Müssen Versicherungsagenten für falsche Beratung haften?

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6 Antworten

Mit dem haftbarmachen wird wohl schwer werden. Das jemand nicht mehr der jüngste ist spielt wohl weniger eine Rolle. Es sei denn derjenige ist entmündigt worden, dann hätten die Verträge aber eh keine Gültigkeit. Unabhängig davon kann man aber die meisten Sachen kündigen oder beitragsfrei stellen. Dann hat man zwar einen Verlust aber zahlt zumindest nicht mehr für unötige Dinge

Im Prinzip schon, man muss es jedoch erst nachweisen, was nach dem alten Gesetz recht schwierig ist. Das neu in Kraft getretene Gesetz bietet einen viel besseren Verbrauerschutz! Ich gehe allerdings davon aus, dass der Versicherungsabschluss schon etwas länger zurückliegt und deshalb noch die alte Regelung zutrifft!

Ich habe die bisherigen Antworten mit Interesse gelesen. Die von Dir angesprochene Problematik wird im Vierten Titel "Versicherungsagenten" des "Versicherungsvertragsgesetz § 43 VVG-" (alte Fassung) geregelt. Soweit der Versicherer nicht für den Agenten haftet, kann ein Anspruch nach § 276 BGB gegen diesen selbst gegeben sein. Dein Problem lässt sich nur auf juristischem Wege klären.

Was meinst Du mit Haftbar machen? Soll er für die nicht aufbringbaren Beiträge aufkommen? Sicher nicht. Du kannst aber - wenn Du einen Verstoß gegen die "guten Sitten" glaubhaft machen kannst, gegen die Wirksamkeit des Abschlusses vorgehen. Und wenn der Vertrag als nicht zustande gekommen gilt, "haftet" der Vertreter denn doch, weil er seine Abschlußprämie nicht bekommt.

ich würde die sache mal beim verbraucherschutz vorlegen und überprüfen lassen, ob die ältere dame da von einem provisionsbeflissenen vertreter über den tisch gezogen worden ist.

das hört man ja des öfteren, dass die herren ahnungslosen leutchen ihre produkte andrehen, egal ob die menschen dann die beiträge zahlen können oder nicht.

die provision muss stimmen!!

zumindest kann man deiner bekannten beim verbraucherschutz helfen aus der sache rauszukommen.

Wenn er der Fachmann ist und ihr nicht, wofür wollt ihr ihn denn haftbar machen?

Gerade im Bereich Haftung ist es vor allem bei sog. Einfirmenvertretern sehr schwer, etwas zu erreichen. Bei Maklern sieht es ganz anders aus.

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