Müssen Brillenträger bei dem Bewerbungs-/Passfoto ihre Brille auch aufhaben?

7 Antworten

Bei Bewerbungsfotos natürlich nicht - bei den neuen Personalausweisen dürfen ein Großteil der Brillen nicht aufgesetzt werden - am besten auch ohne.

Lass die Brille weg, speziell bei einer Bewerbung und dem dazugehörigen Foto zählt der 1. Eindruck. Der Beurteiler sieht zuerst das Foto, dann den Text. Bei einem gutgelungenen Bild neigt man eher dazu Schwächen zu schönigen...

Muss gestehen, gehe selbst so vor, ohne dass ich es gezielt vorhabe...

Übrigens: Auf Grund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dürfen keine Bewerbungsfotos mehr verlangt werden!!!

Freiwillig darfst Du das natürlich machen...

Woraus (welcher §) leitest Du diese Aussage ab? Kenne keinen Hinweis im AGG der dies untersagt.

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@mindestgebot

Das leitet sich ab; z.B. darf niemand wegen seines Aussehens abgelehnt oder eingestellt werden - wir sind alle nur Menschen und lassen uns von Fotos beeinflussen.

Relevant wird das nur, wenn man nachweisen kann, daß ein Unternehmer z. B. nur hübsche blonde Frauen einstellen würde oder keine "schlecht aussehenden Personen", keine dunkelhäutigen etc.

Der Trend geht hin zu völlig anonymisierten Bewerbungen. Schon der Name kann zu einer Diskriminierung führen; das Alter sowieso.

Schon das Wort "Berufserfahrung" in einer Stellenausschreibung ist mehr als problematisch, weil es suggeriert, daß Berufseinsteiger nicht eingestellt werden.

Große Unternehmen machen das mit den anonymen Bewerbungen bereits so. Es gibt zur Zeit ein groß angelegtes diesbezügliches Projekt mit dem Familienministerium.

Über den Sinn solcher Regelungen kann man streiten...

Also: wenn z. B. kein Bild, kein Name, kein Geb.-Datum angegeben wird und man wird aus diesem Grund nicht eingestellt, bei gleicher objektiver Eignung, hat man, wenn man es beweisen kann, einen Schadenersatzanspruch an das Unternehmen (Gerichte erkennen meist 3 Monatsgehälter an).

Weil nur objektiv meßbare Kriterien bei einer Einstellung berücksichtigt werden müssen, dürfen alle anderen Bestandteile, die dieses Urteil subjektiv beeinflussen würden, nicht mehr verlangt werden.

Deshalb beschäftigen Unternehmen heute eine Herrschar von Anwälten, die Stellenausschreibungen und auch das Auswahlverfahren AGG-sicher erarbeiten.

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@DerSchopenhauer

Im Internet findest Du unmengen Seiten, die genau erläutern was heute bei Bewerbungen verlangt werden darf und was nicht - mit den entsprechenden Ableitungen aus dem AGG - ist interessant...und manchmal auch abstrus...Die Grünen wollten das alles so...

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@DerSchopenhauer

Das im Internet sind leider immer sehr weit ausgelegte und verallgemeinerte Interpretationen die nicht grundsätzlich haltbar sind, man soll nicht immer alles glauben was da so steht...

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@mindestgebot

Aber es gibt auch Seiten von Rechtsanwälten, die das zuverlässig darstellen; ansonsten hast Du natürlich recht - man muß immer alles kritisch hinterfragen...

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