mündliches testament rechtsgültig?

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4 Antworten

Tetamente müssen schriftlich sein - hab noch nie von einem mündlichen Tetament gehört.

Als meine Mutter im Sterben lag, kam sogar ein Notar ins Krankenhaus und verfasste dort ein Testament.

Wenn schon ein Notar vor Ort war, verstehe ich nicht, warum er es nicht schriftlich gemacht hat.

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Mit östrreicheischem Erbrecht kenne ich mich nicht wirklich aus.

AFAIK ist eine mündliches Testament nur bis drei Monate ab Wegfall der Notlage rechtswirksam - worüber streitet man da bei einem Erbfall aus 2013, zumal seit der Änderung des § 597 ABGB durch das FamErbRÄG 2004?

G imager761

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Mündliches Testament

Nur wenn unmittelbar die (Lebens-)Gefahr droht, dass die Erblasserin/der Erblasser stirbt oder die Fähigkeit zu testieren verliert, so kann auch vor zwei fähigen(geschäftsfähig, nicht selbst erbberechtigt bzw. befangen)Testamentszeuginnen/Testamentszeugen mündlich testiert, d.h. der letzte Wille erklärt werden. Ein so erklärter letzter Wille ist nur für die Dauer von drei Monaten ab Wegfall der Gefahr wirksam. Danach verliert dieser seine Gültigkeit. Es kann zum Beispiel nach einem schweren Unfall bei zwei Rettungsleuten oder etwa in Bergnot durch Zuruf an zwei Bergkameradinnen/Bergkameraden oder knapp vor einer Notoperation mündlich testiert werden.

Eine solche mündliche letzte Anordnung muss auf Verlangen einer jeden/eines jeden, der/dem daran gelegen ist, durch die übereinstimmenden Aussagen der zwei Zeuginnen/Zeugen bestätigt werden. Ist dies nicht der Fall, ist diese Erklärung des letzten Willens ungültig.


der verstorbene hat seinen Willen nur nebei erwähnt....Testament wollte er schriftlich keines aufsetzen lassen angeblich.... 

wir verstehen auch nicht warum die richterin das ganze nochmal aufrollt. die richterin meint man muss das nottestament ernst nehmen, die zeugen befragen und somit der dame x nochmal die Möglichkeit geben um das erbe anzutreten... 

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Für Testamente gibt es die Schriftformerfordernis. Mündliche Testamente sind nicht gültig.

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Nani1982 07.11.2015, 23:44

wenn es in einer Notsituation enstanden ist, also im sterbebett leider schon.

Deswegen hat die Richterin auch Zeugenaussagen verlangt... 

fraglich ist nur wie standfest sind diese Aussagen...da diese ja lt Notar übereinstimmen müssen

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imager761 09.11.2015, 07:24
@Nani1982

Noch einmal: Selbst wenn die Begünstisgte n. § 161 Abs 1 AußStrG vortragen, gar Beweis führen könnte, das es der Erblasserin unmöglich war, einen Notar herbeizurufen oder ihren letzten Willen persönlich zu verfassen und damit auf Errichtung eines Nottestaments angewiesen war,  bleibt es seit der Änderung des § 597 ABGB durch das FamErbRÄG 2004 drei Monate nach Wegfall der Notlage rechtsunwirksam.

Entweder fehlt etwas Entscheidendes bei deiner Fallschilderung oder ich bin mit meinem Latein am Ende.

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Nani1982 09.11.2015, 13:14
@imager761

sogar der notar selbst stellt dieses mündliche Testament in frage...da der verstorbene ansich davor (wo es ihm besser ging) ein testament aufsetzen hätte lassen können.

aber laut der einen zeugin wollte er nichts schriftlich machen...

die frage ist bestand da tatsächlich eine gefahrensituation oder nicht...

aber die richterin, die angeblich sehr genau sein soll, bestand auf erneute Zeugenaussagen....

das ganze wird ewig in die länge gezogen, weil immer neue fristen gesetzt werden....

danke für eure antworten!!

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