Müssen wir die Wohnwand mit der falschen Farbe nehmen?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Das sieht schlecht aus. Im Zweifel gilt nun mal das, was geschrieben und unterschrieben wurde. Auch ein Bild, das zugesendet wurde, hilft da nicht viel.

Gerade bei Möbeln könnt Ihr leider auch nicht auf besonders viel Kulanz hoffen. Im Gegenteil, Ihr habt die Annahme verweigert, möglicherweise kommt da noch eine zweite Anlieferung dazu.

Trotzdem mit den Leuten reden, mehr als nichts kann immer rauskommen.

Viel Glück.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Farbabweichungen (z.B. verschiedene Weißtöne) sind häufig hinzunehmen. Das heißt aber nicht, dass der Lieferant eine komplett andere Farbe liefern kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von eniella
22.11.2016, 11:55

Auch wenn wir 'titanio matt' im Kaufvertrag unterschrieben haben?! In der Annahme es wäre 'weiss matt'?

0
Kommentar von eniella
22.11.2016, 12:23

Habe noch dieses gefunden..

Home  »  Abmahnungen

 

 

Gesetze

 

  »   Wann ist die Ware vom Widerruf ausgeschlossen – Teil 2 Kundenspezifikation

 

Wann ist die Ware vom Widerruf ausgeschlossen – Teil 2 Kundenspezifikation

Martin Rätze

 

|

 

2.02.2009 |

 

Abmahnungen,

 

Gesetze

 

6 Kommentare

Im BGB finden sich insgesamt vier Ausnahmen für Verträge über Waren, die vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sind. Diese Ausnahmen sind allerdings alles andere als eindeutig formuliert. Welche Waren in welchem Falle und welche der Ausnahmen fällt, darüber informieren wir Sie hier im Blog. Nachdem es im letzten Teil um Ware ging, die zur Rücksendung nicht geeignet ist, beleuchten wir heute die Ware, die nach Kundenspezifikation hergestellt wurde, etwas näher.

Gemäß § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB ist das Widerrufsrecht unter anderem ausgeschlossen bei Verträgen über die Lieferung von waren,

die nach Kundenspezifikation angefertigt werden.

Grundlage ist ein BGH-Urteil

Unter die gesetzliche Ausnahme scheinen zunächst alle Produkte zu fallen, die der Kunde irgendwie personalisiert hat. Dem ist aber nicht so. Die Grundlage für die Bewertung, welches Produkt unter die Ausnahme fällt, hat der BGH mit seinem Urteil vom 19.03.2003 (AZ: VIII ZR 295/01) geliefert. In dem Fall ging es um einen Kunden, der einen PC bestellt hatte und diesen durch diverse Zusatzmodule (DVD-Laufwerk, Zusatzakku, etc.) individualisiert hatte. Dann widerrief er den Vertrag. Der Händler meinte, das Widerrufsrecht sei ausgeschlossen.

Dem widersprach jedoch der BGH. In seinem Urteil legte er fest, dass zur Beurteilung des Ausschlusses nach dieser Ausnahme eine zweistufige Prüfung vorzunehmen sei:

1. zunächst muss festgestellt werden, dass sich die Ware nicht ohne Einbuße an Substanz und Funktionsfähigkeit ihrer Bestandteile mit verhältnismäßig geringem Anteil wieder in den Zustand vor der Anfertigung versetzen lässt.

Im Fall des BGH war dies möglich, da es sich um Standardbauteile handelte, die ohne Verlust an Substanz oder Funktionsfähigkeit wieder auseinander genommen werden konnten.

2. muss überprüft werden, ob die die Sache nach Rücknahme wirtschaftlich wertlos wird, weil sie vom Kunden derart individualisiert wurde, dass die Ware nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßigen Schwierigkeiten oder Preisnachlässen abgesetzt werden kann.

Beim Wieder-Auseinandernehmen des Laptops entstanden dem betroffenen Händler Kosten von 150 Euro, was weniger als 5 % des Ausgangswertes waren. Dies sah der BGH als zumutbare Belastung an. Der Kunde konnte den Vertrag widerrufen.

Ist beim Möbelkauf das Widerrufsrecht ausgeschlossen?

Sehr häufig erreichen uns Fragen von Möbelhändlern, ob das Widerrufsrecht ausgeschlossen ist, weil die Möbel extra auf Bestellung des Kunden angefertigt werden. Auch hier muss die zweistufige Prüfung des BGH zu Grunde gelegt werden. Dabei ist wichtig, dass man diese Prüfung für jedes Produkt aufs Neue durchführen muss und nicht pauschale Ausschlüsse daraus herleiten kann.

Die Herstellung, nachdem der Kunde bestellt hat, allein ist kein ausreichendes Argument für einen Ausschluss. Vielmehr muss auch hier geschaut werden:

1. Können die Möbelstücke wieder auseinander gebaut werden?

2. Können widerrufene Möbelstücke wieder veräußert werden ohne wesentliche wirtschaftliche Einbuße?

Zur ersten Frage muss man sich das Möbelstück genau anschauen: ein Schrank aus Standardbrettern ist einfach wieder zu zerlegen. Ebenso eine Couch aus Standardbauteilen. Eine maßgefertigte Einbauküche, die genau auf die Räumlichkeiten des Bestellers zugeschnitten ist, dürfte aber wohl nicht darunter fallen.

Bei der zweiten Frage dürfen nicht alle Kosten mit berechnet werden, die dem Händler in Folge der Ausübung des Widerrufsrechtes entstehen. So sind zum Beispiel die Kosten der Rücksendung nicht mit einzubeziehen, da diese schon nach dem Wortlaut des Gesetzes im Risiko des Unternehmers liegen. Auch dürfen evtl. Einlagerungskosten nicht mit berechnet werden. Der Unternehmer allein trägt das Risiko für seine Wahl des Vertriebs. Entscheidet er sich dafür, Ware immer erst nach Bestellung herstellen zu lassen und verzichtet auf ein großes Lager, so liegt diese Entscheidung allein in seinem Risikobereich.

Um die zweite Frage beantworten zu können, dürfen lediglich Kosten berücksichtigt werden, die unmittelbar mit der Kundenspezifikation der Ware zu tun haben. Darunter fallen z.B. die Kosten der Wieder-Zerlegung der Ware (also z.B. die Arbeitskosten für das Auseinanderbauen des Schrankes).

0

So bitter wie es ist, ihr habt nun mal einen Vertrag für eine andere Farbe als von euch gewünscht unterschrieben.
Dieser Vertrag mit den Daten und der angegeben Farbe würde ja nach der Unterschrift gleich an den Hersteller geschickt.
Entweder nehmt ihr die Möbelwand an oder bestellt eine neue. Solltet aber bedenken, dass ihr dann für beide Wohnwände bezahlen müsstet. Schließlich war alles schriftlich festgehalten und ihr habt somit verpflichtend gekauft.
Ihr solltet aber auf jedenfall nochmal in das Möbelhaus fahren und mit denen sprechen. Vielleicht können die euch auch eine einfache Lösung anbieten

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Möbel ist doch eh zurück gegangen.Das könnt Ihr doch bestimmt noch klar stellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von eniella
22.11.2016, 11:58

Natürlich mussten wir beim Kauf eine Anzahlung leisten (800€). Auch wenn wir die Möbel nun nicht angenommen haben, könnten die uns natürlich auf den unterschriebenen Vertrag hinweisen, der uns zum Kauf verpflichtet.. oder?!

0

Hat man nicht auch beim Möbelkauf Umtausch- und Rückgaberecht?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von eniella
22.11.2016, 11:59

Die Wohnwand wird nur auf Bestellung produziert.. ist das nicht dann eher wie beim Autokauf, das man da nicht so einfach einen Rückzieher machen kann? 

0
Kommentar von siggiiii
22.11.2016, 12:09

Wenn man in einem Geschäft etwas kauft ist das immer verbindlich Rückgaberegelungen sind nur Kulanz des Händlers in einem solchen Fall gehe ich aber von einer kulanten Regelung des Händlers aus.

0

Was möchtest Du wissen?