Müssen wir Bäume fällen, weil die Nahbarn auf ihrem Grundstück dadurch Schatten haben?

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12 Antworten

Nimm die Verordnung deines Wohnortes zur Hand. Da findest du alle Angaben genau. Alte Bäume sind kaum weg zu bekommen. Und Sachbeschädigungen wie in einer der Antworten solltest du wirklich nicht dulden. Wie alt ist der Baum? In vielen Gemeinden gibt es zum Glück eine Baumschutzverordnung. Gerade "dicke" Bäume sind damit oft extra geschützt. Aber Fichten nicht unbedingt.

Schatten ist nur dann ein Problem, wenn der Nachbar wirklich deutlich beeinträchtigt wird.

Bäume sind rechtlich besser gestellt als Kinder oder Hunde. Man muss das Laub akzeptieren als NAchbar, den Schatten wie auch bei alten Bäumen die Lage zu nahe der Grenzen. Aber über Sauerstoff klagt ja auch keiner. An sich alles logisch. So lange Bäume nicht zu Problembäumen werden, gesund sind, keine Baumasse zerstören - Nicht einmal zuhören, was der Nachbar will. Es ist wirklich schwer einen alten Baum irgendwo entfernen zu lassen. Daher, ruhig Blut.

Wenn die Bäume weit genug vom Nachbargrundstück ab stehen, kann Euch der Nachbar gar nichts. Ihr könnt Euer Grundstück so bepflanzen, wie ihr wollt, sofern die Grenzbereiche zum Nachbarn eingehalten werden.

Nur, weil er gerne Sonne hätte, ist das noch lange kein Grund, gesunde Bäume zu fällen.

Rechtsstand Bayern (kann in einzelnen Bundesländern verschieden sein): Ab 5 Jahren genießen Bäume Bestandschutz. Also kann der Nachbar nicht verlangen, dass sie gefällt werden müssen.

Falls ihr die Bäume doch entfernen wollt:

Bei Neuanpflanzungen müssten in Bayern 5 m Abstand zu den Grundstücksgrenzen für Bäume eingehalten werden, für Hecken (niedriger als 2 m) 0,5 m, für Obstbäume 2 m. Also falls ihr Euch entschließen solltet, den Baum wegen der Nachbarn - nur weil ihr so nett seid - zu fällen, dann vorher vereinbaren, dass Ersatzbepflanzung in dem Abstand, den ihr wünscht, wieder gepflanzt werden kann.

Ich habe an meinem Gartenhaus eine sehr schön gewachsene Fichte stehen,die ich gern behalten hätte.Nur leider sind die Wurzeln und ca.50cm des Stammes auf dem Nachbargrundstück,alles andere auf meinem Grundstück.Ich kann es zwar nicht verstehen,aber mein Nachbar besteht darauf die Fichte zu entfernen. Meine Frage:Ist er berechtigt dazu? Würde mich über eine Antwort freuen,möglicherweise giebt es eine Lösung.

Mußt Du nicht!

Frag doch mal unverbindlich in Eurem Gemeindeamt nach, was das fällen der beiden gesunden Bäume kosten würde und welche Auflagen noch anliegen (neu Bepflanzung u.s.w.). Dann präsentiere die Summe Deinem Nachbarn und er wird dich bestimmt nie wieder damit nerven.

Ruf mal bei der Baubehörde oder bei der Stadtverwaltung an. Die können es euch ganz genau sagen. Es gibt noch Orte, wo es genau festgelegt ist, wo welche Pflanze wie groß werden darf. Zwei meiner damaligen Nachbarn hatten deshalb auch mal Streit und der eine muste seine Bäume auf 3 Meter stutzen.

Auch wir haben einen Nachbarn , der 3 Fichten mit einem Stammdurchmesser von 45 cm direkt an der Grenze stehen hatte. Diese Fichten hatten einen Astüberhang von 3 mtr. auf unser Grundstück so , dass selbst der Rasen nicht mehr wuchs. Obwohl die Fichten den gesetzlichen Abstand von 3 mtr. zur Grenze nicht einhielten , konnten wir nichts dagegen tun , da die Einspruchsfrist nach der Pflanzung 6 Jahre beträgt. Wir haben die überstehenden Äste ständig gekürzt und den Nachbar um einen starken Rückschnitt gebeten.Nach etlichen Jahren gab er uns die Erlaubnis dasjenige weg zu schneiden was uns stört.Als er nicht anwesend war haben wir mit der ganzen Familie sämtliche Äste der 3 Fichten entfernt und es standen da noch 3 Masten mit einem grünen Zipfel.Da ihm dies so nicht gefiel,haben wir die 3 Fichtenstämme gefällt auf unser Grundstück fallen lassen und entsorgt. Er hat unsere Entscheidung akzeptiert und wir sprechen nach wie vor miteinander.

Das mag ja gut ausgegangen sein für Dich - ein fichtenliebender Nachbar wäre Dir aber sicher bei einer derartigen Verstümmelung - noch dazu hinterrücks - tüchtig zu Fell gerückt. Sowas kann sehr wohl in (oder aufs) Auge gehen :-)

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@Heeeschen

Natürlich konnte sich mein Nachbar (ehemaliger Rektor) an seine Worte "schneiden Sie weg was Sie stört " sehr gut erinnern. Inzwischen ist er froh , dass die Schattenmacher weg sind denn auch sein Grundstück hat dadurch gewonnen.

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Bäume in Gärten sind offenbar immer noch die "heiligen Kühe" der Deutschen. Nur wenige Häuslebesitzer verfügen über einen großen Park, der Raum für Bäume bietet. Die "Nachbarrechtsgesetze" der Bundesländer und auch die Regelungen des BGB stammen aus "historischer" Zeit, als die Energie von der Sonne oder dem leicht bewölkten Himmel noch keine Bedeutung hatte. Die Zeiten haben sich gewaltig geändert. Der Bund und die Länder zahlen hohe Milliardenbeträge (indirekt natürlich die Energieverbraucher / Steuerzahler)ztur Finanzierung energiesparender Einrichtungen und zur Gewinnung solarer Energie in Form von Tageslicht uns Wärme. Klagt ein Häuslebauer gegen die in wenigen Jahren hochwachsenden Bäume, erfährt er von den Richtern meist keine Hilfe - deren Geisteshaltung ist mehr als rückständig und unterstützt die Halter der oben genannten "heiligen Kühe", den in den Kleingärten Deutschlands wie Unkraut wachsenden Bäumen. Bäume gehören in den Wald und nicht als verschattende Elemente in Gärten.

Selten so einen unqualifizierten Schwachsinn gelesen!

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.- Jawoll - in einen korrekten Garten gehören Solar-Panele statt Grünzeug - und weder Saat noch Saatweber dürfen die Solarzellen beflecken....    (TOC-TOC-TOC)

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Ich würde mal meinen NAchbarn fragen, ob er selbst nicht auch einen Schatten hat...gesunde Bäume fällen, nur damit er ab 16 Uhr Sonne hat? Sonst gehts ihm aber gut oder?!

Das hängt davon ab,

  • wie weit die Bäume von der Grenze entfernt stehen,

  • wie lange der Nachbar sie dort schon toleriert hat und

  • ob ein Beschneiden oder Fällen nach der lokalen Baumordnung überhaupt noch zulässig ist.

@Saatweber

Meine Güte, zum Glück habe ich dich nicht als Nachbarn. Wahrscheinlich bist du einer denen, die ihren Garten mit weißen Kieselsteinen vollgeschüttet haben und diese mit dem Staubsauger reinigen...:-)

Heijeijei... warum immer gleich so extreme Schubladen-Steckereien? Man kann auch einen wilden und durchaus grün und üppig bepflanzten Garten lieben und dennoch ganz gerne die Sonne genießen und die Mammut-Bäume vom Nachbarn nicht so toll finden.

Da muss ich Saatweber absolut Recht geben.

Wir müssen tagsüber sogar teilweise das Licht einschalten, weil die Bäume um uns herum inzwischen viel zu hoch sind. Baum ist nicht gleich Baum... Es gibt zwischen schwarz und weiß auch noch Grautöne ;o)

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Nein mußt du nicht, unzumutbar für ihn wird es erst, wenn er tagsüber in den Wohnräumen künstliches Licht einschalten muß, weil die Bäume zuviel vom Tageslicht "schlucken".

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