Müssen Angehörige für Verbindlichkeiten des Verstorbenen haften?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Mit dem Tod des Menschen tritt die Erbfolge ein. D. h., dass alle Vermögenswerte und Schulden Eigentum des oder der Erben werden. Man unterscheidet gesetzliche und gewillkürte Erbfolge. Zum Nachweis der Erbschaft benötigt man meist einen Erbschein, den man beim Nachlassgericht beantragen kann. Der Erbe ist auch zur Abgabe der Erbschaftsteuererklärung verpflichtet. Wenn man für Schulden des Verstorbenen (Erblasser) nicht aufkommen möchte, muss man die Erbschaft ausdrücklich beim Nachlassgericht ausschlagen. Die Haftung für Schulden des Erblassers kann auch durch einige andere Maßnahmen begrenzt werden. Siehe unter Erbrecht. Bezugsberechtigungen aus Lebensversicherungen (und anderen Kapitalanlagen) für den Todesfall des Versicherten/Kontoinhabers sind Schenkungen, keine Erbschaften. Mietrecht Mit dem Tod des Mieters endet nicht das Mietverhältnis. Der Erbe kann in den Mietvertrag eintreten oder ihn mit gesetzlicher 1-monatigen Kündigungsfrist beenden (§ 564 BGB). Vorrangig gegenüber dem Erben sind mietvertraglich aber der Ehegatte und der Lebenspartner sowie die Kinder des verstorbenen Mieters (§ 563 BGB) sowie danach sonstige Mitmieter (Hausgenossen, § 563a BGB).

Quelle Wikipedia

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Grundsätzlich haben die Erben für die Verbindlichkeiten der Verstorbenen aufzukommen. Innerhalb einer bestimmten Frist können sie das Erbe ausschlagen, danach wohl nicht mehr.

Zum BAföG: § 18 Abs. 5c BAföG sagt: "Mit dem Tod des Darlehensnehmers erlischt die Darlehens(rest)schuld, soweit sie noch nicht fällig ist."

Die Erben müssen also wohl allenfalls das BAföG für die Kalendermonate nach dem Versterben zurückerstatten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, müssen sie nicht.

BAFöG-Rückzahlungen werden erst nach dem Studium geleistet, stirbt ein Student während des BAFöG-Bezuges, erlischt die Rückzahlpflicht. Siehe dazu im Gesetz.

Stromrechnung muss auch nicht bezahlt werden. Die Stromgesellschaft kann dem Toten ja gerne den Strom abstellen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JoWaKu
10.10.2010, 11:51

Schulden gegenüber dem Energieversorger müssen bezahlt werden.

Die Erben treten übrigens automatisch in den Mietvertrag und den Energieversorgungsvertrag des Verstorbenen ein. - Also: Beides rasch kündigen!

0

Nur wenn sie das "Erbe" annehmen. Näheres beim Amtsgericht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Können die nicht einfach das Erbe ablehnen ??

Dann muss das ein Nachlassverwalter regeln, auch kostenmässig - leider zu Lasten des Staates/Steuerzahlers.....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

wenn das erbe des erblassers abgelehnt wird, haben die anderen in die röhre geschaut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn die Eltern das Erbe annehmen: JA. Sonst NEIN!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, die Eltern können das Erbe ablehnen, wenn es nur aus Schulden besteht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja,wenn sie das Erbe annehmen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

wenn man ein erbe ablehnt, muß man nicht aufkommen für schulden

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?