschrift zum ungültigen 2. Testament.  Musst Du Dich wohl mit abfinden. Vielleicht teilt ja Deine Mutter ihr Erbe mit Euch Kindern....sonst musst Du eben auf den Tod deiner Eltern warten, bis Du was erbst. Enkelkinder sind in der Erbfolge eh hinter den Eltern, wenn es kein Testament gibt, in dem ausdrücklich was anderes steht.


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Weißt Du, wie das 2.Testament aussah? Warst Du da begünstigt?

Ansonsten erben (ohne Testament) erstmal der Ehegatte und die leiblichen oder adoptierten Kinder (also Deine Mutter!). Ein Erbschaftsanspruch auf Dich ginge nur über, wenn Deine Mutter das Erbe ausschlagen würde oder bereits verstorben wäre. Deine Mutter erbt vor Dir. Dein Halbbruder wurde wohl direkt bedacht

Die Sache ist sehr komplziert, weil sehr Vieles unklar ist. Die Frage ist, ob Du das testament ggf. noch anfechten kannst? Um welchen Betrag ginge es dann? Lohnt es sich dafür ggf. Anwalts- und Gerichtskosten in Kauf zu nehmen und vor allem den großen Wirbel in der Familie damit zu starten.

Wäre die Alternative nicht vielleicht ein Gespräch mit Deiner Mutter, ob Sie vom Erbe etwas an Dich abgibt?

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Sie hat im unterschiedlich langen Anständen 3 verschiedene Testamente
geschrieben. Beim schreiben des letzten Testament war sie aber schon so
"krank" im Kopf, dass sie auch für kurze Zeit in eine psychiatrische
Klinik gekommen.

Eine Testierunfähigkeit müßte vor Gericht geltend gemacht und auch dargelegt werden.

Trotzdem wurde dieses Testament in Kraft gesetzt.

Hier ist die Frage, ob es bereits ein rechtskräftiges Urteil gibt.

Da sie aber nicht Wort wörtlich geschrieben hat dass ich von dem Erbe
ausgeschlossen bin frage ich mich ob mir doch Geld zu steht da meine
Mutter auch Erbe bekommen hat obwohl sie ausgeschlossen war.

Das kommt neben der Frage, ob das neue Testament wirksam ist, davon ab, ob anteile übrig bleiben. Setzt der Erblasser neue Erben ein, dann erden diese.

Sinnvollerweise sollten sie einen Fachanwalt für Erbrecht konsultieren um abzuklären ob ein Vorgehen gegen das Testament noch möglich und sinnvoll ist. Die Erstberatung kostet dabei ca. 250€. Dazu sollten sie natürlich abschrifen der 3 Testmante mitbringen.

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es erben immer die direkten nachfolger also - die kinder der großmutter, wenn diese verstorben sind, geht es an die enkel weiter.

die mutter könnte theoretisch vom erbe ausgeschlossen werden, hätte dennoch anspruch auf einen pflichtteil von 25%, außer sie hätte groben undank gezeigt, also gewalt oder rufmord gegen die mutter, verleumdung oder ähnliches.

ich hoffe, das hilft so als orientierung

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Wende dich an einen Anwalt der sich mit Erbschaftssachen auskennt.

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Meine Mutter jedoch musste dafür vors Gericht. In dem dritten Testament
steht: " Tut mir leid (mein Name) du hast deine Chance verpasst du
hättest auf deinen Bruder hören müssen" das ist alles was dort über mich
geschrieben steht.  

Und wie hat der Richter in der Erbangelegenheit entschieden? - Das wäre dann die Antwort auf Ihre Frage!

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Blindi56 21.06.2016, 12:45

Diese Unterschrift war Bedingung für das 2. Testament, was aber nicht mehr gilt. Es gilt immer das letzte korrekte!

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schelm1 21.06.2016, 12:51
@Blindi56

Bleibt die offene Antwort auf die richterliche Entscheidung.

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leen717 21.06.2016, 13:02

Der Richter hat zugesagt dass sie einen Teil des Erbes bekommt. Jedoch aber nicht den vollständigen Pflichtteil 

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schelm1 21.06.2016, 13:05
@leen717

Mit der Entscheidung muß man halt leben oder gegen das Urteil, soweit zulässig, Berufung einlegen.

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