Müssen Schweizer Arbeitgeber im Bewerbungsprozess um eine Arbeitsstelle per Gesetzt Schweizer Bürger bevorzugen?

2 Antworten

Nein.

Es ist zwar ein Gesetz in der Vernehmlassung, das Arbeitgeber Leute bevorzugen sollten, die bereits in der Schweiz wohnen - aber das hat nichts mit der Nationalität zu tun. Mit einem Ausländeranteil von ca. 25% ist jeder vierte Bewerber also kein Schweizer. 

Es geht darum, dass die Leute, die hier eben schon wohnen und evtl. arbeitlos sind, zuerst befragt werden bevor neue Ausländer in die Schweiz kommen.

Aber selbst wenn dieses Gesetz durchkommt, besteht noch immer keine Pflicht, einen in der Schweiz wohnhaften Arbeitnehmenden einzustellen.

Was Du vielleicht meinst, das sind die schon lange bestehenden Quoten, die die Schweiz für ausländische Arbeitskräfte hat, die nicht aus der EU oder dem EFTA-Raum kommen. Da ist es klar: Die Quoten sind verbindlich und so kann die Firma in diesem Jahr eben keinen Amerikaner, Bolivianer oder Japaner mehr einstellen.

Diese Quoten gelten aber nicht für Staatsangehörige aus der EU oder der EFTA.

Und einem Land mit einer ausländischen Wohnbevölkerung von 25%, der zweithöchsten nach Luxembourg, Ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen, ist, naja, etwas unüberlegt.

Wenn du mal genauer hinschaust, verwende ich in meiner "Anschuldigung" den Konjuktiv! Das heisst, falls diese "Anschuldigung" nicht zutrifft (was sie ja nicht tut), sie damit gegenstandslos ist.

Daher habe ich auch niemandem was vorgeworfen! Das dazu. Und nur weil in der Schweiz viele Ausländer zum jetzigen Zeitpunkt leben, heisst es nicht, dass der Staat den zukünftigen Zufluss nicht kappen wollen würde (rein hypothetisch gedacht).

Mit deiner Antwort hast du mich aber nun aufgeklärt und ich verstehe den Hintergrund hinter dieser Thematik.

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