Müssen Flüchtlinge, Miete an Privatunternehmen bezahlen(bzw werden gelder bereit gestellt), die Container aufstellen oder sind diese container staatlich?

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5 Antworten

Die Vermieter von Wohncontainern sind nicht von der Wohlfahrt. Sie verdienen gutes Geld damit. Das ist Sinn und Ziel ihres Geschäftszweiges.

Als die Flüchtlingswelle im letzten Jahr anzog fehlte es überall an Wohnraum für die überraschend kommenden Menschen. Da Angebot und Nachfrage das Geschäft mit den Wohncontainern bestimmt, zogen die sofort ihre Preise an um mehr Reibach damit zu machen.

Die Flüchtlinge wurden den Gemeinden Städten zugeteilt. Innerhalb von Stunden mussten Schlafplätze oder  Aufenthaltsräume für sie gefunden werden. Da das oft die Möglichkeiten der Orte überstieg parkten sie die Ankömmlinge in Turnhallen und anderen öffentlichen Gebäuden.

Da das aber nicht wirklich ein Lösung ist, kam man auf die Idee mit den Wohncontainern. Sie sollen eine Übergangslösung sein, bis die dafür zuständigen Beamten eine richtige Unterbringung organisiert oder gebaut haben.

Ohne die Container hätten sie wie Stadtstreicher unter der Brücke oder
auf der Parkbank schlafen müssen. Das wollten die Städte und Gemeinden
auch nicht und es wäre für ein so reiches Land wie Deutschland unwürdig
gewesen, Menschen in Not so zu behandeln.

Den ankommenden Flüchtlingen war es zuerst egal. Sie waren so fertig von der langen Flucht, dass sie einfach froh waren ein Bett, Essen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Da sie oft nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen hier angekommen sind, hätten sie gar nichts bezahlen können.

Im Ergebnis werden diese Container nun von den Städten und Gemeinden bezahlt. Pro Flüchtling bekommen sie eine Pauschale vom Bund dafür, die aber bei weitem nicht ausreicht. Die Zuwendungen die ein Flüchtling bekommt, liegen unter dem Hartz IV-Satz. Trotzdem ist das in der Summe immer noch sehr teuer. Aber so lange der Bleibestatus und der Asylantrag nicht entschieden sind, dürfen die Flüchtlinge in Deutschland keine Arbeit annehmen. Damit ist die Antwort auf deine Frage ganz einfach:

Die Flüchtlige zahlen nicht für die Bewohnung der ihnen zugewiesenen Quartiere. Auch nicht, wenn sie von den Städten und Gemeinden angemietet werden müssen.

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Kommentar von Furino
24.09.2016, 09:03

Da sie oft nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen hier angekommen sind, hätten sie gar nichts bezahlen können. Schließlich mußten ja auch Tausende an die Schleuser gezahlt werden; irgendwann ist dann mal Kasse leer.

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Ich kann dir nur sagen, dass die Flüchtlinge, die eine eigene Wohnung bekommen, diese entweder vom Sozialamt oder vom Jobcenter bezahlt bekommen. Oder besser gesagt, dieses überweist die Miete, deren maximale Höhe festgelegt ist, direkt an den Vermieter. 

Manche Flüchtlinge haben ein Recht auf eine eigene Wohnung, z.B. wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Das heißt aber nicht, dass sie auch alle eine Wohnung finden. 

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Das zahlt alles der Steuerzahler, wird also aus staatlichen Mitteln finanziert. Dabei ist es zunächst zweitrangig, ob das irgendwelche Organisationen/Unternehmen sind oder über die öffentliche Hand - es gibt beides.

Ob ein Hartz4ler den Einzug in so eine Kontainerstadt bewilligt bekommt weiß ich nicht, da es aber günstiger Wohnraum ist, wahrscheinlich schon.


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Kommentar von fz234
24.09.2016, 03:42

Aber ist es den eine "Miete" oder "Mietet der Stadt alle Container + den Platz" von Privatperson, egal ob menschen drin sind oder nicht. Würder gerne mehr details erfahren.

Bei organisationen bezahlt der staat wahrscheinlich dann die miete und bei staatlichen containern das ganze?

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Bei uns stehen die Wohncontainer alle leer, weil der Flüchtlingszustrom geringer war, als erwartet. Selbst in Städten hier in Schleswig Holstein gibt es mehr Plätze als Flüchtlinge. Ich kenne mindestens zwei Unternehmer, die gescheitert sind mit ihrer Idee, Flüchtlinge gegen Geld unterzubringen. Es ist regional unterschiedlich, aber ich denke, grundsätzlich ist der Zug abgefahren, damit Geld zu verdienen. Es sind genügend Unterkünfte vorhanden

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In Mannheim und Heidelberg wohnen die Flüchtlinge in ehemalige sogenannte Baracken der Amis.

In Weinheim und Viernheim wohnen die Flüchtlinge in Hotels.

Die Flüchtlinge müssen diese Unterkünfte nicht bezahlen.

Sehr selten müssen die Flüchtlinge in Containern wohnen.


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