Müssen in Deutschland Gerichts-/Anwaltskosten vom Prozessverlierer übernommen werden?

6 Antworten

Es zahlt der, dem die Kosten des Verfahrens auferlegt werden. Das ist im Regelfall die unterliegende Partei. Davon zu unterscheiden ist jedoch der privatrechtliche Anspruch des Anwaltes gegen den Mandanten, der unabhängig vom Ersatzanspruch bestehen bleibt und die Antragstellerhaftung des Klägers, sollten die Gerichtskosten vom Gegner nicht zu erlangen sein. In Verfahren vor dem Arbeitsgericht (1. Instanz) gilt weiter die Besonderheit, dass jeder seine Anwaltskosten selbst trägt. Die Kostenentscheidung bezieht sich lediglich auf die Gerichtskosten.

Das Arbeitsgericht ist die einzige Ausnahme: Hier zahlt jeder seinen Anwalt selbst. Die Gerichtskosten zahlt der Verlierer.

Das ist auch der Grund, weshalb es ratsam sein kann, als Arbeitnehmer zumindest den Beginn des Verfahrens ohne Anwalt zu bestreiten.

In der 1. Instanz eines arbeitsrechtlichen Verfahren tragen sowohl Antragssteller, als auch Antragsgegner ihre Anwaltskosten selbst.

Die Gerichtskosten trägt in der Regel der Verlierer des Verfahrens. Evtl. ist auch eine Quotelung der Gerichtskosten in dem Verhältnis man das Verfahren gewonnen/verloren hat möglich. Bei einem Vergleich fallen vor dem Arbeitsgericht in der 1. Instanz keine Gerichtskosten an.

http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arbeitsgericht/content_03.html

Rechtsstreit in der Steuererklärung absetzbar? (Rücktritt von Kaufvertrag)?

Ich hatte einen Rechtsstreit, bei dem der Autoverkäufer unter arglistiger Täuschung versucht hat, Geld zu machen. Jedenfalls kam es zum Rechtsstreit: Ich wollte von Kaufvertrag zurücktreten, doch der Autohändler hat Insolvenz angemeldet und ich bin mitsamt Schadensersatzforderung und Zweitschuldnerrechnung auf ca. 4.500€ Kosten sitzen geblieben.
Die Versicherung hat (begründet) keinen Cent von allem übernommen.

Kann ich nun meine und/oder seine Anwaltskosten, die Gerichtskosten, meine Schadensersatzforderungen steuerlich absetzen?

Zivilprozesse kann man wohl unter Umständen absetzen, aber ob jetzt mein (überwiegend durch meinen Außendienst-Beruf beruflich genutztes) Fahrzeug-Rechtsstreit davon betroffen ist, habe ich so konkret nicht gefunden.

Jemand da, der helfen kann?

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Die Hälfte der Gerichtskosten bei Scheidung doppelt bezahlt?

Wir haben uns vor 2 Monaten scheiden lassen, und meine Exfrau hat alle Kosten an den Anwalt bezahlt, da sie Antragstellerin war. Ich hatte ihr dann meinen Teil der Gerichtskosten überwiesen. Jetzt bekomme ich einen Brief vom Anwalt, dass ich die Hälfte der Gerichtskosten an ihn zahlen soll. Ich weiß dass meine Exfrau sich die Hälfte der Gerichtkosten zurückholen kann (Die Antragstellerseite kann daher die Erstattung der halben Gerichtskosten von der Antragsgegnerseite verlangen. Die eigenen Anwaltskosten hat nach der Entscheidung des Gerichts jeder selbst zu tragen.) aber ich finde es nicht fair, da ich die Kosten doch an sie bezahlt habe. Komm ich da irgendwie raus oder muss ich es so hinnehmen, dass ich dumm war und ihr vertraut hatte?

Danke vorab. Hab dazu leider nichts im netz gefunden...

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Werden Kosten ( Anwalts und Gerichtskosten ) zur Verfolgung von Erbansprüchen vom Erbe abgezogen?

Hallo, ich habe eine wichtige Frage, werden Kosten ( Anwalts und Gerichtskosten ) zur Verfolgung von Erbansprüchen vom Erbe abgezogen?

Der Erlasser hatte zu Lebzeiten gegen einen Geschäftspartner geklagt, um eine offenstehende Forderung zu erlangen. Nach dem Tod des Erblassers, führte der Alleinerbe das Verfahren vor Gericht weiter, um auch den Erbansprüchen und des Pflichtteil des Kindes gerecht zu werden. Der Geschäftspartner wurde zur Zahlung verurteilt, ging aber kurz danach in Privatinsolvenz. Die Gerichts und Anwaltskosten in erheblichen Maße trug der Alleinerbe. Werden diese Anwalts und Gerichtkosten vom Gesamterbe abgezogen und dadurch der Pflichtanteil geschmältert ? Oder trägt der Alleinerbe die Kosten selber ?

Danke im vorraus für verwertbare Antworten.

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Muss mein Bekannter den Schaden aus eigener Tasche zurückzahlen?

Habe einen Unfall mit dem Auto eines Bekannten gehabt. Auto Totalschaden, ich schwer verletzt, anderes Fahrzeug kaputt, Fahrer leicht verletzt. KFZ Versicherung zahlt den Schaden des anderen, soweit weiß ich das, aber nun klagt der Mann auf Schmerzensgeld. Welche Versicherung zahlt das und die Anwaltskosten, sowie Gerichtskosten? Welche Versicherung zahlt die Kosten für meinen längeren Krankenhausaufenthalt (war ein Wegeunfall auf dem Nachhauseweg).

Ist es möglich, dass mein Bekannter dies aus eigener Tasche zahlen muss, oder dass sich seine Versicherung von ihm privat das Geld wiederholt?

Er ist privat krankenversichert, ich gesetzlich, habe keine Ahnung, ob das wichtig ist.

Vielen Dank für eventuelle Antworten.

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