Mündliches Abitur Religion 2017?

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2 Antworten

1. der Unterschied Judenchristen/Heidenchristen war nur in der Urgemeinde relevant, und es ging darum, wie die Vorschriften der Torah auszulegen sind: also ob man alle Vorschriften buchstäblich befolgen muß (Schweinefleisch, Beschneidung, Sabbath usw) oder nicht. Jesus hat aber entschieden: ich bin nicht gekommen, die Torah abzuschaffen, sondern sie mit Sinn zu erfüllen (also das Prinzip, den zugrundeliegenden Sinn der Gesetze, Gebote und Vorschriften zu erkennen und anzuwenden )

3. Liturgie ist der Gottesdienst, zu dem Gebet, Lesung und Verkündigung, Gesang, Gestik, Bewegung und Gewänder, liturgische Geräte, Symbole und Symbolhandlungen, die Spendung von Sakramenten und Sakramentalien gehören. Martyria ist das Bekenntnis des Glaubens unter allen Bedingungen, auch unter Anfechtung, Bedrängnis und Todesdrohung.

Unter Diakonie (altgriechisch διακονία diakonía ‚Dienst‘, von διάκονος diákonos ‚Diener‘) versteht man alle Aspekte des Dienstes am Menschen im kirchlichen Rahmen. Die christliche Theologie sieht in der Diakonie neben dem Zeugnis (altgriechisch μαρτυρίαmartyría) und der Gottesdienstgestaltung (altgriechisch λειτουργίαleiturgía) eines der Wesensmerkmale (Grundvollzüge) der Kirche, also auch die Werke der Barmherzigkeit, der Caritas, Agape, dem Gemeindedienst an den Armen.

4. Das Bilderverbot war auch im Christentum öfter mal Anlaß zu heftigen Auseinandersetzungen (Orthodoxie: Ikonoklasten; England: Puritaner). Sinn ist: du sollst dir keine Götzenbilder anfertigen und diese dann anbeten. Mohamed und die Talmudjuden verstehen dieses Gebot offenbar nicht richtig, sondern verbieten jede künstlerische Darstellung von Lebewesen. Und das ist ursprünglich gewiß nicht gemeint, es ging immer nur um die bildliche Darstellung des anzubetenden Gottes.

zu 2 fällt mir nichts ein. Mußt selber vergleichen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Auszug\_aus\_%C3%84gypten

und

https://de.wikipedia.org/wiki/Exodus:_G%C3%B6tter_und_K%C3%B6nige

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1. Paulus schreibt an Heidenchristen. Zwischen ihnen und der Gruppe der Judenchristen war es zu Spannungen gekommen. Und Paulus erinnert sie daran, dass sie gemeinsame Wurzeln haben. Dass der Gott, der sich in der Schöpfungsgeschichte vorgestellt hat, mit dem Volk Israel einen Bund geschlossen hat und in Jesus Christus Mensch wurde, sie nun durch den gemeinsamen Glauben (durch das Vertrauen auf die erlösende Tat Jesu am Kreuz) eine Gemeinde sind.

4. Am Berg Sinai, als Mose von Gott die Gesetzestafeln erhielt, wurde dem Volk die Wartezeit zu lang. Man wollte den Gott feiern, der sie aus Ägypten geführt hatte. Götterbilder waren (sind) etwas ganz normales. Und man wollt natürlich auch nach außen zeigen, dass der Gott dem das Volk Israel angehörte ein starker Gott war. Die Bibel schreibt von einem goldenen Kalb - wahrscheinlicher ist, dass sich die Israeliten einen prächtigen und starken Stier bastelten. Und genau gegen diese erdachten und erdichteten Götterbilder richtet sich das 2. Gebot.

Dass Gott selbst sich in Jesus dargestellt hat - sich als Gekreuzigter verehren lassen will - ist für Außenstehende schwer verständlich. (Torheit)

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