Müssen wir Gott lieben weil er uns zuerst geliebt hat?

...komplette Frage anzeigen

19 Antworten

Hallo DBKai,

wenn in der Bibel das Gebot steht, dass wir Gott lieben "sollen", dann ist damit nicht gemeint, dass Gott uns irgendwie unter Druck setzen möchte, ihn zu lieben. Gott zu lieben ist eine völlig freie Entscheidung und er wünscht sich von uns ganz sicher nicht eine erzwungene Liebe (was ja gar keine echte Liebe wäre). Mit dem "Du sollst Gott lieben..." wird zum Ausdruck gebracht, dass jemand, der sich für Gott entschieden hat, dies nicht nicht allein aus verstandesmäßigen Gründen tun sollte. Oder anders ausgedrückt: Die Liebe zu Gott sollte für den Gläubigen an erster Stelle stehen.

Was aber, wenn man für Gott nichts empfindet? Nun, es geht beim Glauben an Gott um mehr als nur das Überzeugtsein von seiner Existenz. Es geht vor allem um eine Freundschaftsbeziehung zu Gott. Es ist natürlich nicht das Gleiche wie bei einer Beziehung zwischen zwei Menschen, dennoch gibt es da gewisse Parallelen. Wenn man einen Menschen genauer kennenlernen will, dann muss man sich mit ihm unterhalten, um seine Denkweisen und Wertvorstellungen kennenzulernen. Möchte man Gott genauer kennenlernen, dann muss man sich näher mit seinem geschriebenen Wort, der Bibel, beschäftigen.

Durch sie lernst Du seine Gedanken und seine Einstellung kennen, doch nicht nur das. Durch die Bibel lernst Du auch kennen, wie sich Gott gegenüber Menschen verhält, wie er sie liebt, beschützt, geduldig mit ihnen ist, mitfühlt, rücksichtsvoll und sogar demütig ist. Du erfährst von seiner grenzenlosen Macht und seiner Weisheit, die er immer wieder zu unserm Wohl gebraucht und einsetzt. Ja, je mehr Du diesen einzigartigen Gott kennenlernst, desto mehr entsteht ein Gefühl der Bewunderung, Faszination und des Hingezogensein - allerdings nicht zwangsläufig, sondern nur dann, wenn Du Dein Herz dafür öffnest. Ganz konkret kann das bedeuten, dass Du bereit sein musst, Dich von gewissen eigenen Vorstellungen, falschen Gedanken und Handlungsweisen zu lösen, die im Widerspruch Gottes Wort stehen. Du musst bereit sein, ihm vollständig und bedingungslos zu vertrauen und Dich ihm schließlich hingeben. Wenn dann im Laufe der Zeit auch noch die persönliche Erfahrung hinzukommt, dass das in Gott gesetzte Vertrauen niemals zu Enttäuschung führt, sondern ganz im Gegenteil die Lebensqualität auf ein höheres Niveau bringt, dann wächst Deine persönliche Bindung an Gott mehr und mehr.

Da ist noch ein wichtiger Punkt zu erwähnen. Du hast durch das Gebet die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zu Gott herzustellen. Zu wissen, dass dieser große Schöpfer, nie zu beschäftigt ist, sich Deine Gedanken, Deine Sorgen und Nöte anzuhören und auch darauf zu reagieren, schafft in Dir ein Gefühl tiefer Verbundenheit. Besonders seine Liebe zu uns Menschen und auch zu Dir ganz persönlich, ruft ein Gegengefühl hervor: Zuneigung und Liebe. Denke nur einmal an das große Opfer, das Gott dadurch erbracht hat, dass er seinen Sohn für uns geopfert hat. Im Johannesevangelium heißt es darüber: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Wenn Du diese Wort auf Dich ganz persönlich beziehst und Du somit davon überzeugt bist, dass Gott seinen Sohn auch für Dich hingegeben hat, wächst nicht nur Deine Dankbarkeit ihm gegenüber, sondern auch Deine Liebe.

Die Freundschaft zu ihm wird außerdem auch dadurch intensiviert, dass Du seinen persönlichen Namen kennst und gebrauchst. In den Urschriften der Bibel erschien dieser Name ungefähr 7000 mal in der hebräischen Form JHWH, im Deutschen ist er in der Form "Jehova" bekannt. So heißt es in einem Psalm: "Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, du allein, der Höchste bist über die ganze Erde" (Psalm 83:18).

Den Namen Gottes zu kennen und zu gebrauchen ist in der Beziehung zu ihm nicht unwesentlich. Stell Dir einmal vor, Du lernst einen sehr sympathischen Menschen kennen, zu dem Du eine nähere Beziehung aufbauen möchtest. Wäre es da nicht ganz natürlich, dass Du irgendwann nach seinem Namen fragst? Und hätte diese Beziehung Aussicht intensiver zu werden, wenn der andere nicht bereit wäre, Dir seinen Namen zu nennen? Genau aus diesem Grund hat auch Gott sich einen Namen gegeben und möchte auch , dass wir ihn gebrauchen. "Gott" und "Herr" sind eben nur Titel, die jedoch den göttlichen Namen nicht ersetzen können.

Mit der Liebe zu Gott ist es ähnlich wie mit einer Pflanze. Am Anfang mag sie noch klein und schwach sein. Doch wenn Du sie regelmäßig gießt und düngst und sie an einem günstigen Standort aufstellt, dann wächst sie größer und größer. Deine Liebe zu Gott mag im Moment noch dieser kleinen Pflanze gleichen. Doch je mehr Du Deinen Glauben an Gott stärkst, indem Du sein Wort, die Bibel, kennenlernst, darüber nachdenkst und danach handelst, desto mehr fühlst Du Dich zu ihm hingezogen.

LG Philipp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ThePugser
22.11.2016, 14:24

Finde es toll, hier Antworten wie diese zu finden.

1

Gottesliebe oder Nächstenliebe im biblischen Sinn ist nach meiner Auffassung keine Liebe, in der Gefühle die Hauptrolle spielen. Dadurch, dass es Gebot ist, ist diese Art von Liebe eher etwas Rationales.

Ich werde bei allen meinen Handlungen aufgefordert im Blick zu haben, dass es nicht nur um mich, meine Familie und meine Freunde geht sondern auch um das Ganze, um das Wesen der Dinge und um meine Mitmenschen, mag ich sie nun gern haben oder nicht.

Wenn du im Glauben mit Gott verbunden bist wirst du feststellen, dass es Menschen und Dinge gibt, die dir zugeneigt sind, auch wenn du dir diese Zuneigung durch nichts verdient hast. Lass es nur ein schönes Musikstück sein, das dich bewegt und begeistert. Das ist einfach da und auch für dich da.

Diese empfangene Liebe sollst du nach Gottes Gebot an deine Mitmenschen weitergeben, auch wenn das zugegebenermaßen nicht immer einfach ist. Man versagt auch immer wieder darin, was uns aber nicht abhalten sollte, immer und immer wieder einen neuen Versuch zu unternehmen.

Für alle Atheisten funktioniert das übrigens auch; die lassen nur einfach Gott dabei weg. Aber unverdiente Zuwendung erfahren auch sie und können sie entsprechend an ihre Mitmenschen weitergeben.

Besser kann ich es leider nicht erklären.

Wir Christen sind übrigens nicht bessere Menschen als andere. Wir haben nach dem Tod lediglich die besseren Aussichten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe für Religion herzlich wenig Verständnis. Deswegen glaube ich nicht an Gott und empfinde dementsprechend auch überhaupt keine Gefühle für irgendetwas übernatürliches, weil da meiner Meinung nach einfach nichts ist. 

Nächstenliebe lässt sich aber ganz rational und logisch erklären. 

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Primitiv gesagt: Man überlebt in der Gruppe besser als allein. Und das galt in der Steinzeit genau wie heute. Zwar ist es heute nicht mehr das pure Überleben, aber nichtsdestotrotz wird niemand behaupten das Leben wäre allein besser als in guter Gesellschaft. Und eine alte wie moderne Gesellschaft funktioniert am besten bei klaren "Regeln" an die sich jeder hält. Wer dies nicht tut, wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Heute sind die Regeln durch Gesetze festgeschrieben. Aber trotzdem hat jeder Mensch ein Empfinden dafür, was richtig und was falsch ist: Eben die Moral oder Ethik. Das ist teils angeeignet, teils verankert. In jedem Fall trägt es dazu bei den Mensch zum funktionierenden Mitglied der Gesellschaft zu machen und somit sein Überleben zu sichern. Nichts anderes ist die religiöse Nächstenliebe. Wäre das allein religiös begründet und nicht etwas, dass sich rein menschlich "automatisch" ergibt, würde es in nicht christlichen oder nicht religiösen Gesellschaften (Naturvölker oder auch einfach Atheisten) ja zugehen wie bei der Raubtierfütterung. Dem ist aber offensichtlich nicht so. Meiner Meinung nach sind diese religiösen Gebote im Kern nichts anderes als ganz ursprüngliche Regeln für ein funktionierendes, menschliches Miteinander. Man hat das in der Religion nicht erfunden, nur festgehalten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nur wer Liebe gibt, der wird auch Liebe erfahren. Wohl auch von GOTT.

Es gibt kein Beginnen und Aufhören von LIEBE. 

Die ganz besondere Essenz von LIEBE existiert ewig auf höherer Ebene.

Von daher stellt sich Deine Frage eigentlich gar nicht. 

Wir müssen gar nichts. "Müssen" ist nur ein Unwort des menschlichen Ego´s.

Jeder hat seinen eigenen Willen von Gott erhalten und ist selbst verantwortlich für sein verstandesmäßiges und evtl. dadurch egoistisch geprägtes, aber auch evtl. beabsichtigtes böses Tun. 

Aber auch für evtl. daraus sich ergebenden möglichen Konsequenzen, welche sich aus Gottes weisem Urteil und folglichem Handeln ergeben können.

Ich hoffe, Du konntest verstehen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warte erstmal, wenn Du ein Kind hast, dann wirst Du es besser verstehen, nein, dann wirst Du es erfühlen, denn

Du wirst Dein Kind lieben, weil diese Empfindung aus Dir herauskommt, ohne dass Du etwas dagegen tun kannst, und nicht, weil Du es sollst...

Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist folgendes: Du liebst Dein Kind nicht aus dem Grund, weil dieses Dich zuerst geliebt hat...

Und nein, wenn Du keine Empfindung für jemanden aufbringen kannst, musst Du diesen nicht lieben. Aber respektieren...

Das Gebot ist kein Muss, sondern ein Soll. Es bedeutet, dass jeder zuerst lernen soll, sich selbst mit all seinen Facetten an Starkem und auch an Schwachem akzeptieren und lieben soll. Erst wenn dieser die Eigenliebe auslebt, flegt und hegt, wird er in der Lage sein, andere und die Nächsten verstehen, respektieren und achten (eine Form der Liebe) zu können...

Dies ist die einzige Möglichkeit der Menschheitsfamilie, Frieden und Achtsamkeit für jeden und alles in die Welt und für die Menschen zu bringen...

Fällt diese Eigenliebe jedoch in der Weise eines Narzissmus und / oder einer Nichtbeachtung für andere aus, dann verfällt man einem negativen Egoismus...

Erst mit der Beschäftigung seines Selbstes, seiner Eigenheiten und 'Ticks', seiner Stärken, Talente und Schwächen, seiner Befindlichkeiten und auch seelischen Schmerzen etc. pp. und der Auseinandersetzung und Beschäftigung der spirituellen Gesetze wird man 'wissen' -

wissen, wer man ist und wo man herkommt, was letztendlich auch die Erkenntnis des Zuhauses mit sich bringt...

welches bei Gott ist.

Die Liebe zu Gott (Zuhause, Heimat) wird dann von selbst sich einstellen, ohne dass Du etwas dagegen tun kannst; Du willst und wirst auch nicht mehr dagegen ankommen können....

Gruß Fantho

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
10.11.2016, 07:25

Warte erstmal, wenn Du ein Kind hast, dann wirst Du es besser verstehen, nein, dann wirst Du es erfühlen, denn Du wirst Dein Kind lieben, weil diese Empfindung aus Dir herauskommt, ohne dass Du etwas dagegen tun kannst, und nicht, weil Du es sollst...

Das würde ich so auch nicht unbedingt verallgemeinern. Ich habe schon Berichte in Zeitungen gelesen, wo Kinder angeblich eingefroren wurden oder einbetoniert worden sind... wo eine Mutter offenbar mit dem Dasein ihrer Kinder überfordert war - ev. gab es noch keine Baby-Klappe oder die Mutter wusste nicht, dass es so etwas gibt und wo es das gibt - jedenfalls scheint es auch vorzukommen dass Mütter ihre eigenen Kinder töten. Diese Empfindungen scheinen nicht immer automatisch vorhanden zu sein - sondern wohl nur wenn es den Eltern auch insgesamt "gut" geht... Wenn diese aber selber viele Probleme haben und die Kinder nicht gut eingeplant worden sind, dann können sie auch nicht gut für diese da sein.

Ja - wenn sich Gefühle einstellen - wenn sie da sind, werden diese sich ev. nicht so schnell verändern... und wenn keine Gefühle da sind, wird sich das ev. auch nicht so schnell verändern. 

0

Ich will jetzt niemandem zu nahe treten, aber Gott ist für mich persönlich einfach ein Vorwand für so ziemlich alles - egal ob positiv oder negativ. Aber Leute, wenn etwas gut läuft, dann sind wir als Menschen dafür verantwortlich, genauso wie wenn etwas schlecht läuft. Bevor wir Gott lieben, sollten wir uns selbst lieben können. Jeder ist für seine Taten und Worte selbst verantwortlich und nicht Gott. Deshalb ist es aufgrund deiner Frage vollkommen ok, wenn du keine Liebe für Gott empfinden kannst. Du musst das nicht, du bist selbst eine tolle Person. Das muss nichts mit deinem Glauben zu tun haben, in dieser Angelegenheit muss jeder seinen persönlichen Weg finden - richtig ist er so oder so. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von skjonii
09.11.2016, 12:21

Bei so einer Argumentation sind Selbstliebe und Gottesliebe eigentlich dasselbe. Wenn du dich selbst liebst, liebst du doch automatisch auch denjenigen, der dich erschaffen hat und dir die Möglichkeit gibt du zu sein. 

0

Es ist nicht nur irgendein Gebot, als Jesus nach den wichtigsten geboten gefragt wurde, nannte er diese.

Ich habe aufgegeben nach "du sollst", "du musst" zu leben. Denn Gott hat uns seine Liebe in einer tat gezeigt. Er gab seinen Sohn für uns und ließ ihn leiden für unsere Sünden. Aus dieser Tatsache sollte sich bei uns eine liebe zu Gott entwickeln, welche wieder anhand von Taten äußert. Und das in dieser Reihenfolge(siehe Jakobus). Viele versuchen es andersherum. Ich MUSS gute Taten vollbringen, dann sieht Gott dass ich ihn liebe.

Allerdings solltest du diese Liebe nicht mit der Liebe zu einem Menschen bzw. deinem Partner verwechseln. Im Griechischen Urtext gibt es auch verschiedene Begriffe(glaube 5 oder 6 Unterscheidungen) für das Wort Liebe. Bei der Liebe zu Gott geht es nicht um Gefühlsausbrüche wie beim "verliebt sein".

So weit mein Verständnis.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Argumente sind an für sich nicht unlogisch und nachvollziehbar - menschlich gesehen. Und wir sind ja Menschen. Aber das bedeutet eben auch in Bezug auf Gott, daß ER in vielen Dingen anders denkt und größer, klüger, wahrhaftiger und mächtiger ist. Wenn man also davon ausgeht (das sollte man) daß die Bibel Gottes inspiriertes Wort ist (für den Menschen), dann muss man das ernst nehmen was geschrieben steht. Und das eben vor allem in Bezug auf den Menschen, auf die Sünde, den Teufel, das Gericht und Jesus Christus!

Gott ist Liebe - aber ER ist auch absolut gerecht und weiß was ER tut. Es stimmt, Gott hat uns zuerst geliebt. Das bedeutet, daß der Mensch nicht nach Gott gefragt hat und keinen Sinn (keine Antenne) für Gott hat. Der Mensch ist laut Bibel verdorben, abgefallen, sündig, böse und auch nicht in der Lage Gott zu erkennen oder gar zu suchen und sich zu bekehren. Das bedeutet im Endeffekt, daß Gott den ersten Schritt tun muss, damit sich da etwas ändert und dem Menschen geholfen wird. Darum hat ER uns zuerst geliebt.

Warum soll man Gott lieben? Weil ER in Jesus Christus Mensch wurde um für unsere Sünden stellvertretend und zur Vergebung der Sünden am Kreuz zu sterben und dann von den Toten auferstanden ist (Johannes 3,16). Und wer das im Glauben annimmt und bekennt (im Gebet des Glaubens) der ist quasi ebenfalls am Kreuz gestorben und auferstanden. Die Bibel nennt das Neugeburt. Dann ist man ein neuer (nämlich geistlicher)  Mensch, der in der Lage ist zu glauben und zu verstehen und Gott zu erkennen und auch aufrichtig zu lieben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann nur lieben, was es auch wirklich gibt. 

Gott und die ganze religiöse Geschichte ist etwas, was nur in den Köpfen der Gläubigen existiert, weil sie an eine höhere Macht glauben wollen oder müssen.

Es gibt keinen ernsthaften Beweis für seine Existenz.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von skjonii
09.11.2016, 12:24

Es gibt auch keine zweifelsfreie Widerlegung. Das ist doch gehopst wie gesprungen.

Es gibt auch Leute die lieben Star Wars, sagst du denen auch du kannst nichts lieben was es nicht wirklich gibt? Oder Einhörner? Oder die große Liebe? 

1
Kommentar von DBKai
09.11.2016, 12:25

Das ist richtig... doch es gibt die Bibel... und vor langer Zeit hat das jemand nieder geschrieben, der von etwas dazu inspiriert worden war...

Zumindest kann man ja mal darüber nachgrübeln und forschen, ob etwas Wahres dran sein könnte.

1

Zunächst einmal es ist eine reine Glaubensfrage keiner muss daran Glauben. Ich kann Dir nur schreiben wie ich es empfinde. ich sehe in Gott eine Art Vater der nur mein bestes will und zu dem ich jederzeit kommen kann wenn ich nicht mehr weiter weis, ich muss keine Hände zusammenfalten auf die Knie rutschen und Frömmigkeit vor mir hertragen nein ich kann auch in Gedanken reden und um Hilfe bitten, ich kann alles Fragen auch das Warum. Mir hat er jedesmal geholfen ob er mir nun Schutzengel geschickt hat oder mir Antworten gebracht hat ich konnte mich immer auf Ihn verlassen. Ein Beispiel es ist schon Jahre her da habe ich meinen Briefkasten geöffnet und eine Nachzahlung vom Strom war darin. Über 1000 DM ich war arbeitslos und wußte nicht wie ich es bezahlen sollte , da sagte ich leise vor mir her Lieber Gott wenn Du es zuläßt das ich die Rechnung bekomme dann zeig mir bitte ein Weg wie ich sie bezahlen kann. 2 Tage später in einer Disco bekam ich ein Angebot auf einer Messe zu Arbeiten wo ich mehr als das Geld für die Rechnung verdient hatte und auch danach bekam ich mehrere Jobs und konnte mit meinem Sohn sorgenfrei leben.

Ein anderes mal auf der Heimfahrt von der Spätschicht hörte ich in mir eine Stimme die sagte DU hast Zeit fahr langsam und ich tat es auch auf einer Strecke wo ich sonst 80 fahre bin ich mit 50 gemütlich gefahren nach ca.5 Km kam mir ein Auto entgegen ich konnte noch rechtzeitig bremsen ,wäre ich jetzt schneller unterwegs gewesen dann... Ca. 3mon. später geschah das gleiche nocheinmal doch dieses mal fuhr ich noch langsamer nach dem ich die Warnung gehört hatteund fast an der gleichen Stelle überholte ein Pkw einen LKW uznd nur eine Vollbremsung verhinderte einen Unfall. Als mein Sohn 2Jahre alt war wachte er mit Bauchweh in der Nacht auf ich gab ihm ein Zäpchen gegen die Schmerzen und er schlief wieder ein . Am nächsten Morgen brachte ich ihn zu seiner Pflegeoma und ging arbeiten um 12 uhr mittags sagte mir eine Stimme ruf an und frage ob er noch Schmerzen hat es ist der Blindarm und so war es auch ich fuhr mit den Taxi hin und sofort zum Arzt um 17 Uhr hatte er eine Not-Op.

Jetzt frage ich Dich wenn ich soviel positive Erfahrung gemacht habe welchen Grund habe ich Gott nicht zu lieben? klar kann man Lieben nicht befehlen oder erzwingen es wächst von alleine .

Die nächste Frage ist dann wenn Gott so liebenwert ist warum läßt er soviel negatives zu, aber es sind wir die uns für das Negative entscheiden und nur durch geistiges Wachstum können wir es umwandeln. Warum läßt Gott zu das mir soviel schlechtes geschied und ich soviel Probleme habe? Ohne Probleme würdest du noch auf den Boden liegen und wärst warscheinlich verhungert. denn Dein erstes Problem war doch wie teile ich mich mit das ich Hunger habe darauf hast Du geweint und Mutter hat reagiert und Problem gelöst. Je mehr Du lernst um so höher werden die Aufgaben (Probleme) aus denen Du lernen sollst um Stärker zu werden und Du bekommst keine Aufgaben die Du nicht lösen kannst.

Ob Du nun Gott lieben lernst oder nicht liegt an Dir , denn das ist nur ein Teil meiner Geschichte und meines Glaubens.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
10.11.2016, 08:30

Ich glaube es eh auch... ein Gefühl - die Liebe - ist entweder da oder sie ist nicht da... 

Man kann niemanden dazu bringen einen zu lieben... das entsteht von selbst oder eben nicht. 

1

DBKai, was bedeutet es denn, dass uns Gott zuerst geliebt hat? Versetze dich mal ganz an den Anfang - Gott hatte einen Plan, der mit der Erschaffung der Erde anfing. Als das erledigt war, wollte er den Menschen ein wirklich schönes Zuhause bereiten. Den geplanten Menschen wollte er mit 5 Sinnen ausstatten, riechen, sehen, schmecken, fühlen und hören. Für all dieses Sinne erschuf er die Dinge, wie du sie im Schöpfungsbericht lesen kannst.

Als Gott sah, dass alles sehr gut war, freute er sich und mit ihm die ganze Engelschar. Wenn menschliche Eltern ein Baby erwarten, dann sorgen sie doch auch dafür, dass es dem neuen Erdenbürger an nichts fehlt, das tun sie  aus Liebe zu ihrem Kind, sie haben es zuerst geliebt.  Und menschliche Kinder lieben ihre Eltern, weil sie sich geliebt fühlen!

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst - das heißt doch nicht, dass du deinem Nächsten gleich auf den Schoß kriechst und ihn streichelst! Das heißt, dein Nächster kann ein Familienmitglied, dein Nachbar, jemand, der hinter dir an der Kasse mit nur einem Artikel steht, sein - die solltest du so behandeln, wie du gern selbst behandelt werden möchtest. Dieses Gesetz gab uns Gott ebenfalls aus Liebe, aus Liebe zu dir und aus Liebe zu deinem Nächsten. Das soziale Zusammenleben funktioniert nur so. Warum sollte sie aufhören?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir müssen überhaupt gar nichts.

Es geht doch zuerst gar nicht einmal um Liebe, sondern um Erkenntnis.

Die "Liebe", im besonderen die "göttliche Liebe" hat weder Anfang, noch Ende, sie fängt weder irgendwo und irgenwann an, noch hört sie irgendwo oder irgendwann  auf, sie ist unbegrenzt und bedingungslos (Bedingungen sind auch Grenzen).

Unser Ziel sollte sein, uns dieser Liebe zu nähern, zu ihr zu werden. Das geht, wenn man alles hinter sich lässt, überwindet, das Liebe daran hindert, zu sein/anwesend zu sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn Gott so ist, wie ihn die Bibel beschreibt, dann finde ich ihn nicht gerade liebenswert.

Selbstverständlich ist Liebe ein Gefühl, das da ist oder nicht, also kannst du dich nicht dazu zwingen, etwas zu lieben, was du nicht liebst und wenn doch, wäre es keine echte Liebe. Ich finde die Vorstellung, etwas zu lieben, was man nie gesehen hat, aber ohnehin seltsam. Würde man dieses Wesen nicht Gott nennen, sondern Hans-Peter, würde man vermutlich in der Irrenanstalt landen. Religion ist seltsam wahnhaft, aber sie wird nicht so wahrgenommen, weil so viele Menschen religiös sind.

Würden viele Menschen einen unsichtbaren Hans-Peter lieben, würde man das auch eine Religion nennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
09.11.2016, 12:31

Wenn man einen Hans-Peter liebt tut man damit anderen kein Unrecht und keinen Schaden an... demnach hätte ich kein Problem damit, wenn jemand das tun würde. 

Gott wird im Grunde schon oft als gut beschrieben... Gott soll angeblich Liebe sein... Ich sehe es wie du, dass ein Gefühl entweder da ist oder eben nicht. 

Ich verstehe auch noch nicht alle Stellen in der Bibel.

0

Nicht jeder kann und muss Gott lieben. Nicht jeder glaubt an die Existent Gottes. Trotzdem ist er da.

Wenn du Gott liebst, (nicht so wie einen Menschen) an ihn glaubst ist schon viel gewonnen.

Auch der Glaube an Gott oder Jesus fällt manchmal schwer. Vor allem dann wenn mal wieder etwas furchtbares geschehen ist.

Trotzdem, glaube mir, hilft es in vielen Situationen an Gott zu glauben und zu lieben.

Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht, als es mir mehr als nur dreckig ging.

Das obwohl ich jahrelang mit Religion nichts am Hut hatte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Pauschalantwort: Du musst NIEMANDEN lieben wenn du das nicht so empfindest

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
09.11.2016, 12:31

Glaub ich auch

0

Musst du deine Mutter lieben, weil sie dich zuerst geliebt hat?

Damit siehst du wie blöd deine Frage ist.

1.Wo steht, dass du musst ?

2.Die Reihenfolge ist von Haus aus unwichtig.

3.Die Liebe ist zeit- und grenzenlos.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich persönlich glaube nicht an das, was uns die Bibel weis machen möchte. Wer sagt mir, das es wirklich so passiert ist? Wenn es Menschen tun möchten, dürfen sie es natürlich !

Ich glaube zwar an einem Erschaffer. Aber nicht an Gott oder Allah selber. Alle wollen hier erklären, was da oben passiert. Wir haben keine Wahl wir sind einfach hier.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
09.11.2016, 12:24

Das stimmt wohl - aber wir haben schon auch eine Wahl.... wir können uns z. B. dafür entscheiden keine Kinder mehr zu bekommen... oder nur dann welche zu bekommen wenn man davon ausgehen kann dass diese ein schönes Dasein hier erwarten wird... wenn die Gesellschaft und das System gut sind.

Dafür dass man geboren wurde - dafür kann man wirklich nichts... das ist einfach geschehen.

Hast du die Bibel schon einmal komplett gelesen? Es gibt Stellen in der Bibel die ich durchaus gut und hilfreich finde.... Ich kann mir schon vorstellen, dass einiges daran auch wahr ist.

Ob es wirklich so passiert ist kann man nicht mit Garantie sagen - aber man kann überlegen was dafür und was dagegen spricht und forschen... 

Und nicht alles was Menschen tun möchten ist immer fair und gut und deshalb bekommen sie auch nicht überall von mir eine Erlaubnis - sondern es kann auch mal zu Streit kommen... das halte ich aber für normal... solange man über alles offen reden kann und erklären kann, was einem an der Situation stört, sollte man das wieder hinbiegen können. 

Du glaubst also an einen anderen Erschaffer - nicht Gott/Allah.... wer dann?

Was oben passiert kann auch wohl wieder keiner mit Garantie sagen und wissen... eine Glaubensfrage... vermuten kann man... forschen kann.... darüber nachdenken kann man...

0
Kommentar von skjonii
09.11.2016, 12:28

Der große Unterschied zwischen Bibel und Koran ist, dass die Bibel nicht behauptet historisch korrekt und unanfechtbar zu sein. 

Es geht in der Bibel viel auch um Interpretation. Der Kern des Ganzen ist hier nicht, exakt so Gesetz zu sein, sondern eine Lehre aus den Geschichten zu ziehen und sie auf sein eigenes Leben zu übertragen. Ob Jesus dabei tatsächlich Gottes Sohn ist oder nicht und ob Maria wirklich Jungfrau war oder nicht, ist dabei absolut zweitrangig und ändert nichts an der existenziellen Botschaft. 

Das ist genau die Problematik die ich mit dem Koran sehe. Diskussion ist hier einfach nicht zugelassen und somit auch keine Möglichkeit die Religion an die moderne Welt anzupassen bzw. vollends in  den Alltag zu integrieren. 

0

Liebe zu Gott ist immer freiwillig!

Allerdings kann man durch die Betrachtung der Bibel und damit auch seiner Persönlichkeit, Liebe entwickeln (wie man das bei einem Partner auch tut)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WiihatMii
09.11.2016, 12:20

Du meinst die Stelle, wo er den Todesengel schickt, um die ägyptischen Kinder zu töten?

Meinst du die Stelle, wo Gott die Sinnflut schickt, um nahezu die gesamte Schöpfung und alles Leben zu vernichten?

Jede Menge schaurige Geschichten, über das Gottesbild der Bibel finden sich hier:

http://www.unmoralische.de/morden.htm

2

Wenn ich zu dir gehe und sage ich hab dich zuerst geliebt, musst du mich dann auch lieben ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
09.11.2016, 12:26

Nein - so klappt das in der Regel nicht.

Es kann auch eine einseitige Liebe sein.  

0

Was möchtest Du wissen?