Müssen wir der Lebensgefährtin meines Vaters eine Wohnung zahlen, wenn sie Wohnrecht auf Lebenszeit uin seinem Haus hat?

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12 Antworten

Hallo Schleuderguste,

Dein Vater wollte mit dem Wohnrecht auf Lebenszeit dafür sorgen, daß seine Lebensgefährtin nach seinem Tod nicht von Dir zum Auszug gezwungen werden kann.

Durch ihren freiwilligen Auszug hat sie aber von sich aus auf dieses Recht verzichtet. Sie hat jedoch keinen Anspruch auf den Verkauf des Hauses.

Von Deiner Seite sehe ich derzeit keinen Handlungsbedarf. Das bedeutet, weder Dein Vater noch Du selbst ist verpflichtet, die Miete für die von ihr angemietete Wohnung zu begleichen. 

Wenn es Dich beruhigt, kannst Du Dich jedoch vorab bei einem Rechtsanwalt beraten lassen, wie die Rechtslage ist, wenn Du

entweder: selbst dort einziehst 

oder: das Haus fremdvermieten willst

oder: das Haus verkauft wird.

Solange es leersteht und sie es selbst nutzen könnte, bleibt die Frage offen, wer die laufenden Kosten tragen muß, da auch ein unbewohntes Haus Kosten verursacht. Dies müsste aus dem Notarvertrag hervorgehen.

Solange Dein Vater lebt ist ohne die Zustimmung des Amtsgerichts ein Verkauf ohnehin nicht möglich. Und als Erbin ist es alleine Deine Entscheidung, ob und wann Du das Haus verkaufen möchtest.

Laß Dich nicht verunsichern, im Zweifel soll sie Deinen Vater verklagen. Der gesetzliche Betreuer und das Amtsgericht werden den Anspruch dann prüfen.

Alles Gute für Dich,

Giwalato 

Falls Du von Deinem Vater Generalvollmacht erhalten hast, ist es Deine Aufgabe, seine Interessen zu vertreten. 

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... und wie soll eine Nichteigentümerin so etwas verkaufen können?

Und wenn auf ein Wohnrecht verzichtet wird, darf die Person das doch. Schaue einfach in die Urkubde, ob ein finanzieller Ausgleich vereinbart wurde.

Meist erlischt das Ding mit dem Auszug, denn es müssen ja weiterhin alle Kosten und Lasten alleine getragen werden, so jedenfalls lese ich die Spielregeln. Wer bezahlt schon für etwas, was gar nicht genutzt/benötigt wird?

Verkaufen könnte nur der Vater, für den zu diesem Zweck vom Vormundschftsgericht ein Bevollmächtigter eingesetzt werden müßte.

Vor einem Verkauf wären die laufenden und voraussichtlichen künftigen Kosten der Pflege des Eigentümers z.G. des Trägers der Kosten für den Eigentümer zu klären.

Sofern die Berechtigte durch den Einzug in eine andere Wohnung das Wohnrecht formal aufgegeben hat, könnte das Vormundschaftsgericht entscheiden, ob das Wohnrecht aufgrund der freiwilligen Aufgabe nicht zur Schonung auf des Wertes der Immobilie und einer evtl. Einsgtandspflicht der Kinder des Eigentümers für dessen Unterbringung in der Pflegeeinrichtung zu löschen wäre.

Ein Verkauf könnte in solchem Falle allen gerecht werden.

Hallo!

Ob sie Miete im Haus deines Vaters zahlt hängt davon ab, ob sie Nießbrauch zugestanden bekommen hat. Allerdings gilt das in dem Falle nur auf das Haus, in dem sie bisher wohnte & wenn sie da auszieht, kann sie die andere Wohnung, in die sie dann zieht, selber bezahlen. Das Recht ist nicht auf andere Wohnungen/Häuser übertragbar.

Verkaufen kann sie es auch nicht, da sie keine Eigentümerin ist. Hilfreich wäre es aber zu wissen, ob der demente Vater in den Zeiten, in denen er über seinen Geist verfügen konnte, einen Betreuer/Verwalter festlegte -----> der kann anordnen, was zu tun ist. 

Herrschen unklare Verhältnisse, würde ich an deiner Stelle beim Sozialverband VdK oder SOVD (vormals "Reichsbund", teilweise noch unter dem Namen bekannt) nachfragen. Die haben Kenntnisse & auch Fachleute. 

Wenn sie "nur" Wohnrecht hat, dann darf sie da wohnen, muss aber nicht. Eine andere von Euch oder dem Vater bezahlte Wohnung steht ihr nicht zu.

Verkaufen kann das Haus nur der Eigentümer. Dieser dürfte sie nicht sein als Lebensgefährtin mit lediglich Wohnrecht.

Das solltet ihr auf jeden Fall mit einem Anwalt und ihrem Betreuer klären.

Meiner Meinung nach könnt ihr sie nicht rauswerfen (oder müsst in dem Fall eine Wohnung bezahlen), aber wenn sie freiwillig (ohne Druck) geht ist das ihre Sache.

Allerdings ist die Frau dement und damit nicht geschäftsfähig.

Warum will sie das Haus verkaufen? Sie ist doch nicht Eigentümerin

Sie hat ein Wohnrecht in diesem Haus, es ist ihre Entscheidung das Haus zu verlassen, es gibt keine Verpflichtung zur Mietzahlung (höchstens eine moralische)

Das Wohnrecht bezieht sich als Absicherung auf das Haus und die Wohnung selbst. Wenn sie nun das Haus verkauft hat sie damit keinen Anspruch auf eine von euch/ihm bezahlte Wohnung.

Davon ab wenn es ihr Haus ist (das beim Verkauf gegeben sein muss), dann hat sie danach ja auch das Geld und kann davon eine Wohnung bezahlen.

Dem Käufer wünsche ich allerdings, dass er den Grundbuchauszug genau studiert und auf der Löschung des Wohnrechts besteht. Denn wenn nicht, dann hat sie es auch beim neuen Eigentümer weiterhin. Und wenn es nicht gelöscht ist, wird der Verkaufspreis deutlich geringer ausfallen.

WIE kann sie das Haus verkaufen ? er gehört ihr doch offensichtlich gar nicht ................ sie hat Wohnrecht in DIESEM Haus , nicht woanders ............. wenn sie das nicht in Anspruch nimmt und woanders wohnen möchte ist das ihre Entscheidung , das müßt ihr nicht finanzieren ....

Wenn der Vater ihr das Wohnrecht in diesem Haus zugedacht hat, kann er es machen.

Aber sie hat keinerlei Anrechte das Haus zu verkaufen.

Und wenn sie aus dem Haus auszieht, ist es ihre Entscheidung. Dann braucht ihr aber ihr auch keine Wohnung bezahlen, denn SIE hat lediglich ein Wohnrecht in diem Haus.

Sie kann das Haus nicht verkaufen, sondern nur dort wohnen. Nimmt sie das Recht nicht in Anspruch, na dann Pech.

Allerdings wird es schwer, das Haus zu verkaufen, wenn sie ein eingetragenes Wohnrecht hat.... vertrackte Sache !!

Wenn Sie nicht im Grundbuch eigetragen ist, kann Sie das Haus auch nicht verkaufen sondern nur die Erben.

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