Müssen Ärzte Krankenunterlagen herausgeben?

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11 Antworten

Also die Röntgenbilder hat der Arzt bestimmt nicht selbst aufgenommen, oder? Sicher warst du in einer radiologischen Praxis. Wenn der Arzt sich wirklich quer stellt, frag doch dort nochmal nach einer Kopie der Aufnahme nach (wenn es auch was kostet). Oft habe ich aber auch erlebt, dass die Patienten die original Bilder vom Radiologen mitbekommen und nicht mal der behandelnde Arzt die bei sich archivieren wollte, weil sie dem Patienten gehörten. Dass ein Arzt keine Berichte raus gibt, finde ich hingegen sehr fragwürdig, ich meine wofür schreibt man sie denn?! Doch wohl um den Kollegen über seinen Patienten und das, was man herausgefunden hat zu berichten.

Wenn du über 18 Jahre bist, bzw. deine Eltern dafür unterschreiben ist der Arzt normalerweise verpflichtet dir die Bilder und so zu geben. Ich hoffe die kleine Seite hilft dir weiter. http://www.olafschmitz.de/html/arztunterlagen.html Ciao

DH, sehr guter Link

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Ganz einfach:

Alle Unterlagen, auch die Röntgenbilder gehören dem Arzt, er muss (und darf) sie auch gar nicht ohne weiteres im Original aushändigen. Aber er ist grundsätzlich verpflichtet, auf Wunsch des Patienten Kopien anzufertigen, deren Kosten der Patient selbst tragen muss. Die Abrechnung der Kopien erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Ärzte.

Die Kopien dürfen auch von einem anderen Arzt angefordert werden, wenn eine Entbindung von der Schweigepflichdurch den Patienten vorliegt.

Wende Dich an deine Krankenversicherung, denn die sind in der Regel nicht bereit, Untersuchungen 2x zu bezahlen. Zumal CT ect. doch sehr teuer sind. Im Zweifelsfall schreiben die den Arzt an. Ging bei mir zumindest so.

Warum denn nur so kompliziert? Der Arzt ist dazu verpflichtet, dem Patienten Kopien von den Unterlagen auszuhändigen. Nicht mehr und nicht weniger! Das ist doch wirklich kein Thema, aus dem man einen Akt machen muss. Augen verdreh

(Siehe Antwort von bitmap am 17. Oktober 2008 20:10.)

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Warum denn nur so kompliziert? Der Arzt ist dazu verpflichtet, dem Patienten Kopien von den Unterlagen auszuhändigen. Nicht mehr und nicht weniger! Das ist doch wirklich kein Thema, aus dem man einen Akt machen muss. Augen verdreh

(Siehe Antwort von bitmap am 17. Oktober 2008 20:10.)

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Dann frag nach einer Kopie! Er kann dir nicht verweigern, die Unterlagen einzusehen. Auch nicht, wenn du eine zweite Meinung einholen willst, das ist dein gutes Recht!! Röntgenbilder, CTs, MRTs sind eh digital und er kann eine CD brennen. Und: Wenn er so drauf ist, dann hast du recht nicht zufrieden zu sein und den Arzt zu wechseln...

Hasllo ---> Simmer104...du bekommst sie am einfachsten "ohne Diskussionen" ,wenn du dir ein Überweisungsschein von dem Neuen Arzt holst, wo draufsteht -Arztwechsel- geb den ab, und sag das du die Unterlagen am nächsten Tag holst! Drohe ihn sonst mit KV, er will sicher nicht schlecht dort auffallen (wenn´s nicht anderes geht)! LG

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@sahara24

''Drohe ihn sonst mit KV, er will sicher nicht schlecht dort auffallen''

Warum sollte er schlecht dort auffallen, wenn er seine Unterlagen nicht rausgibt?

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@sahara24

> "ohne Diskussionen" ,wenn du dir ein Überweisungsschein von dem Neuen Arzt holst, wo draufsteht -Arztwechsel-

Es gibt keine Überweisungsschein, auf dem "Arztwechsel" vermerkt wird. In jede Fachrichtung ist pro Quartal nur eine Überweisung möglich. Ein Patient, der im gleichen Quartal zu einem zweiten Facharzt der gleichen Fachrichtung will, muss sich entweder vom ersten eine Weiterüberweisung holen, was sich meist als schwierig erweist, und dieser nicht dazu verpflichtet ist, oder er geht ohne Überweisung zum zweiten Spezialisten und muss dort halt noch einmal die Praxisgebühr entrichten. Am einfachsten ist es aber, bis zum nächsten uartal zu warten, und sich beim Hausarzt eine neue Überweisung zu holen.

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Nein,er muß Dir die Unterlagen rausgeben.Du hast freie Arztwahl und wenn Du mit dem Arzt nicht zufrieden bist,hast Du das Recht,zu wechseln.Wenn er Dir die Papiere nicht rausgibt,so sag es dem neuen Arzt,der wird die Papiere dann schon anfordern.

Stimmt so nur bedingt. Die Unterlagen sind seine. Der Arzt ist aber verpflichtet, auf Nachfrage dem Patienten entsprechende Kopien auszuhändigen. Wobei die Kosten der Kopien aber vom Patienten zu tragen sind. Sie Dürfen aber nicht wahllos überhöht sein. Somit hat man einen Anspruch auf die Unterlagen - aber nicht auf die Originale und man muß die Kosten für die Kopien/Duplikate selbst tragen.

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@Cindy2

Es ist sogar genau andersrum! Wenn du ein Bericht bekommst, z.B. ist es dein Bericht!!! Aber meistens gibt man den Bericht dem Arzt, was soll es zuhause(gibs aber auch, Pat. die ihre ganzen Unterlagen zuhause habenund zum ersten Besuch mitbringen!) Aber der Arzt macht sich sonst ne Kopie! Es sind Wirklich deine Berichte, ich bin als Arzt verpflichet dir die Auszuhändigen!

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@sahara24

DH.Ich habe die Berichtsakte meiner Mutter ausgehändigt bekommen.Die haben wir dann dem neuen Arzt ausgehändigt.

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Geh zu einem anderen Arzt. Der kann sich dann die Unterlagen anfordern. Vielleicht gibt er sie eher heraus.

''Vielleicht gibt er sie eher heraus.''

Der Arzt muss seine Unterlagen überhaupt nicht herausgeben bzw. abgeben. Auch an keinen anderen Arzt. Siehe dazu auch Kommentar von Cindy2 am 17. Oktober 2008 20:15.

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@bitmap

Habe ja auch vielleicht geschrieben...Man kann es ja versuchen. Mein Arzt gibt mir alles mit. Er hat alles digitalisiert. Ich schlage mich mit vielen Röntgenaufnahmen rum. So verschieden ist das.

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@Fotografin

Genau. Heutzutage ist jeder Radiologe froh, wenn er die Röntgenbilder nicht mehr selbst archivieren muss, sondern sie dem Pat. mitgeben kann. Wer jemals das Archiv eines altgedienten Radiologen gesehen hat, weiß, was ich meine ... ;-)

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Das ist eine Lüge, deine Befunde sind dein Eigentun. Bei für die Röntgen-Bildern musst du evtl. Unterschreiben ,dass du sie mit nimmst. Da er eine Aufbewahrungspflicht von 10 J. hat! ER MUSS DIE UNTERLAGEN GEBEN!!!

''deine Befunde sind dein Eigentun. ''

Nö.

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@sahara24

''Ruf doch die KV an!''

Schau du dir doch die Berufsordnung für Ärzte an.

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@bitmap

Zitat aus § 10 Berufsordnung für Ärzte >(2) Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich in die sie betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen der Ärztin oder des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.<

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@sahara24

''... Einsicht zu gewähren ...''

Einsicht gewähren, ist aber noch immer nicht das Gleiche wie Akten herausgeben an den Patienten.

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@bitmap

.... Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben..... !!!!!!

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Er kann darauf hinweisen, dass die herausgegebenen Original-Röntgenbilder sein Eigentum bleiben, und dass man sie wieder nach gegebener Zeit zurückbringen muss.

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@JoWaKu

stimmt, da er eine Aufbewahrungspflicht hat von 10 J., aber man darf sie sich gegen Unterschrift ausleihen! und dann gibs du sie halt nicht wieder!

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es sind zwar seine Unterlagen, aber wenn dein neuer Arzt sie anfordert, muss er sie rausrücken.

''aber wenn dein neuer Arzt sie anfordert, muss er sie rausrücken.''

Nein, muss er nicht. Siehe Kommentar von Cindy2 am 17. Oktober 2008 20:15.

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@bitmap

ich war mal Arzthelferin, und wir mussten zumindest die Kopien geben, damit keine Doppeluntersuchungen gemacht werden mussten.

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@IrisDon

''und wir mussten zumindest die Kopien geben''

In deiner 1. Antwort hast du aber geschrieben, dass er die Unterlagen rausgeben muss. Da stand nichts von Kopien.

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@bitmap

Okay, war vielleicht mein Fehler, aber sie hat das Recht auf die Kopien;)

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@IrisDon

Kopie ist auch Quatsch, was wird hier geschrieben?? Wenn du nicht sein Pat. mehr bist--> gibst du die Unterlagen ,den Pat.FERTIG!

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@sahara24

Hmmm ... schau dir doch in der Berufsordnung § 10 einfach mal die Absätze 3, 4 und 5 an.

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''da er meinte dass wären seine Unterlagen!''

Stimmt. Er muss dir nur Kopien geben.

''Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich in die sie betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen der Ärztin oder des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.''

Auszug aus der [Muster-]Berufsordnung für Ärzte, die zwar in den einzelnen Bundesländern jeweils nochmal einzeln gibt, aber dei weichen nicht groß von der Muster-Berufsordnung ab.

http://kuerzer.de/5ztnjvn9Q

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@bitmap

der Passus mit den subjektiven Wahrnehmungen wurde mittlerweile von Gerichten auch schon anders entschieden.

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Ja, dazu ist er verpflichtet

Lies einfach mal die anderen Antworten ...

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@bitmap

Es ist sogar so, dass ich die ganzen Unterlagen nicht mal denn Neuen Arzt schicken oder seiner Helferin geben darf! SCHWEIGEPFLICHT! Pat. muss sie selber abholen!

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