Müssen alle denn gleich sein?

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8 Antworten

Wer das sucht, was "gleich" ist, der sucht nicht den anderen, sondern die Selbstbestätigung durch den anderen. Allerdings ist das mehrheitlich der Fall, weshalb gerne gesagt wird, daß Unterschiede in Beziehungen trennend wirken.

In gewisser Weise ist es auch so. Die meisten Ehen gehen nicht auseinander, weil - aus der Beobachterperspektive - wesentliche Gründe vorliegen, sondern weil entweder der andere die "Zahnpastatube" nicht richtig ausdrückt, den Klodeckel nicht herunterklappt etc., also tägliche Banalitäten, die nur in der Wiederholung nerven.

Was will ich nun damit sagen? "Gleichheit" läßt einen nicht hinterfragen, läßt aber auch kaum Möglichkeiten der Entwicklung. Beziehungen, die auf Gleichheit aufbauen, haben etwas gegenseitig passivierendes (und sollte sich dann doch jemand weiterentwickeln, ist es meist das Ende der Beziehung, denn der "Status Quo" ist fast heilig und der vermeintliche Konsens fundamental für die Beziehung).

Ungleichheit KANN aber spannend sein, kann den Horizont erweitern, wenn man sich darauf einläßt, die Welt auch einmal mit anderen Augen zu sehen (oder sie sich aus einer anderen Sicht unvoreingenommen erklären zu lassen). Hier ist das Potential riesig, welches bei einer auf Gleichheit bauenden Beziehung faktisch fehlt. Die Gefahr hier ist nur, daß man nicht wirklich die Person des anderen als Gesamtheit annehmen kann, sondern Teile ausblendet. Man muß sich immer dessen klar sein, daß genau das, was man vielleicht gerade nicht gut findet, zum anderen gehört und ihn ausmacht. Wäre dies nicht vorhanden, wäre der andere auch ein anderer und man würde ihn nicht mehr lieben. Man muß lernen, auch das als zur anderen Person gehörig anzuerkennen, was einen "nervt".

Den anderen lieben heißt auch und gerade, seine vermeintlichen Fehler zu lieben. Wenn man das nicht kann, dann sollte man besser nach Gleichem suchen. "Ich liebe ihn und die Sachen, die mich stören, kriege ich auch noch hin, wenn ich ihn erst in meinen Fingern habe" ist ein (eher weiblicher) Ansatz, der schon oft am Anfang Beziehungen zum Scheitern verurteilt, ebenfalls die (eher männliche) Verdrängung, die nur solange funktioniert, bis man nicht mehr verdrängen kann.

Zu Deiner Frage: es kommt auf Euch an, wie ihr mit Unterschieden umgeht und umgehen könnt. Es gehört eine gute Portion Selbstbewußtsein dazu und man darf nicht "faul" sein, denn eine solche Beziehung erfordert immer Arbeit an der Beziehung, doch die erforderte auch eine Beziehung auf Basis von Gleichheit, nur daß man in dem Fall es regelmäßig erst viel zu spät begreift, da hier ein guter Schuß Egozentrik beziehungsbildend wirkt und man sich erst dann gestört fühlt, wenn der andere nicht mehr "funktioniert", sondern als Individuum mit eigenen Wünschen wahrgenommen werden muß. Hier ist meist der Wunsch tragend, daß man sein eigenes Leben durch und für den Partner praktisch nicht verändert, sondern der Partner als "Erfüllungsgehilfe" für die eigene Vorstellung eines perfekten Lebens (unbewußt) gehandhabt wird.

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Gleich muss man nichts sein es ist praktisch vieles zusammen zu haben (Interesse) aber letztendlich kommt ES nicht auf die dinge an sonder auf die Sympathie Gefühle liebe bei jeder Sekunde wo dein Herz schneller schlägt als sonst irgendwann dann ist es einfach liebe es ist toll und ich würds an deiner stelle ihr verklickern und auch wie deine Gefühle Sind 

Ich Drücke dir die Daumen *fest Druck*

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Kommentar von johnrob
30.10.2016, 11:10

Dankeschön ich werde mein bestes geben

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Man muss sich nicht in allem gleichen, aber ein paar gemeinsame Interessen, ähnliche Einstellungen zu grundlegenden Themen und ein ähnlicher Plan, was die Zukunft angeht, sollte es schon geben.

Hat man keine gemeinsamen Interessen, hat man schnell nichts, worüber man reden kann, weils den anderen entweder nicht interessiert oder er keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht. Gehen die Ansichten zur Treue, Politik, Gesellschaft, sexuelle Wünsche, später vielelicht auch Kindererziehung und weiß der Geier zu weit auseinander, wird man sehr schnell hunderte Streitpunkte haben und nicht jeder ist dazu in der Lage, ordentlich zu diskutieren. Hat der eine Karrierepläne, die mit denen des Anderen einfach nicht in Einklang zu bringen sind, wird man sich irgendwann trennen.

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Unterschiede können anziehend wirken sind aber für eine dauerhafte Beziehung einfach Gift. Ich würde mit niemandem zusammen in einer Wohnung leben wollen wenn derjenige völlig konträre Lebensvorstellungen und Prioritäten hat als ich. Wenn sie sagt, dass es für sie nicht passt ist das alles was zählt und für dich wichtig ist.


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Es gibt 2 Redensarten:

Gleich und Gleich gesellt sich gern.

und

Gegensätze ziehen sich an.

Natürlich sollte aber das Herz entscheiden, da gebe ich Dir recht. Schwierig wird es allerdings, wenn der Glaube da mit reinspielt.

Ob Du damit umgehen kannst, musst Du selbst wissen.

Ich könnte es nicht, weil ich Atheist bin.

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Kommentar von johnrob
29.10.2016, 20:25

Ja ich kann damit sehr gut um gehen 

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Nein, man sagt doch immer: Gegensätze ziehen sich an! Gib ihr eine Chance und warte ab, ob sie sie nutzt!

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"Das Herz entscheidet doch!"

Und damit hast du dir im Pinzip selbst die Antwort gegeben. Ihr Herz hat scheinbar so entschieden.

Die Sache mit der Religion schiebt ihr jetzt nur vor weil man ja einen Schuldigen braucht. Sicher hat es damit nichts zutun.

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Nein, man muss nicht gleich sein. Aber zu große Unterschiede sind auch schlecht. Nur Musik und Religion sind beides keine Gründe sowas zu beenden.

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Kommentar von johnrob
29.10.2016, 20:21

Nein so viele sind das nicht, der Hauptgrund ist für sie der Glaube 

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