Müssen Vater und Mutter gleich viel Unterhalt leisten, wenn sie gleich viel verdienen (Lehrer) und das 17jährige Kind beim Vater wohnt?

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7 Antworten

Unterhalt, in Form von Geld, leistet nur der "entfernte" Elternteil. In deiner Frage, also deine Mutter. Dein Vater leistet seinen Unterhalt in dem er dir Kost und Logie gibt und sich um deine Wäsche kümmert.

Der beherbergende Elternteil zahlt kein Geld, sein Einkommen wird für den Regelunterhalt auch nicht geprüft. Dein Vater könnte Millionär sein und müsste dir keine Unterhaltsgeld geben.

Erst ein volljähriges Kind hat gegenüber beiden Elternteilen einen gesetzlichen Anspruch auf Barunterhalt und dann wird auch das Einkommen deines Vaters geprüft.

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Wenn das Kind bei einem der Elternteile lebt, leistet dieses seine Unterhaltspflicht in Sachleistungen (Kost und Unterkunft)

Der andere Teil ist entsprechend der "Düsseldorfer Tabelle" zum Bar-Unterhalt verpflichtet.

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Steibis 17.05.2016, 14:10

Der Bar-Unterhalt der Düsseldorfer Tabelle ist klar. Aber, wie ist die Sachleistung gesetzlich genau zu berechnen, die der 17-Jährige Sohn vom Top-Verdiener-Vater erhält, bei dem er wohnt?

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DerHans 17.05.2016, 14:13
@Steibis

Wozu soll der berechnet werden? Der wird einfach geleistet, indem das Kind dort wohnt und versorgt wird.

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Steibis 17.05.2016, 16:24
@DerHans

Einfach leisten kann extrem unterschiedlich sein. Z.B. a) großes oder kleines Zimmer, b) Iphone/Billig-Handy, c) Markenkleidung/Billigkleidung, d) Einfachernährung/Hochwertig, e) Cluburlaub/Zelturlaub usw.  Deshalb die Frage, was der Gesetzgeber vorschreibt

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sassenach4u 18.05.2016, 15:21
@Steibis

Der Gesetzgeber schreibt nicht vor, dass sie ihm ein I phone kaufen müssen, einen Luxusurlaub finanzieren, das werden sie nirgendwo finden. Einen Stil eben, der ihrem eigenen angepasst ist.

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ichweisnix 18.05.2016, 07:52

Wenn das Kind bei einem der Elternteile lebt, leistet dieses seine Unterhaltspflicht in Sachleistungen (Kost und Unterkunft)

Nein, da das Kind noch minderjährig ist greift hier §1603 Abs 3 Satz 2 BGB

Der Elternteil, der ein minderjähriges unverheiratetes Kind betreut,
erfüllt seine Verpflichtung, zum Unterhalt des Kindes beizutragen, in der Regel durch die Pflege und die Erziehung des Kindes.

Die Höhe des Barunterhalt hängt daher nicht vom Einkommen des Vaters, sondern nur vom Einkommen der Mutter ab. Es sei denn der Vater würde sehr viel mehr als die Mutter verdienen.

Mit der Volljährigkeit wird das dann Anders und beide Elternteile sind barunterhaltspflichtig, hier kann der Unterhalt aber auch in Naturalien, z.B. Kost und Logi erbracht werden.

Der Bar-Unterhalt der Düsseldorfer Tabelle ist klar. Aber, wie ist die Sachleistung gesetzlich genau zu berechnen, die der 17-Jährige Sohn vom Top-Verdiener-Vater erhält, bei dem er wohnt?

Der Bar/ Naturalunterhalt nach der DDT umfaßt alle Sachleistungen. Mit der Volljährigkeit ist dann so zu rechnen, das die Einkommen addiert werden, daraus die Einkommensgruppe der DDT berechnet wird und der Unterhalt im Verhältnis der Leistungsfähigkeit auf die Eltern verteilt wird. Jeweils darauf begrentz, was der Jeweilige Elternteil ohne den anderen leisten müßte.

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Sobald das Kind 18 ist Ja, bis dahin erfüllt der Elternteil der das Kind betreut ( bei den das Kind wohnt ) seine Unterhaltspflicht durch Pflege und Betreuung des Kindes, d.h. nur die Mutter muß Barunterhalt zahlen. Mit volljährigkeit sind dann beide Elternteile barunterhaltspflichtig, diese kann aber auch in Naturalien, z.B. Kost und Logi geleistet werden.


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Solange das Kind bei einem Elternteil lebt, leistet der Bar- der andere an den "Beherbergenden" Kindesunterhalt. Das ändert sich erst mit Volljährigkeit, dann ist das Kind gegen beide Eltern barunterhaltsberechtigt.

Derjenige, bei dem das Kind lebt, kann ihm im Gegenzug eine Rechnung für Wohnen und Verpflegung aufmachen- wenn es denn von diesem den Barunterhalt fordert.

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Steibis 18.05.2016, 10:52

Es ist mir immer noch nicht klar, welche Leistungen der Beherbergende (also ich als Vater, bei dem der 17-Jährige wohnt, leisten muss: Einfach leisten kann extrem unterschiedlich sein. Z.B. a) großes oder
kleines Zimmer, b) Iphone/Billig-Handy, c)
Markenkleidung/Billigkleidung, d) Einfachernährung/Hochwertig, e)
Cluburlaub/Zelturlaub usw. 

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sassenach4u 18.05.2016, 15:20
@Steibis

Das entscheiden Sie, wenn sie ihm den Luxus bieten wollen...

Das ganz normale Leben, wie es Millionen andere 17-jährige auch haben. Wenn er Luxus will, soll er dafür jobben gehen. Er bekommt doch sicher Taschengeld und sie stimmen mit ihm ab, was er davon kaufen muss. Ein Zimmer eben, wenn sie natürlich eine Villa haben und er sich das Zimmer aussuchen kann, dann prima für ihn. Die meisten "normalen" Eltern geben ihren Kindern ein Zimmer, meist suchen sie doch aus, welches das Kind bekommt. Warum wollen sie ihn anders behandeln? Wären sie noch ein Paar würden sich diese Fragen dann auch stellen?

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Steibis 18.05.2016, 15:57
@sassenach4u

Bei mir ist das Einkommen gleich. Bei meiner Lebensgefährtin verdient der Ex das Vielfache. Da stellt sich die Frage, welchen Anspruch ihr dort lebender 17-jähriger Sohn hat. Hat er ein gesetzliches Anrecht auf den hohen Lebensstandard des Vaters oder darf der Vater ihn kleinhalten. Was sagt das Gesetz?

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sassenach4u 19.05.2016, 09:57
@Steibis

Noch einmal, dazu gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Er muss ihn angemessen unterhalten, so sagt es das Gesetz. Nicht Wasser und Brot und ein Kellerzimmer, das geht nicht, aber ob er ihn an seinem "Reichtum" partizipieren lässt, entscheidet er selbst.

Ihre Lebensgefährtin als Mutter muss ihren Unterhaltsanteil an den Kindsvater zahlen und damit hat es sich. Wenn der Junge 18 wird, ändert sich ja alles, dann hat er Barunterhaltsanspruch gegen beide Eltern und die Unterhaltszahlung Ihrer Lebensgefährtin wird sich, wenn Ihre Aussage stimmt deutlich reduzieren, da dann die Quote gebildet werden muss.

Bei höherem Elterneinkommen muss zwar sichergestellt sein, dass Kinder in einer ihrem Lebensalter entsprechenden Weise an einer Lebensführung teilhaben, die der besonders günstigen wirtschaftlichen Situation ihrer Eltern Rechnung trägt.

Welche Bedürfnisse des Unterhaltsberechtigten auf dieser Grundlage zu befriedigen sind und welche Wünsche demgegenüber als bloße Teilhabe am Luxus nicht erfüllt werden müssen, kann aber nicht allgemein gesagt, sondern nur unter Würdigung der besonderen Verhältnisse des Betroffenen, namentlich auch einer Gewöhnung des Unterhaltsberechtigten an einen – von seinen Eltern während des Zusammenlebens gepflegten - aufwändigen Lebensstil, festgestellt werden.

Aber wenn der Junge nicht bei Ihnen wohnt, wozu interessiert es Sie? Oder wird er schlecht behandelt?

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ab 18 ja, aber unter 18 zahlt nur der, bei dem das Kind nicht lebt (Barunterhalt).

Aber auch ab 18 kann der Elternteil, bei dem das Kind lebt in Naturalien bezahlen, Unterkunft und Nahrung, nichts zwangsweise in Bar. ABer der anere bekommt es angerechnet.

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Zu gleichen Teilen am Unterhalt beteiligen müssen sich die gleich verdienenden Eltern erst ab Volljährigkeit des Kindes, egal wo es wohnt.

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Kinds-Unterhalt zahlen muss nur der, bei dem das Kind nicht lebt. Ob das nun Mutter oder Vater ist, ist egal.

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