Müssen Bäume eigentlich alle eine gewisse Größe haben, damit man es einen Wald nennt Sind 20.000 Stecklinge nicht eigentlich auch ein Wald?

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3 Antworten

§ 2 Bundeswaldgesetz:

(1) Wald im Sinne dieses Gesetzes ist jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wildäsungsplätze, Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende Flächen.(2) Kein Wald im Sinne dieses Gesetzes sind
1.
Grundflächen auf denen Baumarten mit dem Ziel baldiger Holzentnahme angepflanzt werden und deren Bestände eine Umtriebszeit von nicht länger als 20 Jahren haben (Kurzumtriebsplantagen),
2.
Flächen mit Baumbestand, die gleichzeitig dem Anbau landwirtschaftlicher Produkte dienen (agroforstliche Nutzung),
3.
mit Forstpflanzen bestockte Flächen, die am 6. August 2010 in dem in § 3 Satz 1 der InVeKoS-Verordnung vom 3. Dezember 2004 (BGBl. I S. 3194), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2010 (eBAnz AT51 2010 V1) geändert worden ist, bezeichneten Flächenidentifizierungssystem als landwirtschaftliche Flächen erfasst sind, solange deren landwirtschaftliche Nutzung andauert und
4.
in der Flur oder im bebauten Gebiet gelegene kleinere Flächen, die mit einzelnen Baumgruppen, Baumreihen oder mit Hecken bestockt sind oder als Baumschulen verwendet werden.
(3) Die Länder können andere Grundflächen dem Wald zurechnen und Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie zum Wohnbereich gehörende Parkanlagen vom Waldbegriff ausnehmen.
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Ein Baum gilt erst ab einer gewissen Höhe als Baum. Ich würde mal sagen alles unter 1,50 Höhe gilt noch nicht als Baum, höchstens als Bäumeling. ;) Daher können Stecklinge keinen Wald machen. Aber Gegenfrage: ab welcher Größe hört ein Sandhaufen auf ein Haufen zu sein und ist ein Berg?

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in den Staaten der Erde existieren höchst unterschiedliche Vorstellungen
darüber, was unter einem Wald zu verstehen ist. Für internationale
forst- und umweltpolitische Abkommen ist jedoch eine einheitliche
Definition des Begriffs "Wald" unerlässlich. Auf eine solche Definition
hat man sich deshalb innerhalb der Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen geeinigt. Demnach
muss ein Wald eine Mindestfläche von einem halben Hektar (5000
Quadratmeter) haben. Diese Fläche braucht nur zu einem Zehntel von
Baumkronen überschirmt zu sein. Die Anzahl der Bäume spielt in der
Definition keine Rolle.

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