Müssen Dividenden von Aktien wirklich in einer Steuererklärung versteuert werden?

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6 Antworten

Nicht zwangsläufig, aber wahrscheinlich lohnt es sich und eventukellbist du auch verpflichtet eine Steuererklärung zu machen.

Wenn Du deine Wertpapiere in Deutschland deponiert hast, ist das Depotführende Institut dazu verpflichtet für alle Gewinne ca. 25 % Abgeltungssteuer, Kirchensteuer und Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung abzuführen. Bei diesen Instituten ist es möglich einen Freistellungsauftrag bis zu 801 € für alleinstehende oder 1602 Euro für verheirratete zu stellen.

Befindet sich das depotführende Institu im Ausland, bist Du verpflichtet Deine Gewinne in einer Steurerklärung zu versteuern.

Es kann darüber hinaus auch große Vorteile haben Deine Kapitalgewinne in der Steuereklärung anzugeben. Dann nämlich wenn das deutsche Institut die Kapitalertragssteuer abgeführt hast, Du aber auf Grund Deiner Einkommenssituation weniger als 25% EkSt zahlen musst. In dem Fall werden Die Kapitalgewinne Deinem Einkommen hinzu gerechnet und du kommst möglicherweise auf einen geringeren Steuersatz als die vollen 25% Abgeltungssteuer.

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Kommentar von kevin1905
06.06.2016, 20:01

Wo kommt denn die Pflegeversicherung her?

Diese folgt analog immer der KV und für Pflichtversicherte sind Kapitalerträge niemals beitragsrelevant.

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Dividenden werden bereits bei Auszahlung direkt mit Abgeltungssteuer versteuert. Somit hast Du Deine Steuer bereits entrichtet. In der Steuererklärung müssen diese daher theoretisch nicht deklariert werden - es sei denn, Du hast einen geringeren Steuersatz (Erstattung).

Die ersten 801€ sind allerdings steuerfrei....


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Kommentar von RudiRatlos67
06.06.2016, 19:24

Wenn dem so wäre, müsst ich überhaupt keine Steuern zahlen.

Fakt ist, das ausschließlich die Institute im europäischen Heimatland des Anlegers die Abgeltungssteuer, Kirchensteuer und Pflegepflichtversicherungsbeiträge abführen. Es hat jedoch massenweise Vorteile sein Depot im Ausland zu führen und in dem Fall muss man seine Kapitalertragssteuern selbst gegenüber dem Finanzamt erklären.

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Kommt drauf an.

Wenn für die Dividende von deinem Broker keine Abgeltungssteuer einbehalten wurde, ja musst du.

Ist der Freibetrag ausgeschöpft?

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Kommentar von derbasti007
07.06.2016, 11:19

ist in Deutschland unmöglich, dass das depotführende Institut diese NICHT einbehält... dann wäre bei diesem Institut A. alle Trader und B. die Steuerfahndung.... :)

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Dividenden sind Kapitalerträge und müssen versteuert werden. Aber es gibt Freibeträge. Wer bis zu 801€ Kapitalerträge hat, braucht nichts anzugeben. Bei verheirateten liegt der Freibetrag doppelt so hoch. 

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Kommentar von RudiRatlos67
06.06.2016, 19:18

Das es einen Freibetrag gibt, heißt nicht das Kapitalerträge nicht gegenüber dem Finanzamt zu erklären sind, sondern nur, das sie bei der Berechnung der EkSt und Abgeltungssteuer rechnerisch nicht berücksichtigt werden.

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Das gilt nur, wenn die Dividende höher ist als Dein Freibetrag. Beim Single sind das 801 € und bei Ehepaaren das Doppelte, also 1.602 €, nur dann werden Steuern fällig. Erkundige Dich mal bei Deinem zuständigen Finanzamt, die haben sogar Sprechstunden!

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Ja das ist leider so, Zugewinn und Kapitalerträge müssen versteuert werden.

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