Müssen wir Kosten der Bauabnahme der Baugrube bezahlen, obwohl wir keinen beauftragt haben?

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9 Antworten

Prüfe den Vertragstext. Wenn dort steht "..alle Baunebenkosten, auch solche die nicht im Detail einzeln benannt wurden, sind im Festpreis enthalten."  dann seid ihr draußen. 

Wenn jedoch nur einzelne Baunebenkosten genannt und aufgeführt wurden, dann müsst ihr alle kommenden nicht aufgeführten Baunebenkosten tragen.

In der Regel betragen die Baunebenkosten 12%-15% der BAUSUMME, zusätzlich! Dieses wird von vielen Bauträgern oft "vergessen" zu erwähnen.

Mein Tipp: Ab zum Anwalt für Baurecht und den Vertrag prüfen lassen, eventuell lauern noch ganz andere Kosten in eurem Vertrag und zum schlechten Schluss seid ihr überschuldet und das Haus gehört euch nicht lange.

Ich habe das erste Haus ohne Anwalt gebaut und hatte richtig Glück! Nur die Auffassung der Berufsehre des Architekten hat mir den Arxxxx und das Haus gerettet. Das zweite Haus wurde mit Anwalt gebaut, schon vor der Vertragsunterzeichnung.

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Es wird sich nicht um eine Abnahme der Baugrube sondern um eine Gründungsbeurteilung gehandelt haben.
Das ist völlig normal wenn man sich vorher das teure Baugrundgutachten spart. Und Baugrund ist nie durch Pauschalen abgedeckt, dafür haftet immer der Bauherr.

Ansonsten wundere ich mich über die blauäugige Beschreibung.
Am Bau sind viele Experten beteiligt und alle haben recht hohe Stundensätze. Da kommen schnell Beträge zusammen, für die man 2 Monate sparen muss.
Wenn die Bauleiterin sagt, dass da jemand beauftragt hat sie euch das korrekt mitgeteilt. Das Ihr bei so einer Mitteilung nicht den Kern der Information begreift: hier kommt ein Fachmann, der erhält Geld für seine Arbeit und wenn du nicht sicher bist wer den bezahlt dann frage oder erhebe Einspruch.

Ihr habt offenbar keine Ahnung was bei Bau alles dazugehört und wer welche Kosten trägt. Das ist nicht schlimm, man kann nicht in allen Bereichen Ahnung haben. Nur man muss dann jemanden als Bauleiter/Überwacher einsetzen, den man selbst bezahlt der davon Ahnung hat und die eigenen Interessen wart.
Dieser hätte zB gleich bei der Vertragsverhandlung gewusst: wir brauchen später eine Gründungsbeurteilung, das Kostet, diese Kosten soll der Bauträger mit in den Vertrag aufnehmen...

Auf Euch wird da noch einiges zukommen, weil es viele Dinge im Laufe des Baus zu klären gibt und umgekehrt viele Baufehler und Abweichungen entstehen. Das ist völlig normal.
Aber ihr erkennt als Laien die Fehler nicht und werdet die nicht ansprechen. Umkehrt wisst ihr aber bei Fragen nie ob der Bauträger euch eigentlich nur Geld rausleiern will oder ob er einen sinnvollen Vorschlag gemacht hat.

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Dass eine Gründung sicher sein muß, bedarf wohl keiner besonderen Erläuterung (nachweis der Standsicherheit).

Wie eine Abnahme der Gründung in Eigenleistung erfolgen könnte, erschließt sich mir daher nicht.
Wenn die Kosten hierfür nicht geplant wurden, triftt das den Kalkulator der Baunebenkosten.

v.G.

In Brandenburg kommt zusätzlich noch ein Prüfstatiker, der Bewehrung, Dämmung, Dachstuhl etc. bauabschnittsweise überprüft.

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Das kann dir hier keiner sicher beantworten, und ich kenne mich sehr gut damit aus. Leider muss man immer den Vertrag dazu kennen und sich (gerade bei Baurecht) auf die vielen Urteile beziehen.
Geh zur Verbraucherzentrale, dort kann man sich für ca. 30€ von einem Anwalt beraten lassen.

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Ihr könnt Euch schon mal darauf einstellen dass noch viele Kosten auf Euch zukommen werden, die nicht im Festpreis enthalten sind. 

Spontan fällt mir da z.B. die Einmessung durch das Katasteramt oder einen Vermessungsingenieur nach Fertigstellung des Baus ein.

Da die Baugrube abgenommen werden muss, kommt ihr sicher an den Kosten nicht vorbei.

Ich kann nur immer wieder empfehlen den Bauvertrag genau zu lesen. Darin sind in der Regel alle enthaltenen Leistungen haarklein aufgeführt.

Nachtrag: Mir fallen auch gerade die Hausanschlußkosten ein. Diese sind normalerweise auch nie in den Festpreisen enthalten.

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Da die Bauvorschriften sowie die Kosten und Gebühren für Genehmigungen und Abnahmen regional sehr unterschiedlich sein können sind sie meist in den Festpreisvereinbarungen nicht enthalten.

Der vereinbarte Festpreis bezieht sich dann ausschließlich auf die reinen Bauleistungen.

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Man müßte den Vertrag kennen, ob Nebenkosten dazu kommen oder nicht. Eher ja. Die Baubehörde verlangt manchmal Gutachten dazu. 

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Ich würde es nicht bezahlen, da diese Leistung zur Bauleitung dazu gehört - oder traut sich das eure Bauleiterin nicht zu? Extra einen anderen bestellen, damit sie nicht die Verantwortung hat...

Wiegesagt, für meine Begriffe gehört das zur Bauleitung dazu. Etwas anderes wäre das Einmessen des Gebäudes. Also die Eckpunkte des Hauses.

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Kommentar von Bewusstuss
17.11.2016, 09:49

Wenn sie die Lizenz zur Abnahme nicht hat muss sie sogar einen beauftragen 

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Kommentar von Jackie251
17.11.2016, 10:13

Ich vermute es handelt sich um einen geologischen Sachverständigen weil es kein Baugrundgutachten gibt. Diese Fachkenntnisse muss die Bauleitung nicht abdecken.
Aufgrund der rechtlichen Tragweite würde ich je nach Baugebiet sogar davon abraten eine Gründungsbeurteilung nur auf Basis des Aushubs abzugeben.

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Kommt auf den Vertrag an.

Ich vermute mal: Ja. Und ich vermute auch, dass da noch mehr Überraschungen auf euch zukommen.

Ich rate zu einem Besuch und einer Beratung durch die Verbraucherberatung oder andere Fachleute.

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